Nach erfolgreicher Flucht aus einem afrikanischen Strafgefangenenlager will sich der französische Geheimagent Joss Baumont an seinen einstigen Auftraggebern rächen. Auch wenn Action und Dialoge ("Dann geht’s rums und der Neger ist weg") nicht mehr zeitgemäß erscheinen, darf der Film in keiner Belmondo-Sammlung fehlen. Bild: Dank restaurierter Vorlage wirkt das 1,66:1-Bild (seitliche Balken) frisch und filmisch; die gute Schärfe und Detailzeichnung versprühen HD-Flair – auch Farbe und Kontrast gefallen. Die Bewegungsunschärfen und Nachzieher der DVD-Version sind fast komplett verschwunden. Ton: Ennio Morricones eindringliches "Chi Mai"-Thema ertönt mit solidem Bass, aber leider viel zu dumpf aus dem Centerkanal. Extras: Wie auf der DVD…
Autor: Andreas Oswald
Die südkoreanische SciFi-Anthologie zeigt drei spannende Kurzfilme zum Thema Katastrophen und Weltuntergang. Das Projekt entstand unter Federführung von Regisseur Yim Pil-sung ("Hansel & Gretel") und Koreas Regiegröße Kim Jee-woon, der auch den neuen Schwarzenegger-Streifen "The Last Stand" inszenierte. In "Schöne neue Welt" gerät ein Virus aufgrund mangelhafter Mülltrennung in die menschliche Nahrungskette. Alsbald stolpern Zombies durch die Gegend. Bei "Die himmlische Kreatur" entwickelt ein Roboter ein Selbstbewusstsein und avanciert in einem Kloster zur verehrten Buddha-Figur. Sein Erbauer sieht in der neuen Lebensform eine Bedrohung, die eliminiert werden muss. Im letzten und überaus spaßigen Teil "Happy Birthday" droht eine 10 km…
Eigentlich sollte es der schönste Tag im Leben von Clara (Leticia Dolera) und Koldo (Diego Martín) werden, doch dann stürmen Zombies ihre Hochzeitsfeier. Der dritte Teil des spanischen Untoten-Horrors bietet nur in den ersten 20 Minuten den ‚Found-Footage-Horror‘-Ansatz der Vorgänger. Danach wechselt die Ich-Erzählperspektive mit verwackelter Handkamera-Optik in eine klassische Spielfilminszenierung samt verunglücktem Humor – was Atmosphäre und Spannung kostet. Immerhin kommen Kettensäge und ein Pürierstab explizit zum Einsatz. Uncut mit FSK18-Segen. Bild: Die wackeligen Camcorder-Aufnahmen am Anfang variieren im Bildformat zwischen 1,33:1 und 1,78:1. Mal sind Einstellungen scharf und bunt, mal verrauscht und verwaschen. Mit dem inszenatorischen Stilbruch wechselt…
Unfreiwillig tritt Logistiker Matthias Bleuel (Joachim Król) eine Geschäftsreise ins sibirische Nirgendwo an. Dort kämpft der frisch Geschiedene nicht nur mit der russischen Sprache und Lebensart, er verliebt sich auch in eine Sängerin (Yulya Men). Die esoterisch angehauchte Culture-Clash-Komödie wurde von Joschka Fischers Frau Minu Barati produziert. Bild: Die Joggingszene zu Beginn lässt Feinauflösung vermissen (1:08), danach trumpft der rauschfreie Cinemascope-Transer aber mit vielen Details und hoher Kantenschärfe auf. Ton: Der zurückhaltende 5.1-Sound liefert räumliche und seidige Musik sowie dezente Umgebungsgeräusche. Extras: Featurette (3:51), entfallene Szenen (10:59), "Hinter den Kulissen" (4:09), Outtakes (3:54), Interviews (12:33), VFX Making-of (1:17), Fotogalerie, Kinotrailer.…
Mithilfe von Video- und Tonbandgeräten (siehe Kasten) nimmt Architekt Jonathan Rivers (Michael Keaton) Kontakt zu seiner tödlich verunglückten Frau auf. Doch bald muss er erkennen, dass im Jenseits nicht nur himmlische Wesen existieren. Langatmiger Mystery-Thriller im Stil von "Ring" oder "The Grudge". Bild: Weitgehend frei von Rauschen und Dropouts präsentiert sich der Transfer meist scharf und detailreich. Das Zeilenflimmern und die Aliasing-Effekte der DVD sind verschwunden. Ton: Während der übernatürlichen Kontaktaufnahmen umgibt den Zuschauer ein 360 Grad Klangfeld der Sonderklasse. Auch der Subwoofer unterstützt den ein oder anderen Schockmoment. Extras: Das Bonusmaterial der DVD (u.a. Audiokommentar, entfallene Szenen) wurde ersatzlos…
Drei verschrobene Typen (Steve Martin, Jack Black, Owen Wilson) treten bei einem Vogelbeobachter-Wettstreit gegeneinander an – dabei kommt es zu etlichen Turbulenzen. Angesichts der Top-Besetzung ist die kommerziell gefloppte (13.650 Kinobesucher) Komödie unfassbar unlustig. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist überwiegend scharf und bunt mit guter Tiefenwirkung, rauscht aber hin und wieder etwas stark. In dunklen Bildbereichen werden gelegentlich Details verschluckt und in feinen Strukturen (u.a. Kleidung) treten ab und an Aliasing-Effekte auf. Ton: Wenn die Protagonisten die Natur beobachten, melden sich die Surroundkanäle dezent zu Wort, meist geben aber die Frontlaustprecher den Ton an. Extras: Entfallene Szenen (17:31), "Spaß am Set"…
New Mexico 1878: Nachdem ihr Arbeitgeber ermordet wird, sinnen sechs Cowboys unter Führung von Billy the Kid (Emilio Estevez) auf Rache. Schnell werden die schießwütigen Draufgänger landesweit gesucht. Mit angesagten Jungstars gespickter Neo-Western für die MTV-Generation. Bild: Der von erdigen Farbtönen dominierte Transfer ist für HD-Verhältnisse leider zu unscharf und detailarm. Selbst bei sonnigen Außenaufnahmen wirken, wenn überhaupt, nur Gesichter halbwegs scharf. HD-Feeling: Fehlanzeige. Ton: Bei den Schießereien verirrt sich ab und an ein Querschläger in die Surroundkanäle, doch meist geben die Front-boxen den Ton an. Auch hätten wir uns mehr Bass bei Effekten und der Musik gewünscht; für einen…
Der verantwortungslose College-Student Noah (Jonah Hill) passt gerade auf die drei Nachbarskinder auf, als er einen verführerischen Anruf von seiner Freundin erhält. Doch vor dem heißen Date muss Noah ein urbanes Abenteuer überstehen, das es in sich hat. Nicht halb so lustig wie der inhaltlich ähnliche "Ananas Express"; die Blu-ray enthält die Kinofassung und die sechs Minuten längere Extended Edition. Bild: Für einen neuen Film enttäuscht das geringe Schärfeniveau, vor allem Gesichtskonturen zeichnen sich oft nur schwach ab (1:20). Auch das Filmkorn wirkt meist zermatscht. Ton: Der bis auf wenige Ausnahmen frontlastige 5.1-Mix überrascht mit einigen netten Basseinlagen. Extras: Entfallene…
In einem 24-Stunden-Lagerhaus (daher der Titel) möchten ein paar Jugendliche ihr überflüssiges Zeug verstauen. Doch als plötzlich der Strom ausfällt, stellen sie fest, dass etwas Tödliches durch die Korridore kreucht und fleucht. Klassischer Monster-Horror der gehobenen B-Klasse. Bild: Das Lagerhaus ist gut ausgeleuchtet, was ein hohes Schärfeniveau zur Folge hat. Nachteil: Man sieht, wenn die Protagonisten vor einem Greenscreen herumlaufen (16:23). Ton: Der dynamische 5.1-Mix unterstreicht mit ordentlichem Surround-Anteil die klaustrophobische Stimmung, in Bezug auf Direktionalität und Bass wäre aber mehr dringewesen. Extras: Audiokommentar, Szenenkommentare, "Kreaturenentwicklung" (22:38), "Kostümentwurf" (8:15), "Sound-Design" (6:18), "Der Lagerraum" (8:04), "Blogs" (10:27), "Ein Tag im Leben"…
"Es gibt eine ganze Generation, die 2002 noch nicht geboren war, als der erste Spider-Man-Film rauskam. Für diese Zuschauergruppe ist das eine neue Erfahrung." So lautet eine der Begründungen von Produzentin Laura Ziskin, warum man zehn Jahre nach der Sam-Raimi-Version die gleiche Geschichte erneut auf die Leinwand gebracht hat. Besagte Zuschauergruppe wären dann die 1- bis 10-Jährigen. Das 230 Millionen Dollar teure "Spider-Man"-Reboot kommt jedoch deutlich erwachsener und dunkler daher als Sam Raimis Version. Die Story dürfte hingegen nicht nur eingefleischten Comic-Fans vertraut vorkommen. Bekannte Story Nachdem seine Eltern spurlos aus seinem Leben verschwinden, wächst der kleine Peter Parker bei…