Um die anstehende Hochzeit zu bezahlen und seinem zukünftigen Schwiegervater aus finanziellen Schwierigkeiten zu helfen, beschließt Ben (Joe Hursley) als Striptease-Tänzer Geld zu verdienen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Peinlichkeiten wird schnell klar, dass er ein bisher verborgenes Talent hat. Kurzweilige Sexkomödie von "Wayne’s World"-Regisseurin Penelope Spheeris mit prominenten Nebendarstellern (Mimi Rogers, Christopher McDonald). Bild: Die vielen Stripauftritte sind scharf, bunt und kontrastreich. Anderen Szenen fehlt es hingegen an Detailzeichnung und Tiefenwirkung. Ein feines Dauergrießeln stört kaum. Ton: Die Effektkulisse klingt in Deutsch zwar teilweise prägnanter als im Original (Autofahrt bei 8:53), echter Raumklang will sich aber nicht einstellen. Noch drei…
Autor: Andreas Oswald
Anwalt Mike Weiss (Chris Evans) vertritt eine HIV-positive Krankenschwester, die sich an einer kontaminierten Spritze infiziert hat. Bei seinen Ermittlungen kommt er illegalen Machenschaften der Pharmaindustrie auf die Spur. Der "Captain America"-Mime zeigt in diesem packenden, auf einer wahren Geschichte basierenden Justizdrama, was er wirklich draufhat. Ein starkes Stück Independent-Kino. Bild: Bei gut ausgeleuchteten Szenen verfügt der rausch- und defektarme Transfer über viele Details und hohe Tiefenwirkung (Gerichtssaal bei 35:35 oder Skyline bei 94:46). Selbst düstere Innenaufnahmen sind stets ausreichend scharf. Ton: Dialoge sind zwar gut verständlich, doch fällt die Effektkulisse meist im Center zusammen. Auch die Musik sorgt nur…
Ein schweigsamer Martial-Arts-Mönch (Hongkong-Star Chow Yun-Fat) und ein großmäuliger Taschendieb (Seann William Scott) versuchen eine geheimnisvolle Schriftrolle, die den Schlüssel zu unbegrenzter Macht enthält, vor Alt-Nazis zu schützen. Nette Actionkomödie mit coolem Cast. Bild: Die Auswirkungen elektronischer Filter, eine eingeschränkte Detailauflösung sowie eine geringe Plastizität lassen das Bild wie eine hochskalierte DVD aussehen, obwohl der subjektive Schärfeeindruck gut ist. Auch der Schwarzwert gibt Anlass zur Klage (Schwarz sieht wie Dunkelgrau aus). Ton: Musik wie Effekte nutzen die Rears intensiv, mit aktuellen Produktionen kann der 5.1-Mix aber nicht konkurrieren. Extras: Audiokommentar, "Hinter den Kulissen Featurettes" (41:58), entfallene Szenen (11:38), alternatives Ende…
Eine Nobelhure (Paz Vega) mit brisantem Wissen und die sie beschützenden Privatdetektive (Scott Mechlowitz, Alphonso McAuley) sind auf einer atemlosen Flucht vor der montenegrinischen Mafia, einem korrupten US-Senator und sadistischen Auftragskillern. Mit oft dämlichen Dialogen und viel Blutvergießen auf Hip getrimmter Eurothriller vor ungewöhnlicher Kulisse. Bild: Abhängig von der Szenenausleuchtung bietet der rausch- und defektarme Cineamscope-Transfer ein ordentliches bis gutes Schärfe-/Detailniveau. Gelegentlich rauscht’s. Ton: Nach verhaltenem Beginn rumst es beim explosiven Showdown ordentlich, aber nie so detailreich und räumlich wie bei Big-Budget-Produktionen. Extras: Audiokommentar, "Hinter den Kulissen" (15:31), entfallene Szenen (14:31), Trailer. Die Wertung Film 3 von 6 Punkten…
Das werbelastige Making-of anzuschauen kommt einer Zeitverschwendung gleich. Wer es trotzdem sehen will, sollte dies unbedingt nach dem Film tun. Denn es verrät den finalen Plot-Twist, der leider auch das inhaltliche Highlight des vierten "Final-Destination"-Aufgusses darstellt. Den Rest des Konzepts rührten die Macher nicht an: Einmal dem Tod entwischt, macht er Jagd auf die Überlebenden, bis der letzte auf grausige Art verunglückt. Diesmal überleben acht Arbeitskollegen einen Brückeneinsturz dank der Vorahnung von Mitarbeiter Sam (Nicholas D’Agosto). Zumindest die Schauwerte gefallen, auch weil man wie beim Vorgänger in nativem 3D drehte. Wenn sich bei 17:18 Eisenstangen durch den Schädel eines Opfers…
Als Studiocanal (ehemals Kinowelt) die "Scream"-Trilogie 2009 auf Blu-ray veröffentlichte (Test in audiovision 11-2009), waren Horrorfans nicht sonderlich angetan. Denn die Box hatte mit Defiziten zu kämpfen: 1. Da "Scream" damals noch auf dem Index stand, war die ungeschnittene Fassung nur schwer zu bekommen und obendrein recht teuer. 2. Selbst bei der Uncut-Fassung handelte es sich nur um den Kinocut und nicht um den längeren Director’s Cut, den Studiocanal auf DVD anbietet. 3. "Scream 2" hatte das falsche Bildformat (1,78:1 statt 2,35:1). 4. Die Bildqualität aller Teile war für HD-Verhältnisse bescheiden. Die jetzt neu veröffentlichte Box, gut zu erkennen an…
Der Kreis schließt sich. Im Beitrag "Der Traum hinter Super 8" erfährt man, dass Regisseur J.J. Abrams vor 15 Jahren die alten Super-8-Filme von Steven Spielberg restaurierte. Jetzt inszeniert der "Lost"-Schöpfer einen Film namens Super 8, den niemand Geringeres als Steven Spielberg produziert. Doch Spielberg gab nicht nur das Geld, sondern stand auch inszenatorisch mit Rat und Tat zur Seite, was die optischen und inhaltlichen Anleihen bei "E.T." erklärt. So gelang zwei der kreativsten Köpfe Hollywoods der beste Blockbuster des letzten Jahres. Eine US-Kleinstadt Ende der Siebziger. Als sechs Freunde einen Super-8-Film drehen, werden sie Zeugen eines Zugunglücks – und…
Als die Erde von Außerirdischen attackiert wird, bleibt dem US-Militär nur eine Möglichkeit, um die Welt zu retten. Es lässt seit Jahrzehnten weggesperrte Monster frei, damit diese die ungebetenen Gäste durch ihr bizarres Auftreten vertreiben. Zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung schiebt Dreamworks die 3D-Blu-ray hinterher. Die 2D-Disc ist auch dabei. Bild: Ob einem die auf Realismus getrimmte Animation gefällt, ist Geschmacksfrage. Über die Qualität des Digital-Transfers kann man hingegen nicht streiten – sie ist über jeden Zweifel erhaben. 3D-Effekt: Auch der native 3D-Transfer bietet mit seiner glaubhaften Raumabbildung viele Wow-Momente. Tiefenstaffelung und Raumtiefe (17:48) überzeugen ebenso wie die Figurenplastizität. …
Amrita (Petra Schmidt-Schaller) ist Anhängerin der indischen Bhagwan-Bewegung. Im Sommer 1980 zieht sie mit ihren Kindern aus einer Berliner Kommune auf einen bayerischen Bauernhof, um dort ein Therapiezentrum zu eröffnen. Das Aufeinandertreffen der Lebensarten sorgt für viel Reibung mit den Dorfbewohnern. Schön schräge Culture-Clash-Komödie – nicht nur, aber besonders für Bayern. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist meist scharf und detailreich, das Filmkorn stört nicht. Lichter überstrahlen etwas. Ton: Der nicht sonderlich dynamische 5.1-Mix kommt frontlastig daher. Nur Songs sorgen für etwas Räumlichkeit (31:34). Extras: Audiokommentar, Hörfilmfassung, Making-of (16:03), entfallene Szenen (8:05), Outtakes (2:24), "VFX Making-of" (1:37), "Der Sound der Heimat" (43:51),…
Bang Bang Club nannte man vier Kriegsfotografen (u.a. Ryan Phillippe), die mit erschütternden Bildern die finalen Tage des Apartheidregimes in Südafrika festhielten. Regisseur Steven Silver verdichtet in seiner zweiten Regiearbeit ihre wahre Geschichte zu einem fesselnden Actionfilm. Bild: Der von warmen Farbtönen und einem kräftigen Kontrast geprägte Cinemascope-Transfer verfügt über eine hohe Detail- und Kantenschärfe – bei sonnigen Außenaufnahmen wie den eher schlicht ausgeleuchteten Innenaufnahmen. Ton: Die Bürgerkriegsszenen wurden sehr räumlich umgesetzt. Sowohl Menschenmassen als auch Querschläger bei Feuergefechten nutzen die Rears intensiv. Extras: Das Making-of (45:02) ist zwar interessant, die US-Disc verfügt aber zusätzlich über einen Audiokommentar, entfallene Szenen…