Autor: Andreas Oswald

Monster Sulley und Mike erschrecken Kinder. Denn erst deren Schreie liefern die Energie für Mons­tropolis, die Heimat der Ungeheuer. Doch eines Tages stolpert ein Menschenkind in die Monsterwelt und sorgt für reichlich Chaos. Der CGI-Film der Pixar-Profis belegt mit einem Einspiel von 525 Mio. Dollar Platz 12 in der ewigen Trickfilm-Hitliste (siehe Fakten-Check). Bild: Der Digital-Transfer grenzt an Perfektion. Vor allem die Detailauflösung (Haare in Sulleys Fell) ist atemberaubend. Selbst Minischriften auf einer Speisekarte (27:11) sind lesbar. Einziger Nachteil: Die Charaktere sehen so plastisch aus, dass sie teilweise wie Fremdkörper vor den schlichter animierten Hintergründen wirken. Ton: Trotz kindlicher Zielgruppe…

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Heinrich Breloers ("Die Manns") Adaption des nobelpreisprämierten Romans von Thomas Mann setzt in puncto Detailversessenheit Maßstäbe für Literaturverfilmungen. Die tolle Darstellerriege erfüllt die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook in jeder Minute mit prallem Leben. Bild: Sonnendurchflutete Außenaufnahmen beeindrucken mit 1a-Schärfe und Top-Detailzeichnung. Die von warmen Farben und oft diffusen Lichtquellen (Kerzenlicht) geprägten Innenaufnahmen können dieses Niveau naturgemäß nicht halten, sind aber immer noch gut bis sehr gut durchgezeichnet. Ton: Außer beim räumlichen Score sind die Rears zum Nichtstun verdammt. An der Klangtreue gibt es nichts auszusetzen. Extras: Making-of (63:43), "Die Weltpremiere in…

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Michael Ciminos fünffach oscarprämiertes Anti-Kriegsdrama schildert die Erlebnisse von drei Industriearbeitern (Robert De Niro, Christopher Walken, John Savage) aus Pennsylvania, die in Vietnam bei Kampfeinsätzen und anschließender Gefangenschaft die titelgebende Hölle durchleben. Bild: Für einen 30 Jahre alten Film geht die Schärfe in Ordnung. Jedoch wirkt sich das starke und jederzeit präsente Rauschen negativ auf Detailzeichnung und Plastizität aus. Ton: Die im Hochtonbereich belegte Mono-Abmischung ist nicht der Rede wert. Der englische 5.1-Upmix klingt zwar nicht sonderlich räumlich, hat aber eine höhere Klangtreue. Extras: Regiekommentar, Film-Einführung von Mickey Rourke (2:37), "Der Vietnamkrieg: Unbekannte Bilder" (47:36), Beiträge zur…

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Teenager Goku muss sieben le­gendäre Dragonballs finden, um die Erde vor der Auslöschung durch den bösen Lord Piccolo (Prost!) zu retten. Die abgrundtief schlechte und unfreiwillig komische Verfilmung der beliebten Anime-Serie lockte bei uns nur 3.480 Zuschauer ins Kino – zu Recht! Bild: Die Schärfe liegt auf sehr gutem Niveau, allerdings könnte die Tiefenwirkung zuweilen besser sein. Die knalligen Farben verleihen dem Bild den gewollten Anime-Look. Ton: Die Kampfszenen klingen enttäuschend frontlastig. Genrekollegen wie "Forbidden Kingdom" machen das um Längen besser. Extras: "Life after Filmschool mit Justin Chatwin" (24:57), entfallene Szenen (11:10), "Gokus Training" (4:50), "Spaß am Set" (2:23),…

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In dem Tanzfilm-Klassiker lernt die unschuldige Baby (Jennifer Grey) den Tanzlehrer Johnny (der im September an Krebs verstorbene Patrick Swayze) kennen und lieben. Bild: Leider sieht der Film für Blu-ray-Verhältnisse schlicht zu unscharf und detailarm aus. Hinzu kommen blasse Farben und ein matter Kontrast. Gegenüber der DVD fallen vor allem die höhere Bildruhe und bessere Kompression auf. Ton: Schallte uns auf der DVD von 2007 noch ein Akustik-Brei entgegen, werden jetzt Dialoge und Musik meist sauber getrennt. Dennoch bleibt die Klangqualität bescheiden und nur das Vorspannlied wurde räumlich abgemischt. Extras: Zwei Audiokommentare, Trivia-Track, Mambo-Tanzkurs (20:04), "Best of…

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Nach einem verräterischen Überfall durch seine Frau (Deborah Kara Unger) und den bes­ten Freund (Gregg Henry) schrammt Gangster Porter (Mel Gibson) nur knapp am Tod vorbei. Wie es sich für einen echten Gangster gehört, sinnt Porter auf Rache. Das gelungene Remake des Klassikers "Point Blank" liegt auf Blu-ray sowohl in der Kinofassung als auch im elf Minuten kürzeren Director’s Cut vor (siehe Fakten-Check). Bild: Die Kinofassung wurde mit einem extremen Blaufilter überzogen und bietet eine für HD-Verhältnisse unterdurchschnittliche Kantenschärfe und Detailauflösung. Auch kommt das Bild teils zu dunkel daher (drei Punkte). Ganz anders der Director’s Cut. Verschwunden ist der blaue…

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Profikiller Toni Ricardelli (Rick Kavanian) soll den ehemaligen Mafioso und jetzigen Autor Enrico Puzzo (Franco Nero) erledigen. Dabei begegnet er der schusseligen Verlags­angestellten Julia (Nora Tschir­ner) und verliebt sich prompt. Um in ihrer Nähe bleiben zu können, gibt Toni sich einfach als Puzzo aus. Doch die Hochstapelei bleibt nicht ohne Folgen. Kurzweilige Parodie auf Krimis und Agentenfilme der 60er-Jahre. Bild: Egal ob Berlin (4:10, 5:38) oder Neapel (20:50) – die Außenaufnahmen verfügen über eine enorme Detailfülle und eine tolle Plastizität. Auch die Innenaufnahmen (ca. 90 Prozent des Films) besitzen ein durchweg sehr gutes Schärfeniveau. Ferner begeistert der filmisch anmutende Cinemascope-Transfer…

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Die Geheimorganisation Divi­­sion jagt auf der ganzen Welt Menschen mit übernatürlichen Kräften. Auch Tele­kinet Nick (Chris Evans) und die dreizehnjährige Hellseherin Cassie (Dakota Fanning) stehen auf der Fahndungsliste. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen ihre Widersacher auf. Coole Hochgeschwindigkeitshatz im Stil von "Jumper". Bild: Trotz eines ‚gritty Looks‘ und des überzogenen Kontrasts ist der von kühlen Farbtönen geprägte Transfer meist rattenscharf und zeigt viele Details. Die telepathischen Visionen fallen optisch aus der Rolle (u.a. starke Farbfilter). Ton: Die mit coolen Surroundeffekten untermalten telekinetischen Kräfte verteilen sich präzise auf alle Boxen und Zukunftsvisionen werden stets von räumlichen Echos begleitet. …

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Passend zum Kinostart des Remakes im Dezember erscheint Alan Parkers 30 Jahre alter und mit zwei Oscars prämierter Musical-Klassiker über angehende Künstler erstmals auf Blu-ray. Bild: Angesichts des Alters überrascht die Rausch- und Defektfreiheit positiv. Jedoch schwanken Schärfe und Detailzeichnung stark, auch aufgrund der teils ungünstigen Ausleuchtungen (Gegenlichtaufnahmen, diffuse Lichtquellen). Dicke drei Punkte. Ton: Der englische 5.1-Mix klingt weiträumiger und dynamischer als die deutsche ProLogic-Spur. Vor allem wird die Stereofront feiner aufgelöst (u.a. orchestrales Finale). Ferner spiegeln die Synchron-Dialoge räumliche Veränderungen oftmals nicht korrekt wider (u.a. Kirchenszene, 89:55). Extras: Regiekommentar, "Jahrgangs-Special" (11:54), "Fame Excursion" (10:57), Interviews (21:24), Trailer. Die…

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Auf Motivsuche verschlägt es Fotograf Marc ins bayerische Hinter­kaifeck. Schon bald bringen ihn nächtliche Albträume auf die Spur eines furchtbaren Verbrechens, über das im Dorf seit 80 Jahren der Mantel des Schweigens gehüllt wird. Morbider Horror made in Germany. Bild: Entsättigte Farben und diesige, nebelverhangene Außenaufnahmen verleihen der winterlichen Dorfszenerie ein trostloses Antlitz. Trotzdem liegen Schärfe, Detailzeichnung und Plastizität meist auf hohem Niveau. Knappe fünf Punkte. Ton: Während den zahlreichen Szenen im Wald schallen Vogelrufe aus den Rears oder Äste knacken hinter dem Zuschauer. Dazu gesellt sich in bedrohlichen Szenen räumlich-gruseliges Keuchen und hallende Geisterstimmen. Extras: Interviews (24:58),…

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