In einer mexikanischen Kleinstadt spielt ein Revolverheld (Clint Eastwood) zwei rivalisierende Banden gegeneinander aus. Den Plot für seinen ersten "Dollar"-Film klaute Sergio Leone von Akira Kurosawas Samurai-Klassiker "Yojimbo". Für Eastwood gab der packende Italo-Western den Karrierestartschuss. Bild: Dank einem restaurierten Master aus Italien überzeugt der Cinemascope-Transfer mit guter bis sehr guter Schärfe und Detailzeichnung. Das Filmkorn fällt kräftig aus, wird aber sauber reproduziert. Der ruhige Bildstand, ein homogener Kontrast und kräftige Farben sorgen für einen frischen Seheindruck, HD-Feeling inklusive. Allerdings huschen kleine Verschmutzungen und Dropouts häufig durchs Bild. Ton: Die Blu-ray birgt sowohl die deutsche Originalfassung von 1965 als auch…
Autor: Andreas Oswald
Ein Drehbuchautor mit Schreibblockade (Colin Farrell) erhält durch seinen Hunde kidnappenden Freund (Sam Rockwell) die perfekte Inspiration für ein Skript. Groteskirrwitzige Kriminalkomödie von "Brügge sehen und sterben"-Regisseur Martin McDonagh. Bild: Der von warmen Farben geprägte Cinemascope-Transfer kommt meist scharf und detailreich daher. Hin und wieder rauscht es leicht (gedreht wurde auf Super35). Ton: Bis auf eine Explosion gibt sich der 5.1-Mix zurückhaltend, selbst beim bleihaltigen Showdown werden die Surround-Boxen kaum ins Geschehen einbezogen. Extras: "Loaded Deck" (2:37), "Martin McDonagh" (2:28), "Colin Farrell is Marty" (1:23), "Woodie Harrelson is Charlie" (1:21), "Crazy Locations" (2:04), "Layers" (1:02), entfallene Szenen (14:22), Outtakes (1:51),…
Haudegen Nobody (Terence Hill), Indianer Bill und die hübsche Lucy wollen den betrügerischen Fortkommandanten Major Cabot zur Strecke bringen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Die amüsante Westernfarce liegt erstmals ungeschnitten vor (die neuen Szenen haben leider teils andere Sprecher). Bild: Obwohl ein Sticker auf dem Cover "Neues Master – Bessere Bildqualität" verspricht, ist diese ein ganzes Stück schlechter als bei "Mein Name ist Nobody". Eine passable HD-Optik (53:40) wechselt sich leider zu häufig mit Einstellungen ab, die eher wie eine VHS-Version anmuten (53:07). Ton: Der Monoton klingt so gut bzw. so schlecht, wie man das von einem fast…
Der ehemalige KSKSoldat Max (Til Schweiger inszeniert sich selbst) muss die 15-jährige Zeugin Nina (Luna Schweiger) beschützen. Auf der Flucht vor einem schier übermächtigen Gegner (Heiner Lauterbach) bekommen die beiden Unterstützung von Kriegskamerad Rudi (stark: Moritz Bleibtreu). Leider wechseln sich durchaus ansprechende Actionszenen mit nicht enden wollenden, möchtegern-existenziellen Dialogen ab. Auch der grenzdebile Gesichtsausdruck von Tils Tochter (hat auch keinerlei Schauspielausbildung) nervt. Bild: Der farbgefilterte und entsättigte (manchmal wirkt die Optik fast monochromatisch) Cinemascope-Transfer bietet bei entsprechender Ausleuchtung eine gute bis sehr gute Detail- und Kantenschärfe. Doch statt durchgehend geleckter Hochglanzoptik gibt es regelmäßig einen leicht schmuddeligen Düsterlook mit Grießeleinlagen…
"Es ist eine Zusammenfassung all dessen, was Milla mitmachen musste", so kommentiert Regisseur Paul Anderson die ersten Szenen des fünften "Resident Evil"-Abenteuers. Besagte Zusammenfassung dauert gerade mal zweieinhalb Minuten. Die Story zum neuen Kreuzzug gegen das Bio-Tech-Unternehmen Umbrella hätte sogar problemlos in einen Zehn-Sekunden-Teaser gepasst: Gefangen in einem Testlabor ballert sich Alice (abermals Milla Jovovich) durch virtuelle Kampfszenarien den Weg frei. An ihrer Seite fightet Spionin Ada Wong (China-Import Bingbing Li) gegen das Amok laufende Computerprogramm "Red Queen" und dessen Monster. Wer sein Hirn für 95 Minuten ausknippst, darf sich an Bewährtem erfreuen: Monster, stylische Action, Hightech-Kulissen und sexy Kämpferinnen…
Ein mutiertes Killervirus droht ganz Amerika auszurotten. Ein Militär-Virologe (Dustin Hoffmann) versucht, den Erreger unter Kontrolle zu bringen, stößt dabei aber in den eigenen Reihen auf jede Menge Hindernisse. Starkes Hollywood-Kino von Deutschland-Export Wolfgang Petersen. Bild: Leider musste für diese Blu-ray eine Filmvorlage aus den 90ern herhalten ("Outbreak" war eine der ersten DVDs von Warner). Trotz oft gut beleuchteter Außenaufnahmen fehlt dem Bild Tiefenwirkung und Detailzeichnung, hin und wieder wirkt xes sogar regelrecht vermatscht. Ton: Trotz einiger netter Surroundeffekte (u.a. während der Eröffnungssequenz) kann der 5.1-Mix nicht mit modernen Abmischungen konkurrieren. Auch mangelt es der Synchronspur im Vergleich zum Original…
Die arbeitslose Lauren (Lauren Miller) beschließt, mit einer Telefonsex-Hotline ihre Brötchen zu verdienen. Und tatsächlich wirft das Gerede über Vibratoren und Orgasmen richtig Geld ab. Doch ihr echtes Leben droht in der Warteschleife hängen zu bleiben. Nicht halb so lustig wie die deutsche Telefonsex-Comedy "Eine ganz heiße Nummer". Bild: Der Cinemascope-Transfer kommt sauber und farbenfroh daher. Die Kantenschärfe ist hervorragend und auch die Detailzeichnung gefällt. Ton: Egal ob New Yorker Straßenlärm oder die teils recht laut geführten Telefonate – für eine romantische Komödie bietet der 5.1-Mix ein überdurchschnittliches Sound-Design. Extras: Einziges Extra sind fünf Minuten an entfallenen Szenen. Die US-Disc…
Die Jungköche Tim (Max Riemelt) und Can (Elyas M’Barek) reißen Frauen auf, in dem sie sich als todkrank ausgeben. Die Abschleppmasche funktioniert perfekt – bis sich einer von ihnen in eine Frau verliebt, deren Schwester (Jessica Schwarz) tatsächlich todkrank ist. Bewegende Tragikomödie mit starken Darstellern. Bild: Der defektfreie und rauscharme Cinemascope-Transfer ist bunt und knackig. Die hohe Kantenschärfe wurde zum Teil durch eine elektronische Nachschärfung erreicht, die aber nur in einigen wenigen Szenen stört. Ton: Genrebedingt sollte man kein Surroundfeuerwerk erwarten, doch klingt der 5.1-Mix lebendiger als die meisten vergleichbaren US-Produktionen. Extras: Making-of (9:54), Making-of-"Kurzversion" (3:52), Interviews (15:22), Musikvideo. Die…
Gestern noch im Kino, heute schon auf Blu-ray, so sagt man. Im Fall von "Nemo"trifft dies den Nagel auf den Kopf: Denn zwischen der 3D-aufgepäppelten Wiederaufführung im Kino und der 3D-Blu-ray-Veröffentlichung lagen gerade mal drei Wochen. Wer das drollige Fischabenteuer im Kino ignorierte und gleich auf die dreidimensionale Vorstellung zuhause abzielt, wird nicht enttäuscht. Die perfekte 3D-Konvertierung fasziniert mit großer Räumlichkeit und Plastizität, die schnurstracks in die Unterwasserwelt entführen. So toll der 3D-Effekt, so mau die Extras. Denn obwohl das schicke Steelbook-Set zwei Blu-rays enthält, fehlen der Videokommentar sowie rund 50 Minuten an Featurettes. Beides gab es auf der DVD…
FBI-Agent John Kruger (Arnold Schwarzenegger) soll die Top-Managerin eines Rüstungskonzerns (Vanessa Williams) im Rahmen des Zeugenschutzprogramms verschwinden lassen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn Krugers Boss (James Caan) hat die Seiten gewechselt. Solide Big-Bang-Action, die aber nicht an Klassiker wie "True Lies" oder "Phantom Kommando" heranreicht. Bild: Leider ist das Bild für HD-Verhältnisse genauso unspektakulär und enttäuschend wie bei "Outbreak" (Test links). Der Grund ist derselbe: Statt neuer 4k-Abtastung benutzte man eine 15 Jahre alte Vorlage. Ton: Der 5.1-Mix kommt dynamisch und detailreich daher (u.a. Vorspann), die Rearkulisse könnte aber aggressiver sein. Ferner löst der englische HD-Track das…