Im August mutiert die kleine Gemeinde Wacken in Schleswig-Holstein zum Veranstaltungsort des größten Metal-Festivals der Welt: Dem Wacken Open Air, das letztes Jahr seinen 25. Geburtstag feierte. Die ebenso informative wie amüsante Dokumentation lässt den bewegten Werdegang des „W:O:A“ von der Gründung 1990 bis heute Revue passieren, samt urigen Originalaufnahmen von damals, aberwitzigen Anekdoten sowie unzähligen Kommentaren und Interviews mit den Machern, Fans, Wacken-Anwohnern und natürlich dem Who is Who der Metalszene von einst und heute. Plichtprogramm für Metal-Heads, aber auch neugierige Außenseiter dürfen zu Aufklärungszwecken einen Blick riskieren. Aktuelle Aufnahmen zeigt das 1,78:1-Bild scharf, hochaufgelöst, im Kontrast ausgewogen und…
Autor: Andreas Oswald
Weil die Noten schlecht sind und bald die Entscheidung fällt, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen, wollen die Eltern (u.a. Justus von Dohnányi, Anke Engelke) mit der Absetzung der Klassenlehrerin retten, was noch zu retten ist. Gut gespielte Leinwand-Umsetzung des Theaterstücks von Lutz Hübner – beides wurde von Sönke Wortmann inszeniert. BILD: Der Cinemascope-Transfer bietet eine gute Kantenschärfe und natürliche Farben, sieht oft aber eher wie ein TV-Film denn wie eine ausgewachsene Kino-Produktion aus. TON: Dialoge sind stets gut verständlich, Effekte und Musik beschränken sich auf ein Minimum. EXTRAS: PR-Featurette (2:31), Interviews (14:22), „Blick hinter die Kulisse“ (2:01),…
Im von Kriminalität geprägten New York des Jahres 1981 versucht ein Jungspediteur (Oscar Isaac) den Amerikanischen Traum zu verwirklichen – und stößt schnell an seine Grenzen. Atmosphärischer Old-School-Großstadtthriller mit starken Darstellern. BILD: Der mit Gelbfilter und reduziertem Kontrastumfang auf schmuddelig getrimmte Cinemascope-Transfer sieht bei Außenaufnahmen ganz okay aus, Innenaufnahmen wirken aber oft weich bis milchig. TON: Mit Ausnahme von einigen, wenigen Schlüsselszenen hält sich die 5.1-Abmischung mit Dynamiksprüngen und Surroundeffekten zurück. EXTRAS: Audiokommentar, Making-of (43:58), „Der amerikanische Traum“ (2:50), „Behind the Scenes“ (2:20), „Behind the Fashion“ (3:22), „Über Regisseur J.C. Chandor“ (2:24), Interviews (12:48). Die Wertung Film 5 von 6…
Um seinen Sohn und dessen Familie zu beschützen, legt sich der Brooklyn-Gangster und erfahrene Profi-Killer Jimmy Conlon (Liam Neeson) mit seinem ehemaligen Boss (Ed Harris) an. Atemloser Actionthriller mit einem Liam Neeson in Bestform. Bild: Kantenschärfe und Detailauflösung sind gut bis sehr gut, allerdings saufen in Schattenbereichen (und davon gibt es einige) gelegentlich Details ab. Ton: Die 7.1-HD-Abmischung verfügt über eine durchweg vorzügliche Detailzeichnung, während der Schießereien fliegen einem die Kugeln akustisch eindrucksvoll um die Ohren. Auch ruhigere Momente wurden mit Liebe zum Detail vertont. Extras: „Shoot all Night: Behind the Scenes“ (10:26), „Liam Neeson: Action pur“ (6:09), entfallene Szenen…
Nur eine Woche Zeit bleibt dem alten Dämonenjäger und Haudegen Gregory (Jeff Bidges), um seinen neuen Lehrling (Ben Barnes) für die Gefahren im bevorstehenden Kampf gegen die tyrannische Hexenkönigin Malkin (Juliane Moore) zu rüsten. Doch schon der Weg zur Festung ist mit Gefahren gespickt. Das prächtig anzusehende Fantasy-Abenteuer basiert auf einer Romanreihe von Joseph Delaney und klotzt mit überdurchschnittlichen Spezialeffekten, jeder Menge Action und einem bestens aufgelegten Jeff Bridges. Auch als 3D-Blu-ray erhältlich. Bild: Schärfe und Feinzeichnung schwanken etwas: Mal wirkt der Cinemascope-Transfer scharf und hochauflösend, mal sehen die Bilder leicht milchig bzw. nach Weichzeichner-Optik aus. Rauschen ist kein Thema,…
Als in ein Killer-Virus ausbricht, wird ein ganzer Stadtteil isoliert. Live aus der Zombie-Zone berichtet Reporter Chase Carter (Jesse Metcalfe), der neben der Kamera auch zu selbstgebastelten Waffen greifen muss. Trotz ordentlichem Produktionsbudget, guten Darstellern und viel Blut geriet die Verfilmung des gleichnamigen Videogames reichlich zäh. BILD: Die Apocalypse bricht scharf, detailliert und rauschfrei los. Farben sehen etwas blass und leicht blaugefiltert aus; Blut trieft dunkelrot. TON: Während der Score räumlich, dynamisch und druckvoll spielt, tummeln sich die dünn und kraftlos klingenden Effekte meist vorne. Noch 4 Punkte. EXTRAS: „The Epic One-er!“ (4:05), „The Making of Bonzo, Zombie Clown“ (2:46),…
Drei Twens gehen in einem stillgelegten Naturpark auf die Pirsch – und werden selbst zur Jagdbeute einer maskierten Killerbande. Der atmosphärisch ansprechende Survival-Horror bietet kaum Neues, auch Splatter-Fans kommen nicht auf ihre Kosten. BILD: Knackige Schärfe gehört nicht zu den Stärken des Cinemascope-Transfers. Gute Feinauflösung, hohe Rauscharmut und ein ausgewogener Kontrast sichern aber vier Punkte. Die Farben wurden für einen schroffen Look etwas in Sepia getaucht. TON: Der 5.1-Mix reißt nicht vom Hocker: Wald- und Naturgeräusche vermitteln wenig Raumgefühl, der Score spielt ordentlich räumlich, aber ohne große Dynamik. Nur selten drücken Bässe etwas (56:40). EXTRAS: Bloopers (2:12), entfallene Szenen (2:19), …
In einem schwachem Moment lässt sich Highschool-Lehrerin Claire (Jennifer Lopez) auf einen One-Night-Stand mit ihrem 19-jährigen Nachbar und Schüler Noah (Ryan Guzman) ein. Der entpuppt sich als psychopathischer Stalker mit Hang zur Gewalt. Vorhersehbar, kaum nackte Haut und noch weniger Action – diese Thematik wurde schon gefühlte hundertmal spannender verfilmt. Bild: Der plastische Cinemascope-Transfer vermittelt dank hoher Schärfe und Feinzeichnung sowie Rauschfreiheit auch in dunklen Szenen viel HD-Feeling. Ton: Der 5.1-Mix tönt für einen Psychothriller zurückhaltend mit wenig Dynamik, Bass und frontlastigen Effekten. Zumindest der Score spielt räumlich. Extras: Audiokommentar, Making-of (9:17), entfallene Szenen (9:34). Die Wertung Film 3 von…
Als es im australischen Busch Sternschnuppen regnet, mutiert ein Großteil der Bevölkerung zu Zombies. Einige Überlebende wehren sich mit allem, was greifbar ist. Wüster B-Movie-Splatter-Spaß, der „Mad Max“ mit „Dawn of the Dead“ kreuzt. Bild 2D: Die wackeligen Bilder der Handkameras sehen meist scharf aus, der überzogene Kontrast und entsättigte Farben sorgen für Endzeit-Look. Bisweilen stören Kompressionsartefakte. Bild 3D: Die unnütze 3D-Konvertierung mutet fast so flach wie der 2D-Transfer an. Ton: Der 5.1-Mix kommt bass- und dynamikarm daher, Score und Effekte tönen ordentlich räumlich. Extras: Audiokommentar, „Wyrmwood Diaries“ (49:28), „Wyrmwood Chapter 1“ (8:13), entfallene Szenen (19:08), Storyboards, „Crowdfunding“ (6:13). Die…
Der Bodyguard, Detektiv und notorische Glücksspieler Nick Wild (Jason Statham) boxt sich in Las Vegas mehr schlecht als recht durchs Leben. Für Milch-Bubi Cyrus (Michael Angarano) soll er den Babysitter spielen, für eine vergewaltigte und fast totgeprügelte Freundin (Dominik García-Lorido) ihre Peiniger ausfindig machen. Letztere erweisen sich als skrupellose Gangster mit einflussreichen Freunden. Das actionarme und etwas langatmig geratene Zocker-Drama ist ein Remake des bereits mauen Burt-Reynolds-Streifens „Heat“ von 1986. Die Blu-ray-Scheibe von Universum enthält nur die Kinofassung, obwohl in England eine rund zehn Minuten längere Extended Edition erschien. Bild: Der Cinemascope-Transfer zeigt das Spielerparadies im schmuddeligen Düster-Look samt bedeckter,…