Der legendäre Doors-Auftritt entstand 1968 im nicht minder namhaften "Hollywood Bowl". Erstmals hat man die Originalmitschnitte digitalisiert und restauriert. Der Sound wurde von Doors-Toningenieur Bruce Botnick auf Grundlage der originalen Mehrspurbänder remastert. Mit Erfolg, denn der dynamische 5.1-Ton klingt glasklar und plastisch. Instrumente sind auf den Punkt ortbar und spielen auf breiter Stereofront. Die Drums trommeln leider etwas dünn und Jim Morrisons Mikro verzerrt gerne mal. Dank weiträumiger und authentischer Klangkulisse gibt’s trotzdem knappe vier Punkte. Der 1,78:1-Transfer enttäuscht mit geringer Detail- und Kantenschärfe, auch weil ein Rauschfilter alles glattbügelt. Das ultratiefe Schwarz verschluckt die meisten Graustufen und Farben fehlt…
Autor: Andreas Oswald
In diesem Live-Mitschnitt entführt Progressive-Rocker Steven Wilson in ein imposantes Konzerterlebnis aus Licht, Projektionen und psychedelischen Gitarrenklängen. Aufgenommen wurde im Teatro Metropolitan von Mexico City, für Surround-Sound sorgten PA-Boxen hinter dem Publikum. Auch auf Blu-ray trumpft der 5.1-Sound mit guter Räumlichkeit und viel Live-Atmosphäre auf. Instrumente spielen transparent und ortbar, teils klingen Gitarren auch stark von hinten. Den präzisen Drums fehlt aber Druck. Der 1,78-Transfer enttäuscht mit starkem Rauschen und geringer Schärfe. Während der ersten 30 Minuten hängt ein dünner Projektionsvorhang vor der Bühne, der Feinauflösung im Bild verhindert. Als Bonus gibt es eine Bildergalerie sowie ein experimentelles Road-Movie (11:47).…
Im Sommer 2012 gingen Bernd Heinrich Graf und seine Düsterrocker von Unheilig anlässlich des neuen Albums "Lichter der Stadt" auf eine ausverkaufte Open-Air-Tour durch Deutschland. Allein 35.000 begeisterte Fan besuchten den emotionsgeladenen Power-Auftritt im Kölner Rhein-Energie-Stadion, den man sich jetzt auch auf Blu-ray ins Wohnzimmer holen kann. Bild- und Tonqualität: Der lebendige 5.0-Sound (mit 96 Khz) klingt transparent und weiträumig. Trotz des großen Klangfeldes sind die Instrumente sauber ortbar, die E-Gitarren rocken dynamisch und nicht zu aggressiv in den Höhen. Die Drums liefern gute Kickbässe, der fehlende Basskanal wird mit mangelndem Tiefdruck quittiert. Die Stimme des Grafen klingt körperhaft, leider…
Nachts verwandelt sich Krankenpfleger Josh (Sam Huntington) in einen Werwolf, Kollege Aidan (Sam Witwer) in einen Vampir. Um aufeinander aufzupassen, bilden die zwei eine WG und stoßen in ihrer neuen Wohnung unerwartet auf Geist Sally (Meaghan Rath). Die kurzweilige Horror-Dramedy ist ein Remake der gleichnamigen BBC-Serie von 2008. Das Doppel-Disc-Set birgt neben 13 Episoden ein informatives Making-of (47:57). Der rauscharme 1,78:1-Transfer könnte detailreicher sein, der 5.1-Sound spielt räumlich und dynamisch. Die Wertung Serie 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter…
Als der Schiffbrüchige van Weyden (Edward Meeks) von einem Robbenfänger aufgelesen wird, macht der brutale Kapitän Larsen (Raimund Harmstorf) dem Schriftsteller die Reise zur Hölle. Der packende TV-Vierteiler nach dem Abenteuerklassiker von Jack London zählt zu den bekanntesten der ZDF-Advents-Mehrteiler aus den 70ern. Schärfe und Details des 4:3-Bildes bewegen sich meist auf ordentlichem Niveau, leider mischen sich bisweilen Einstellungen in unterirdischer Qualität darunter. Ton gibt es nur in Mono. Extras: Making-of (17:48), Booklet, Trailer. Die Wertung Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 1 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten …
Trapper Nat (Hellmut Lange) und Indianerfreund Chingachgook (Pierre Massimi) erleben in der Wildnis Amerikas zahlreiche Abenteuer. Der ZDF-Vierteiler frei nach den Erzählungen von James Fenimore Cooper begeisterte 1969 Presse wie Publikum. Schärfe und Details des 4:3-Transfers erreichen nur Mittelmaß; ein Rauschfilter raubt viel Feinzeichnung und verschmiert Bewegungen. Trotzdem sind stehende Rauschmuster präsent. Dafür überzeugen die frischen Farben und der geringe Verschmutzungsgrad. Der Ton spielt im damals üblichen Mono. Für Teil 3 lassen sich zwei Synchronisationen anwählen: In der Originalfassung sind an einigen Stellen Dialoge hörbar, obwohl niemand spricht. Die 2012er-Überarbeitung korrigierte betreffende Passagen. An Extras birgt das Doppel-Disc-Set ein Booklet…
Das Goldfieber zieht zu Beginn des 20. Jahrhunderts den jungen Anwalt Elam Harnish (Rüdiger Bahr) nach Alaska. Dort macht er ein Vermögen – nur um es wieder zu verlieren. Vier Jahre nach "Der Seewolf" drehte Starregisseur Wolfgang Staudte auch diesen spannenden ZDF-Vierteiler; abermals nach einer Jack-London-Vorlage. Schärfe und Details des rauscharmen 4:3-Transfers überzeugen meist nur in Nahaufnahmen. Der Monoton klingt saft- und kraftlos. Extras: 23 entfallene Szenen (54:27) aus der Rohschnitt-Fassung von 1975, Booklet. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 1 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten …
Passend zum 25-jährigen Leinwand-Jubiläum erscheint der Tanzfilm-Klassiker mit Patrik Swayze und Jennifer Grey zum zweiten Mal auf Blu-ray. Bild: Das Bild ist etwas schärfer und kontrastreicher als bei der Erstauflage (Test hier), richtig gut sieht es aber immer noch nicht aus. Statt für zwei reicht es jetzt zumindest für knappe drei Punkte. Ton: Auch im neuen 7.1-Gewand bleibt die Klangqualität bescheiden, nur das Vorspannlied wurde räumlich abgemischt. Extras: Zwei Audiokommentare, Filmfehler (2:25), Interviews (30:12), Musikvideos, "Tribute to Emile Ardolino" (13:29), "Kellerman’s: zurück am Drehort" (12:24), "Dirty Dancing: Das Phänomen" (13:43), "Dirty Dancing zur Music" (16:32), "Der Rhythmus des Tanzes" (4:08),…
Los Angeles, 1987. Sherrie und Drew wollen Karriere im Musikbusiness machen – und verlieben sich dabei ineinander. Energetische Verfilmung des Erfolgsmusicals mit einer genialen Tom-Cruise-Performance als Rockstar. Die Blu-ray enthält den Kinocut und die Extended Edition. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist bunt, scharf und detailreich – und verfügt zudem über eine hohe Plastizität. Ein sehr schmuckes HD-Bild, dicke fünf Punkte. Ton: Die zahlreichen Songs wurden räumlich und dynamisch abgemischt, im DTS-HD-Original klingen sie aber feiner aufgelöst als in der klanglich komprimierten Synchronfassung. Extras: "Rock of Ages: Die Legenden vom Sunset Strip" (29:56), "Die Geschichte hinter den Songs" (12:53), "Ein Jahrzehnt wird…
Sechs Monate nach einer Alien-Invasion versuchen die letzten Überlebenden (u.a. Noah "Emergency Room" Wyle) aus Boston zu fliehen. Dramaturgie und Dialoge der von Steven Spielberg produzierten Serie lassen zu Beginn etwas zu wünschen übrig, bessern sich aber in der zweiten Staffel, die derzeit im Pay-TV läuft. Bild- und Tonqualität: Um einen Schmuddel-Look zu erzielen, wurde auf Super35 gedreht. Das Ergebnis ist meist so gewollt, aber nicht schön anzusehen. Hauptproblem ist das teils massive und oft von Kompressionsartefakten geplagte Rauschen, welches sich negativ auf die Schärfe auswirkt. Aufgrund eines schwachen Schwarzlevels (schwarz wirkt wie dunkelgrau) mangelt es den Nachtszenen an Tiefenwirkung.…