Autor: Christoph Steinecke

Nach drei Jahren Pause fand in Chicago zum dritten Mal Eric Claptons Festival der Gitarrenmusik statt. Und erneut hatte "Slowhand" ein hochkarätiges Line-up versammelt, das während des elfstündigen Benefiz-Gigs tolle Auftritte hinlegte. Zu den Künstlern gehörten u.a. ZZ Top, Sheryl Crow, John Mayer, Buddy Guy uns Steve Winwood. Der 5.1-Mix erzeugt dank kräftigem Rear-Hall einen einhüllenden Sound, Vocals verteilen sich über die gesamte Front. Das Bild ist rattenscharf und plastisch. Keine Extras. Die Wertung Musik 5 von 6 Punkten Bildqualität 6 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen Daten…

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Für seine 35. Regiearbeit inszenierte Hollywood-Legende Clint Eastwood ein gelungenes Biopic über J. Edgar Hoover (nominiert für den Golden Globe: Leonardo DiCaprio), den Gründer und ersten Direktor der US-amerikanischen Bundespolizei FBI. Bild: Was man sieht, ist scharf und detailreich. Da Eastwood mit harten Kontrasten arbeitet, gehen in den vielen Schattenbereichen allerhand Details unter. Die monochromatische Farbpalette lässt den Film zuweilen fast wie eine Schwarz-Weiß-Produktion wirken. Dicke vier Punkte. Ton: Der 5.1-Mix kann sein volles Klangpotenzial nur in einer Hand voll Szenen (u.a. Bombenexplosion zu Beginn) voll ausspielen. Der englische HD-Track löst die Geschehnisse feiner auf als die deutsche Dolby-Digital-Spur. Extras:…

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Nachdem US-Aufklärungsflugzeuge Truppenbewegungen auf Kuba fotografieren, werden Rufe nach einer Invasion der Insel laut. Doch Präsident Kennedy und sein Berater (Kevin Costner) scheuen vor der Maßnahme zurück.Tolle Verfilmung der 13 Tage andauernden Kubakrise von 1962. Bild: Die entsättigten und braun-gräulichen Farben sind Stilmittel, um die 60er-Jahre zu visualisieren. Die eingeschränkte Tiefenwirkung und mäßige Detailzeichnung sind hingegen der Tatsache geschuldet, dass Studiocanal auf den gut zehn Jahre alten US-Transfer von New Line zurückgegriffen hat. Ton: Die Musik vermittelt ein sehr räumliches Klangbild, Surroundeffekte kann man aber an einer Hand abzählen. Extras: Zwei Audiokommentare, Making-of (10:37), "Roots of the Cuban Missile Crisis"…

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Charly Mattei (Jean Reno) wird am hellichten Tag von 22 Kugeln durchsiebt und dem Tod überlassen. Doch der ehemalige Mafia-Pate überlebt den Anschlag seiner ehemaligen Bandenchefs und schwört Rache. Kurzweiliger Actionthriller aus Luc Bessons Krachbum-Schmiede EuropaCorp. Bild: Der von Grün- und Brauntönen geprägte Cinema­scope-Transfer ist meist scharf und detailreich, die teils starke Körnung mindert aber zuweilen den plastischen Bildeindruck. Ton: Der 5.1-Mix bietet eine hervorragende Differenzierung und hohe Direktionalität, die Musik klingt kräftig, Stimmen bleiben stets klar verständlich. Etwas wuchtiger hätte es aber sein können. Wie beim Bild gibt es dafür dicke vier Punkte. Extras: Die Blu-ray birgt ein Making-of…

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Fahrlässig verursacht Studentin Rhoda (Brit Marling) einen Autounfall, der Frau und Kind von Komponist John das Leben kostet. Zur selben Zeit taucht am Himmel ein Abbild der Erde auf; eine Parallelwelt, wie Wissenschaftler vermuten. Nach vier Jahren Haft sucht Rhoda um Vergebung bei John – erfolglos. Vielleicht birgt die Flucht zur zweiten Erde die ersehnte Erlösung? Das minimalistische Drama mit SciFi-Twist fesselt dank interessantem Konzept und elegischer Atmosphäre. Bild: "Another Earth" wurde mit kleinem Budget auf einem Sony-Digitalcamcorder gedreht (siehe Kasten), entsprechend bescheiden sieht der 1080/24p Transfer aus. Das Bild vermisst Schärfe, Details und Klarheit, Rauschen variiert je nach Lichtverhältnissen…

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Im Auftrag Gottes führt Moses (Charlton Heston) das jüdische Volk aus der Knechtschaft Ägyptens. Das vierstündige Bibel-Epos (geht über zwei Blu-rays) von Regiemeister Cecil B. DeMille wurde für sieben Oscars nominiert, gewann jedoch nur für die damals revolutionären Spezialeffekte. Bild: Dank toller Restaurierung erstrahlt der Cinemascope-Transfer ohne Verschmutzungen und mit satten Farben, ausgewogenem Kontrast sowie kräftigem Schwarz. Schärfe und Details sind gut, erreichen aber keine Top-Werte. Dezentes Rauschen wurde per Filter verschlimmbessert, Trickaufnahmen fallen qualitativ ab (47:30). Ton: Der deutsche Sound tönt nur in Mono, der englische HD-5.1-Mix gefällt dagegen mit detailreichem, luftigem Score. Extras: Das umfangreiche Bonusmaterial (u.a. Audiokommentar)…

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Als eine Monsterwelle den Ozeanriesen Poseidon überrollt, dreht sich das Passagierschiff um 180 Grad, so dass die Oberseite unter Wasser steht. Hochspannender, aufwändig prodzierter Katastrophenfilmklassiker mit Starbesetzung (u. a. Gene Hackman). Bild: Der Cinemascope-Transfer sieht meist weich und detailarm aus. Grobe Verschmutzungen fielen nicht auf, häufig rauscht es aber stark (8:54). Ton: Der deutsche Mono-Ton klingt unspektakulär und recht spitz. Der englische 4.0-Mix spielt dagegen mit räumlichem Score, aber dumpfen Effekten. Extras: Alle Boni wurden von der 2006 erschienenen Doppel-DVD portiert, darunter fallen: zwei Audiokommentare, "Hollywood Backstories: Poseidon Inferno" (25:09), sieben Featurettes (54:27), "Gespräch mit Ronald Neame" (8:51), Fotogalerien, Storyboard-Vergleich…

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Scheinbar grundlos fährt der Teufel in die 15-jährige Emma. Fortan treibt den rebellischen Teenager der Zwang, ihren Mitmenschen Gewalt anzutun. Ratlos sucht die Familie Hilfe bei einem verwandten Priester. Der von den "Rec"-Machern produzierte Horrorstreifen bietet leider nur ausgelutschte Exorzismus-Klischees und kaum Spannung. Bild: Trotz Wackelkamera-Einsatz sind die rauschfreien Cine­mascope-Bilder stets scharf und detailliert. Farben wurden leicht sepia gefiltert. Der Kontrast ist etwas überzogen und sattes Schwarz verschluckt feine Graustufen. Ton: Der agile DTS-HD-5.1-Sound geizt nicht mit präzisen Geräuschen und Effekten. Der Score spielt räumlich und fein aufgelöst. Bass und Dynamikumfang könnten bei Schock­effekten aber kräftiger sein. Dicke 4 Punkte.…

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Das Original dieses Remakes hieß bei uns "Die rabenschwarze Nacht". Leider lässt sich das 3D-Bild dieser Blu-ray genauso beschreiben: rabenschwarz. Denn die 2011er-Version ist ohnehin extrem düster – und dann kommt der technik­bedingte 3D-Helligkeitsverlust hinzu. So versumpfen bereits im Halbdunkel etliche Details im Schwarz, hin und wieder sieht man kaum etwas wie bei einer nächtlichen Autofverfolgung (58:30). Die zehn Euro Aufpreis, die Disney für die 3D-Blu-ray verlangt, kann man sich getrost sparen. Kaum besser als die 3D-Vorstellung ist die Story der Horrorkomödie, der es an neuen Ideen und bissigem Humor fehlt. Schüler Charlie (Anton Yelchin) lebt glücklich bei seiner alleinerziehenden…

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"Je gewagter die Idee ist, desto größer die Chance auf eine Pleite statt einen Erfolg", sinniert Produzent Steven Spielberg im Bonus­material. Besagte Pleite trat prompt ein, denn mit 175 Millionen Dollar spielte "Cowboys & Aliens" kaum mehr als seine Produktionskosten von 163 Millionen Dollar ein. Mitschuld daran trägt die von der Grundidee interessante, aber zu langatmig umgesetzte Story. Zu allem Überfluss enthält die Blu-ray ausschließlich den 16 Minuten längeren Director’s Cut. Die Kinofassung findet sich aus unerklärlichen Gründen nur auf der DVD des Doppel-Disc-Sets. Die Geschichte ist trotz 135 Minuten Spielzeit schnell resümiert: Ohne Gedächtnis erwacht der Bandit Jake Lonergan…

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