Autor: Andreas Oswald

Entfremdet von seinen Mitmenschen versucht sich der vermögende Ex-Schauspieler Aydin (Haluk Bilginer) als Schriftsteller. Seine Frau (Melisa Sözen) möchte indessen die ärmlichen Verhältnisse in Kappadokien verbessern. Das melancholische und visuell betörende Beziehungsdrama gewann 2014 die Goldene Palme beim Cannes Filmfestival. Bild: Der Cinemascope-Transfer fasziniert mit fantastischer Schärfe, toller Feinauflösung und Klarheit in hellen wie auch dunklen Szenen. Mehr geht nicht. Ton: Thematisch bedingt ist beim 5.1-Ton nicht allzu viel los, trotzdem sorgen Geräusche (Wind, Hunde­bellen, Vögel) für Atmosphäre auf den Rears. Die selten spielende Musik klingt hingegen frontbetont. Extras: Making-of (138:54), Interview (5:18), Trailer, Hörfilmfassung. Die Wertung  Film 5 von…

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40 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils wird eine Gruppe von Kindern im alten Eel Marsh House untergebracht. Statt vom Bomben­hagel des Zweiten Weltkrieges werden die Flüchtlinge dort von übernatürlicher Seite bedroht. Atmosphärisches Horrordrama in gepflegter Grusel-Optik, dem leider Schocks und eine originelle Story fehlen. Bild: Besonders in den vielen Nachtszenen wirkt das leicht rauschende Bild zu dunkel, so dass Details mitunter schwer zu erkennen sind. Schwarz ist satt, die Schärfe bewegt sich meist auf gutem Niveau. Ton: Der räumliche Score untermalt das Grusel­geschehen perfekt, Effekte dürften agiler poltern. Extras: „Gruselige Drehorte“ (5:04), „Der Schleier wird gelüftet“ (13:40), Interviews…

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In ausgewählten Kinos lief die Fortsetzung von „Die Bestimmung – Divergent“ mit Dolby-Atmos-Ton und auch Käufer der US-Blu-ray bekommen ein 3D-Ton-Spektakel. Deutsche Fans müssen auf den Höhensound hingegen verzichten. Dafür fasziniert die vorhandene 7.1-HD-Abmischung mit einer überragenden Räumlichkeit, nur halt nicht in der Höhe. Abstriche muss man auch beim Film hinnehmen, denn der SciFi-Streifen nach der Roman-Trilogie von Veronica Roth verzichtet im Gegensatz zum ersten Teil auf tiefere Einblicke in die dysto­pische Zukunft und setzt den Fokus auf eine monotone Aneinanderreihung von Actionszenen: Nach dem Tod ihrer Eltern flüchtet Tris (Shailene Woodley) mit Freund Four (Theo James) vor den Häschern…

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US-Cop Nick (Dolph Lundgren) rauft sich in Bangkok mit Thai-Polizist Tony (Tony Jaa) zusammen, um den Mörder (Ron Perlman) seiner Familie zu töten. Dabei macht das ungleiche Duo eine ganze Privat­armee von Gangstern platt. Trotz 16er-Freigabe harter Rache-Actioner aus US-Thailändischer Koproduktion mit tollen Martial-Arts-Einlagen und blutigen Ballereien. Bild: Die stilisierten Cinemascope-Bilder wurde teils in starke Farbfilter getaucht, was der hohen Schärfe und Feinzeichnung aber zu keiner Zeit schadet. Ton:  Die Fights sorgen für Kickbässe und gute Dynamik, bei Schießereien knallen die Kugeln auch von hinten. Der Score spielt weiträumig. Für 5 Punkte fehlt dem 5.1-Mix allerdings der nötige Rums. Extras:…

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Die auf dem Pulitzer-Preis-gekrönten Roman basierende HBO-Miniserie ist ein liebevolles wie schonungsloses Porträt von 25 Jahren Ehe zwischen der Lehrerin Olive Kitteridge (Frances McDormand) und Apotheker Henry (Richard Jenkins). Passend zur meist wenig erbauenden Story gesellt sich eine eher triste Optik, die aber trotzdem über eine hohe Schärfe und viele Details verfügt. Der 5.1-Mix leistet sich keine Schwächen, kann aber inszenatorisch bedingt auch nicht wirklich glänzen. Extras gibt es leider keine. Die Wertung  Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Extras 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Warner Format Blu-ray…

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Caitlin Sullivan (Chyler Leigh) ist eine harte wie talentierte New Yorker Polizistin, doch ihr Fahrstil gleicht einer Katastrophe. Als die hübsche Gesetzeshüterin nach einem Banküberfall einen XXL-Blechschaden verursacht und ihren Führerschein verliert, schlägt sie dem Fahrer des Fluchtwagens (Jacky Ido), einen ungewöhnlichen Deal vor: Sie lässt ihn laufen, wenn er sie für ihre Ermittlungen durch die Stadt kutschiert. Obwohl die beiden sich ständig in den Haaren liegen, geben sie ein vorzügliches Ermittler-Duo ab. Die lose auf den „Taxi“-Filmen von Luc Besson basierende Buddy-Crime-Comedy ist eine französisch-amerikanischer Ko-Produktion, die aufgrund schwacher Einschaltquoten nach nur einer Staffel abgesetzt wurde. Wie beim Kino-Vorbild…

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Paul Feig weiß, wie man Melissa McCarthy in Szene setzt. Bereits in „Braut­alarm“ und „Taffe Mädels“ brachte die dauerfluchende Wuchtbrumme unter Feigs Regie Millionen von Kino­besuchern zum Lachen und die Kassen zum Klingeln. Mit der rasanten Spionagekomödie „Spy“ gelingt den beiden diesbezüglich das Triple. Eigentlich ist Susan Cooper (Melissa McCarthy) eine bescheidene wie unscheinbare Schreibtisch-Agentin bei der CIA. Doch nachdem ihr Partner (Jude Law als James-Bond-Verschnitt) bei einem Einsatz ums Leben kommt und ein weiterer Top-Agent (lustig wie nie: Jason Statham) anderweitig ausfällt, muss Susan undercover gehen, um die Welt vor einer atomaren Katastrophe zu bewahren. Obwohl bereits die Kinofassung…

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In den 1970er-Jahren untersucht ein US-Labor für paranormale Phänomene die dämonische Besessenheit einer Frau. Die intervenierende Regierung plant, die Kräfte des Dämons als Waffe im Kalten Krieg einzusetzen. Trotz originellem Ansatz versagt die fiktive Dokumentation samt Found-Footage-Horror-Elementen bei Spannung wie Grusel. Bild: Abhängig vom Quellmaterial schwankt auch die Qualität des 1,78:1-Bildes: Laboraufnahmen sehen nach alten Camcorder-Mitschnitten samt Störstreifen aus, rückblickende Interviews bieten dagegen erstklassige HD-Qualität. Ton: Doku-typisch sind räumliche Effekte Mangelware, tobt der Dämon aber los, rummst es dynamisch und druckvoll. Der Score spielt selten, aber räumlich. Extras: „Hinter den Kulissen“ (9:28). Die Wertung  Film 3 von 6 Punkten Bildqualität…

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Nach dem plötzlichen Tod seiner Freundin Beth (Aubrey Plaza) findet Zach (Dane DeHaan) auf dem Friedhof nur ein leeres Grab vor. Antworten suchend wendet er sich an ihre Eltern und trifft dort Beth. Sie lebt – mehr oder weniger. Charmante Zombiekomödie mit Brit-Humor. Bild: Der mit einem gelb-bräunlichen Farbfilter behandelte Transfer ist zwar meist ausreichend scharf, wirkt aber wenig plastisch und trist (auch wegen einem oft nicht guten Schwarzwert). Ton: Obwohl kein klassischer Zombiefilm, kann sich der 5.1-Mix mit Umgebungsgeräuschen und direktionalen Effekten (u.a. Schießerei) in Szene setzen. Extras: Mehr als entfallene Szenen (16:13) gibt es nicht, obwohl die US-Disc…

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Nach der Trennung von ihrem Freund kommt die emotionale Leni (Hannah Herzsprung) in der WG ihrer verkopften Schwester (Karoline Herfurth) und deren lebenslustiger Mitbewohnerin (Palina Rojinski) unter. Mit unterschiedlichen Methoden gehen die drei auf Männerfang. Prominent besetzte Feel-Good-Comedy für Frauen und Männer. Bild: Das sonnendurchflutete Berlin präsentiert sich bunt, scharf und detailreich; Rauschen, Verschmutzungen oder sonstige Artefakte sind kein Thema. Ton: Effekte gibt es zwar kaum, aber die per Holzhammer-Methode eingestreuten Pop-Songs (alle in Englisch) klingen kräftig. Bei einem Disco-Besuch (26:59) kommt sogar Surround-Feeling auf. Extras: Making-of (19:40), entfallene Szenen (6:26), Trailer, Digital-Kopie. Die Wertung  Film 4 von 6…

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