Autor: Andreas Oswald

In "96 Hours" rettete CIA-Agent Mills (Liam Neeson) seine Tochter vor albanischen Mädchenhändlern. Im Sequel werden er selbst und seine Frau (Famke Janssen) in Istanbul entführt – Gangster von einst sinnen auf Rache. Trotz jeder Menge Action und fünf Zusatzminuten erschreckend schwache Fortsetzung des Überraschungshits von 2009. Bild: Sehr gute Schärfe wie Feinzeichnung und ein leicht angehobener Kontrast sorgen für plastische HD-Bilder. Das teils starke Filmkorn wird adäquat reproduziert. Ton: Der wuchtige Score untermalt die Action perfekt. Effekte gefallen mit Präzision, guter Dynamik und kräftigen Bässen. Trotzdem sind Dialoge stets gut verständlich. Extras: Bild-in-Bild-Spur, Making-of (7:42), entfallene Szenen (6:56), Outtakes…

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Cop Cheung (Shawn Yue) ist Autonarr und arbeitet bei der Zivilstreife, wo er Verkehrssündern das Handwerk legt. Als zwei Diebe ihm davonrasen, scheint der Jungspund seine Meister gefunden zu haben. Doch Cheungs Kollege Lo (Anthony Wong) hat noch ein paar Tricks auf Lager. Adrenalin-haltiger Action-Krimi aus Hongkong mit 90er-Jahre-Flair und rasant gefilmten Autoverfolgungen. Bild: Der rauscharme 1,78:1-Transfer zeigt meist eine gute Detail- und Kantenschärfe, nur die verwackelten Autojagden wirken bisweilen etwas weich. In dunklen Szenen schluckt das leicht gräuliche Schwarz zu viele Details. Ton: Der aufpeitschende 5.1-Sound wuchtet die Wagenrennen mit vielen direktionalen Effekten ins Heimkino. Motorengeräusche könnten mehr Bass…

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Fische und Meerestiere steigen auf stelzenartigen Beinen aus dem Ozean und überrennen Japan. In Tokio versucht Kaori ihren Verlobten zu finden, während die Stadt in Chaos, Blut und Verwesungsgestank erstickt. Horror-Manga-Meister Junji Ito ("Tomie") lieferte die Vorlage für diesen bizarren Ekel-Endzeit-Anime samt subtiler Ökobotschaft. Bild: 2D: Der rauschfreie 1,78,1-Transfer ist scharf und zeigt, wo die Animationen es erlauben, viele Details. Auch die kräftigen Farben und der homogene Kontrast überzeugen. Die leichten Kompressionsschwächen inklusive Banding-Effekte fallen nur bei genauem Hinsehen auf. 3D: Das Bild rückt im TV etwas nach hinten, bietet aber kaum sichtbare 3D-Effekte. Ton: Die wuchtigen Effekte lassen aufzucken.…

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Das dritte Abenteuer der putzigen New Yorker Zootiere knüpft nahtlos an das zweite an. Gestrandet in Afrika verschlägt es die Bande nach Monte Carlo, wo sie nur knapp den Betäubungspfeilen der fiesen Tierfängerin Dubois entkommen. Getarnt als Künstler eines Wanderzirkus geht es per Zug quer durch Europa. Doch Dubois ist nicht so leicht abzuschütteln. Turbulent, witzig und liebenswert wie eh und je sorgt die Madagascar-Bande für beste Unterhaltung – erstmals auch in 3D. Bild: Der glasklare 1,78:1-Transfer zeigt praktisch keine Mängel. Die knallbunten Bilder sind gestochen scharf, detailreich und sorgen bereits in der 2D-Version für plastische HD-Bilder. Noch besser wird…

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Im dritten Aufguss der Found-Footage-Horror-Reihe bringen die dämonische Katie und Hunter das Grauen über ihre Nachbarsfamilie. Teenager Alex (Kathryn Newton) versucht den anfangs noch harmlosen Spuk mit Notebook-Kameras aufzuzeichnen. Spannend wird das leider erst in den letzten fünf Minuten, der zusätzlich zur Kinofassung enthaltene Extended Cut ist auch nicht besser. Bild: Der imitierte Look von Camcorder und Laptop-Kameras liefert am Tag ordentliche Bilder, Nachtszenen bei Kunstlicht sehen weich und oft verrauscht aus. Blockartige Kompressionsartefakte sind fast immer präsent. Ton: Der 5.1-Ton bietet meist nur flach und dünn klingende Geräusche von vorne. Die wenigen Schockszenen gefallen mit dynamischen Effekten und…

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Weil im bayerischen Skiort Hol­lerbach seit Jahren kein Schnee mehr fällt, bleiben Touristen aus. Um aus dem Örtchen einen Wallfahrtsort zu machen, soll Georgs (Christian Ulmen) frisch verstorbene Schwiegermutter selig gesprochen werden. Doch dafür muss ein Wunder her – ein selbstgemachtes. Warmherzig-spaßige Komödie von Bayern-Spezialist Marcus H. Rosenmüller. Bild: Die ausgezeichnete Detail- und Kantenschärfe des rauschfreien 2,35:1-Transfers sorgen für plastische Bilder. Ton: Der luftige Score spielt dynamisch wie räumlich, Effekte bedienen auch die Rears und bisweilen den Subwoofer. Extras: Making-of (10:07), Making-of Kurzversion (4:09), VFX Making-of (1:11), "Evis heißes Filmchen" (0:51), entfallene Szenen (16:56), Outtakes (3:29), Interviews (22:32), Musikvideo (3:11),…

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Eine Forschergruppe jagt in einer verwaisten Irrenanstalt nach Geistern. Die Untersuchungen werden für die 50. Episode der Reality-TV-Show "Paranormal Inspectors" aufgezeichnet. Doch statt den Spuk wissenschaftlich widerlegen zu können, blicken die Skeptiker in den Abgrund zur Hölle. Schwacher Grusel nach bekanntem Found-Footage-Strickmus­ter (siehe Fakten-Check). Bild: Der 1,78:1-Transfer ist meist scharf, detailreich und rauscharm; auch in Nachtaufnahmen mit schwachem Kamera­licht. Verfremdete Szenen zeigen Farbfilter, Scanlines und Rauschen. Zuweilen stören Blockartefakte (32:50). Ton: Der 5.1-Sound sorgt mit zahlreichen, präzisen Effekten aus allen Boxen für Schauerstimmung. Schockszenen liefern kräftige Bässe bei ordentlicher Dynamik. Extras: Audiokommentar, Trailer. Die Wertung Film 2 von…

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Der Umzug in ein New Yorker Luxus-Appartement wird für Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) zum Alptraum. Denn Ehemann Guy (John Cassavetes) paktiert mit den satanischen Nachbarn, die Rosemarys ungeborenes Baby begehren. Oscar prämierter Horror-Klassiker von Roman Polanski. Bild: Dank meist guter Schärfe und Detailzeichnung zeigt der saubere 1,85:1-Transfer ein plastisches Bild. Farben wirken etwas blass, in dunklen Szenen tendiert Schwarz ins Gräu­liche und die Graustufenzeichnung schwächelt. Rauschen sieht nicht immer nach dem ohnehin kräftig ausfallenden Filmkorn aus (44:22). Knappe 4 Punkte. Ton: Der schwachbrüstige Mono-Mix klingt ausgewogen zwischen Dialogen, Musik und Effekten. Extras: Boni sucht man leider vergebens. Die US-Blu-ray punktet…

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Nach 40 Jahren zieht Familien­vater Mark (Iain Glen) wieder in sein altes Elternhaus ein. Schon bald greifen dunkle Mächte nach Sohn Paul und Tocher Regina (Anna Paquin), denen anfangs niemand Glauben schenken will. Stimmungsvoller, aber etwas langatmiger Geister-Grusler aus Spanien von "Rec"-Regisseur Jaume Balagueró. Die Disc birgt die europäische Kinofassung (Cover-Vermerk "Unrated Version"), der gekürzte US-Cut bleibt uns erspart. Bild: Hell ausgeleuchtete Szenen überzeugen mit guter Detail- und Kantenschärfe. Dunkle Bilder wirken etwas weicher und das tiefe Schwarz verschluckt ein paar Graustufen zuviel. Ton: Die bedrohliche Soundkulisse spielt räumlich und bedient die Rears mit präzisen Effekten. Gute Bässe und ordentliche…

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Fasziniert von den Ideen der russischen Oktoberrevolution 1918 gründet US-Jounalist John Reed (Warren Beatty) in Amerika die Communist Labor Party. Schon bald muss er unter politischem Druck nach Russland fliehen, wo Macht und Korruption die einstigen Ideale zerfressen. Das dreistündige Doku-Drama wurde für zwölf Oscars nominiert, gewann aber nur Trophäen für Regie (Warren Beatty), Nebendarstellerin (Maureen Stapelton) und die Kameraarbeit von Vittorio Storaro. Bild: Schärfe und Feinzeichnung können meist überzeugen, auch wenn hier und da zu weiche Szenen auftauchen (39:51). Der ausgewogene Kontrast samt kräftigem Schwarz und guter Graustufenzeichnung formt ein solides Fundament für den sehr filmisch anmutenden 1,85:1-Transfer. Das…

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