5,4 Milliarden Dollar haben die "Harry Potter"-Streifen eingespielt. Damit sind sie das erfolgreichste Film-Franchise aller Zeiten. Und mit der Verfilmung des siebten Buches, die in zwei Teilen im November 2010 und Juli 2011 ins Kino kommt, dürfte man die 7-Milliarden-Marke knacken. Magische Zahlen für den inzwischen pubertierenden Zauberer, der in Fortsetzung fünf mit hormonellen Schwankungen kämpft – ausgelöst durch die erste Liebe. Dessen ungeachtet rückt Harrys finale Schlacht gegen den bösen Lord Voldemort, dessen Wiederauferstehung er mit Professor Dumbledore zu ergründen sucht, unaufhörlich näher. Statt düsterer Action dominieren im sechsten "Harry Potter" situationsbedingte Komik und Beziehungskisten die Flure Hogwarts. Nicht…
Autor: Christoph Ebert
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt." Der bekannteste Satz aus "Forrest Gump" trifft auch auf die Blu-ray-Bildqualität bei Filmen aus den Neunzigern zu. Mal Top wie "Braveheart", mal Flop wie "Waterworld". Robert Zemeckis‘ märchenhaftes Meisterwerk über 40 Jahre amerikanischer Geschichte gehört erfreulicherweise zur ersten Kategorie. Und das, obwohl man auf einen Transfer von 2001 zurückgriff (siehe Bildbewertung). Die DVD-Boni wurden ebenfalls wiedeverwertet. Mit Ausnahme der Audiokommentare finden sie sich auf einer zweiten Disc unter dem Menüpunkt "Archivierte Spezialeffekte". Da stellen sich unweigerlich zwei Fragen. 1. Wie konnte jemand "Archived Special Features" mit "Archivierte…
Bevor Doug den Bund fürs Leben schließt, will er mit seinen besten Kumpels nochmal die Sau rauslassen. Und welcher Ort wäre dafür besser geeignet als der Sündenpfuhl Las Vegas. Kurzerhand quartiert man sich für 4.000 Dollar im Caesars Palace ein. Doch am Morgen nach dem Junggesellenabschied herrscht Katerstimmung (Englisch "Hangover"). Denn im Schrank ist ein Baby, im Bad ein Tiger und vom Bräutigam fehlt jede Spur. Das "What happens in Vegas, stays in Vegas!"-Motto hat schon vielen Filmemachern als Szenario für mehr oder weniger deftige Komödien gedient. Doch keine war so erfolgreich – und so lustig – wie diese. Mit…
Nur zwei Jahre nachdem "Transformers" im Sommer 2007 über 700 Millionen Dollar einspielte, brachte Rechteinhaber Hasbro mit "G.I. Joe" seine zweite Actionfiguren-Franchise ins Kino. Dass die cineastischen Abenteuer einer Supersoldatentruppe Explosionen und Schießereien enthalten würden, war klar. Doch was "Die Mumie"-Macher Stephen Sommers hier zwei Stunden lang mittels Kollege Computer auf die Leinwand zaubert, ist im Grunde eine lange Actionszene. Die Begründung der amerikanischen Filmbewertungsstelle für die 13er-Freigabe trifft es mit "…für Actiongewalt und fortwährendes Chaos" perfekt oder wie Set-Designer Ed Verreaux im Bonusmaterial feststellt "This is just one huge amazing ride". Apropos Bonusmaterial: Das fällt angesichts eines Einspiels von…
In "State of Play", der Leinwand-Version der britischen TV-Miniserie, geht es um vieles. Die Krise der Zeitungsindustrie, unseriösen Online-Journalismus, das schmutzige Milliardengeschäft mit dem Krieg, Macht- und Moralmissbrauch in Washington und den Kampf um Wahrheit. Da drängt sich eine aus den Nähten platzende Bonussektion geradezu auf, doch weit gefehlt. An normalen Extras findet sich auf der Blu-ray neben entfallenen Szenen lediglich ein 19-minütiges Making-of, das neben den üblichen Selbstbeweihräucherungen unter anderem die Unterschiede zum britischen TV-Original herausarbeitet und den problematischen Dreh in Amerikas Hauptstadt dokumentiert. Ergiebiger kommen die zwei Bild-in-Bild-Spuren daher. Spur 1 ist ein klassischer Mix aus Featurettes, Interviews…
Egal ob "Harry Potter", "Die Chroniken von Narnia" oder "Alice im Wunderland" – Parallelwelten waren schon immer beliebte Motive in märchenhaften Erzählungen. Auch in "Coraline" entdeckt die von ihren Eltern vernachlässigte Titelheldin eine alternative Realität, die fast wie ein Abbild der alten scheint. Denn hier schenken Coralines ‚andere‘ Eltern der Elfjährigen nie gekannte Zuneigung und Liebe. Doch die Traumwelt wird bald zum Albtraum, weil die neue Mutter Coraline nicht mehr gehen lassen will. Regisseur Henry Selicks ("Nightmare Before Christmas") Stop-Motion-Animationsfilm begeistert mit einer fantastisch-gruseligen Story, perfekt animierten Figuren und detailverliebtem Produktionsdesign. Allerdings ist die Adaption von Neil Gaimans gleichnamigem Kinderbuch…
Wie viel Spaß John Cena während der Dreharbeiten hatte, wird im Bonusmaterial deutlich: von den verpatzten Szenen über seine Nachahmung des Regisseurs im Beitrag "Runde um Runde mit Renny und John" bis hin zu zwei gespielten Sketchen. Und dann wären da noch die alternativen Enden sowie der eigentliche Film, die er beide mit einem unglaublichen Enthusiasmus kommentiert. Eigentlich verwunderlich, denn der zweite Leinwandausflug des amerikanischen Wrestling-Superstars war aus kommerzieller Sicht mit einem Einspiel von 17 Millionen Dollar noch enttäuschender als "The Marine" (2006). Bei uns verirrten sich gerade mal 8.612 Zuschauer ins Kino. Inhaltlich liegt "12 Runden" aber vorne. Mitverantwortlich…
Bei der indischen Version von "Wer wird Millionär?" muss Slumbewohner Jamal nur noch eine Frage richtig beantworten, um die Million zu kassieren. Doch die Produzenten der Show glauben an Schummelei und lassen ihn von der Polizei verhören. Dabei stellt sich heraus, dass jede Frage und die entsprechende Antwort etwas mit Jamals Lebensgeschichte zu tun haben. Mit acht Auszeichnungen war das faszinierende Drama der Abräumer bei den diesjährigen Oscars. Bildqualität: Da der Film mit einem halben Dutzend verschiedener Kameratypen gedreht wurde, schwankt die Qualität mitunter stark. Doch meist wirkt der in kräftige, gelb-grünliche Farben getauchte Cinemascope-Transfer detailreich und plastisch. Nur…
"Public Enemy No. 1" erzählt die wahre Geschichte von Jacques Mesrine (Vincent Cassel), der es vom kleinen Gangster bis zum cleversten Schwerverbrecher Frankreichs brachte und 1979 spektakulär aus dem Leben schied. Aufgrund einer Laufzeit von vier Stunden kam der Film in zwei Teilen ("Mordinstinkt" & "Todestrieb") ins Kino. Doch löblichwerweise muss man nur eine Blu-ray kaufen, um das faszinierende Gangsterepos in seiner Gesamtheit zu erleben. Bildqualität: Beide Filme sind rausch- und defektfrei und punkten mit einer hohen Bildruhe. Trotzdem gibt es in puncto Optik Unterschiede. Der erste, in den 60er-Jahren spielende Teil bietet bei Nahaufnahmen ein gutes Schärfeniveau, doch…
Mel Gibsons mit fünf Oscar-Trophäen prämiertes Schlacht-Epos um Schottlands Freiheitskampf gegen die englischen Besatzer im 13. Jahrhundert dürfte von vielen Blu-ray-Fans herbeigesehnt worden sein. Und wenn ein so wichtiger Katalogtitel wie "Braveheart" auf Blu-ray erscheint, stellt sich für Heimkino-Enthusiasten mittlerweile vornehmlich folgende Frage. Alter oder neuer HD-Transfer Wurde der Film neu abgetastet oder hat man auf einen alten HD-Transfer von anno dazumal zurückgegriffen? Denn HD-Transfers, die zehn oder mehr Jahre auf dem Buckel haben, führen in der Regel zu einer für Blu-ray-Verhältnisse mittelmäßigen Qualität. Doppelkonturen und Detailverlust aufgrund elektronischer Nachschärfungen, unruhige Bildstände und Verschmutzungen sind die auffälligsten Mängel. Als Negativ-Beispiele…