Autor: Andreas Oswald

Als sich ihre durchtriebene Chefin (Sigourney Weaver) beim Skiurlaub das Bein bricht und das Bett hüten muss, versucht die hübsche wie ehrgeizige Sekretärin Tess (Melanie Griffith) die Karriereleiter hochzuklettern. Auch nach 25 Jahren macht die für sechs Oscars nominierte Yuppie-Komödie viel Spaß. Bild: Dank sattem Kontrast und teils kräftigen Farben (rotes Kleid, 18:30) sieht das Bild schön knackig aus. Allerdings ist die Schärfe und Detailzeichnung aufgrund des permanenten und teils groben Hintergrundrauschens oft nur mäßig. Ton: Der Oscar-prämierte Titelsong klingt in der deutschen Fassung leider nicht so kraftvoll und differenziert wie im Original. Auf den Rears herrscht bei beiden Tonspuren…

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Nach einem schrecklichen Autounfall widerfahren dem erfolgreichen New Yorker Geschäftsmann David Aames (Tom Cruise) merkwürdige Dinge. Mit Hitchcock-Elementen gespicktes Remake von Alejandro Aménabars „Abre los ojos“. Bild: Die Qualität enttäuscht auf ganzer Linie – das oft von diffusen Lichtquellen und Gegenlichtaufnahmen geprägte Bild wirkt meist unscharf (inklusive dem Paramount-Logo zu Beginn) und detailarm ohne Tiefen­wirkung; statt Filmkorn gibt es vermatschtes Videorauschen. Mit HD hat das wenig zu tun. Ton: Bereits bei der Times-Square-Szene zu Beginn punktet der 5.1-DTS-HD-Mix mit einer differenzierten Räumlichkeit und guter Dynamik; auch die Musik profitiert vom HD-Encoding (siehe Fakten-Check). Extras: …gibt es leider keine. Die Wertung …

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Just an ihrem fünften Hochzeitstag meldet Nick Dunne (Ben Affleck) seine hübsche Frau Amy (Rosamund Pike) als vermisst. Unter dem Druck der Polizei und des wachsenden Medienspektakels, bröckelt Nicks Darstellung einer glücklichen Ehe und durch sein merkwürdiges Verhalten stellt sich jeder bald dieselbe Frage: Hat er seine Frau ermordet? David Fincher liefert eine grandiose Verfilmung von Gillian Flynns Erfolgsroman ab. Bild: Dank digitalem 6K-Dreh mit der Red-Epic-Dragon-Kamera bietet sich dem Betrachter ein un­gemein scharfes wie detailreiches Bild mit enorm viel HD-Feeling. Und das, obwohl die Optik insgesamt eher düster, bei Innenaufnahmen bisweilen sogar monochromatisch-trist daherkommt. Hier bleibt Fincher seiner visuellen…

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Eigentlich wollten George (Andy Gracis) und Edith (Vera Farmiga) ihren Kindern das Studenten­leben näherbringen, doch bei einer Führung durch das Middleton-College kommen sich der konserva­tive Herzchirurg und die exzentrische Geschäftsfrau näher. Unterhaltsame Dramedy, die aber hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Bild: Trotz Interlaced-Transfer ist die Schärfe und Tiefenwirkung (Kirche, 28:01) fast immer auf Top-Niveau. Nie sah ein College-Campus knackiger und einladender (saftiges Grün der Rasenflächen) aus. Ton: Gelegentlich zwitschern Vögel oder eine Glocke läutet auf den Rears, aber 95 Prozent der Zeit wird ausschließlich im Center geredet. Extras: Auf den Kommentar der US-Disc müssen wir verzichten und mit dem Trailer…

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New York, 1921: Kurz nach ihrer Einreise gerät die junge Polin Ewa (Marion Cotillard) in die Fänge des charmanten, aber durchtriebenen Bruno (Joaquin Phoenix). Der faszinierende Magier Orlando (Jeremy Renner) ist ihr einziger Ausweg. Eindrucksvoll inszenierter und stark gespielter Abgesang auf den Amerikanischen Traum. Bild: Nicht zuletzt aufgrund eines extremen Sepia-Filters (das Bild sieht oft wie ein vergilbtes Foto aus dieser Zeit aus) in Kombination mit Gegenlichtaufnahmen und diffusen Lichtquellen, ist die Schärfe und Tiefenwirkung oft eingeschränkt. Ton: Passend zur angestaubt wirkenden Optik gibt sich auch die klanglich einwandfreie 5.1-Abmischung meist unspektakulär. Extras: Auch diese Blu-ray birgt nur den Trailer.…

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Nach dem überraschenden Tod des Patriarchen müssen vier erwachsene Geschwister (u.a. Jason Bateman) unter Aufsicht ihrer gluckenhaften Mutter (Jane Fonda) sieben Tage lang jüdische Totenwache halten. Unterhaltsame wie anrührende Familien­komödie nach dem Bestseller von Jonathan Tropper. Bild: Während Außenaufnahmen (39:28) HD-Flair versprühen, wirken schlecht ausgeleuchtete Innenaufnahmen (30:50) oft etwas weich und flach. Ton: Surroundeffekte kann man an einer Hand abzählen, auch die Musik kommt primär von vorne; dafür sind Dialoge stets gut verständlich. Extras: Audiokommentar, „Eine Diskussion“ (4:28), „Ausgangssituationen“ (15:38), „Der Gospel aus Rabbi Boners Sicht“ (6:27), entfallene Szenen (13:34), Digital-Kopie. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität…

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In zwölf Stunden löscht ein gigantischer Meteorit jegliches Leben auf der Erde aus. Die verbleibende Zeit will James (Nathan Phillips) zugedröhnt auf einer Rave-Party verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders. In spektakuläre Bilder gepacktes Endzeitdrama, das zum Nachdenken anregt. Bild: Das mit Orange-Filtern und einer Kontrastan­hebung auf Weltuntergang getrimmte Bild (es sieht wie nach einer Atombombenexplosion aus) ist bei Nahaufnahmen stets schön scharf, verfügt aber über eine eher geringe Tiefenwirkung. In feinen Strukturen flimmert es gelegentlich (Dach 6:24). Ton: Erst kurz vor dem Abspann dringen Surroundeffekte und Bass ans Ohr. Davor gibt der Center den Ton an, auch weil…

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Eine Gruppe von Archäologen (u.a. Perdita Weeks) sucht in den Katakomben von Paris nach dem legendären Stein der Weisen – und kommt dabei einem grauenvollen Geheimnis auf die Spur. Im Found-Footage-Stilinszenierter Psycho-Horror mit schwachem Start und packendem Finale. (Siehe auch Fakten-Check) . Bild: Das bewusst auf Camcorder-Optik getrimmte Bild steht und fällt mit der Szenenausleuchtung, bietet aber stets ein gutes Schärfeniveau und rauscht nur selten über Gebühr (u.a. Eröffnungsszene). Ton: Bei der Sprengung zu Beginn hat man das Gefühl, als würde einem die Heimkino-Decke auf den Kopf fallen. Auch während der ruhigeren Momente bildet die 5.1-Abmischung die Katakomben mit teils…

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Als er vom Tod seiner Mutter erfährt, kehrt der New Yorker Rechtsanwalt Hank Palmer (Robert Downey Jr.) in sein Heimatdorf zurück. Nach seiner Ankunft wird der Großstädter mit weiteren persönlichen Problemen konfrontiert: Sein Vater (Oscar-nominiert: Robert Duvall), der vor seinem Ruhestand als Richter des Städtchens fungierte und an Alzheimer leidet, wird des Mordes angeklagt. Stark gespielte Mischung aus Familiendrama und Justizthriller. Bild: Wie bei seinen Steven-Spielberg-Produktionen „Der Soldat James Ryan“, „A.I.“ und „Minority Report“ drückt Kameramann Janusz Kaminski mit teils entsättigten, kühl-bleich wirkenden Farben, Gegenlichtaufnahmen und harten Kontrasten dem Film seinen optischen Stempel auf (Bild unten). Trotzdem ist die Schärfe…

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„Es gibt viele Geschichten über Vlad den Pfähler,“ erzählt Hauptdarsteller Luke Evans in den Extras und fährt fort: „Manche von ihnen sind sehr positiv und sprechen von einem tollen Anführer, der seine Feinde respektierte.“ Genau daraus einen Dracula-Film zu machen, erwies sich jedoch als schlechte Idee. So bietet die schwache Neuinterpretation statt blutigem Horror kaum mehr als blutleere CGI-Schlachten. Der Menschenpfähler selbst mutiert zum fürsorglichen Familienvater mit latentem Superhelden-Image, das die Macher dem Blutgrafen offenbar aufdrücken wollten – und scheiterten: Als Helden-Vorbild taugt die Figur des Dracula wohl kaum. Die Story geriet dabei denkbar dünn. Um seine Familie und das…

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