Torrero-Tochter Carmen (Macarena García) wird von ihrer despotischen Stiefmutter (Maribel Verdú) gegängelt. Das spanische Kinomärchen verlegt den „Schneewittchen“-Stoff in die Stierkampfarena und bedient sich dabei der Ästhetik des S/W-Stummfilms der 1920er. Tipp für Arthaus-Cineasten. Bild: Mit körnigem 16mm-Film und künstlich erzeugten Helligkeitsschwankungen imitiert das zu den Rändern hin abgedunkelte 1,33:1-Schwarz-Weiß-Bild alte Stummfilme. Schärfe und Details sind trotzdem gut, der Kontrast bringt die eindrucksvolle Lichtdramaturgie mit Top-Graustufen auf den Schirm. Ton: Auch ohne Dialoge und Geräusche erweckt der dynamische, räumliche Score alle Boxen zum Leben. Extras: Making-of (28:55), Filmvorstellung (1:46), erster Drehtag (5:22), Filmpremiere (4:33). Die Wertung Film 5…
Autor: Christoph Steinecke
Vampir-Prinzessin Lissa (Lucy Dry) und ihr Halbvampir-Bodyguard Rose (Zoey Deutch) müssen sich gegen Monster und schmachtende Liebesanwärter behaupten. Die an „Twilight“-Fans gerichtete Teen-Horrorkomödie samt ironischer Untertöne basiert auf der gleichnamigen Romanreihe von Bestsellerautorin Richelle Mead. Bild: Neben der Rauschfreiheit sorgen ausgezeichnete Schärfe und Feinzeichnung sowie die kräftigen Farben bei sattem Schwarz für plastische HD-Bilder. Ton: Wuchtige Effekte mit guter Bassunterstützung und ein weiträumig wie dynamisch spielender Score untermalen das fröhliche Vampir-Treiben bestens. Extras: Interviews (52:15), B-Roll (6:23), entfallene Szenen (4:16) „Im Gespräch mit Buchautorin Richelle Mead“ (2:50), alternativer Anfang (1:20), Trailer. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität…
Der leidenschaftliche Amateurfilmer Hans Pospiech (Gerhard Polt) dreht ein Werk über Adolf Hitlers Privatleben – und stellt dabei die Welt seines bayerischen Provinzdorfs auf den Kopf. Witzige wie hintersinnige Satire mit einem Polt in Hochform. Bild: Der Cinemascope-Transfer versprüht dank ausgezeichneter Schärfe und Detailzeichnung viel plastisches HD-Feeling. Farben tendieren ins orange. Gelegentlich leichtes Rauschen stört nicht weiter. Ton: Für eine Komödie untypisch beschallt der 5.1-Mix auch die Rears mit agilen, teils druckvollen Geräuschen (Flugzeuge, Dorflärm). Der volksmusikalische Score spielt ebenso räumlich und klar. Extras: Making-of (43:23), entfallene Szenen (6:41), „Pospiechs-Videoblogs“ (6:29), TV-Auftritt von Polt (13:42), Fotogalerie, Hörfilmfassung, Trailer. Die Wertung …
Der stilprägende Klassiker des Deutschen Stummfilm-Expressionismus erfuhr für seine Blu-ray-Premiere eine aufwändige 4K-Restaurierung. Bild: Schäden am Kamera-Negativ wurden bestmöglich beseitigt, fehlende Einstellungen mit Material aus Kinokopien ergänzt. Die eingefärbten Schwarz-Weiß-Bilder (Viragierung) überraschen mit ruhigem Stand und geringem Helligkeitsflackern. Nahaufnahmen zeigen Details, ab der Halbtotalen wird es aber weich. Besser sah „Dr. Caligari“ nie aus, verglichen mit modernen Filmen reicht es aber nur für 2 Punkte. Ton: Die Musik im 2.0-Mix verteilt sich klar und dynamisch über die Front. Bei aktivierter ProLogic-Schaltung werden die Rears dezent einbezogen. Extras: „Caligari“-Doku (50:42), Restaurierungs-Making-of (4:12) und Beispiele (4:23), Booklet. Die Wertung Film 6…
David Wozniak (Vince Vaughn) führt ein eher schlichtes Leben. Doch als der liebenswerte Lkw-Fahrer herausfindet, dass er aufgrund von Samenspenden der biologische Vater von 533 Kindern ist, ändert sich alles. Nettes US-Remake der frankokanadischen Komödie „Starbuck“ Bild: Der Cinemascope-Transfer verfügt zwar über eine gute Detail- und Kantenschärfe, großes HD-Feeling kommt aufgrund der eingeschränkten Plastizität aber nicht auf. Auch passt die oft leicht grünliche Farbgebung nicht recht zum Romantik-Genre. Ton: Man bekommt einen klanglich einwandfreien, aber unspektakulären 5.1-Comedy-Mix aufgetischt. Extras: „Familie“ (15:43), „Vince Vaughn: ganz spontan“ (4:34), verpatzte und entfallene Szenen (5:12), Trailer. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten…
Friedrich Wilhelm Murnaus wegweisender Horror-Stummfilmklassiker wurde bereits 2006 restauriert und erscheint zeitgleich mit „Dr. Caligari“ erstmals hochauflösend. Bild: Im Vergleich zu „Caligari“ offerieren die ebenfalls farbgetönten Bilder mehr Schärfe und Feinzeichnung, dafür war das Master stärker beschädigt: Laufschrammen, Verschmutzungen und ein unruhigerer Bildstand stören öfter. Tiefes Schwarz fehlt, die Graustufenzeichnung ist aber top. Ton: Die Rekonstruktion der originalen Filmmusik klingt im 5.1-HD-Mix räumlich, klar, dynamisch und fesselt genauso wie die grandiosen Bilder. Extras: „Die Sprache der Schatten“ (52:37), 8mm-Fassung von Nosferatu (27:50), Werbematerialien (PDF-Datei im BD-ROM-Teil), 20-seitiges Booklet. Die Wertung Film 6 von 6 Punkten Bildqualität 2 von 6…
Teenager Evan (Harrison Gilbertson) zieht mit seiner Familie in ein angebliches Spukhaus. Eine Séance mit einem Radio, das Stimmen aus dem Jenseits empfängt, erweist sich bald als fataler Fehler. Wenig origineller Haus-Grusel, der zumindest mit guten Darstellern und Düsterstimmung aufwartet. Bild: Der oft mit einem Blaufilter behandelte 2,35:1-Transfer sieht selbst in dunklen Szenen rauschfrei, scharf und detailreich aus. Das Bild ist meist etwas zu dunkel und Schwarz erreicht nicht die Tiefe der Cinemascope-Balken. Ton: Der Grusel-Score spielt einlullend räumlich, auch Effekte verteilen sich präzise auf den Boxen. Schockmomenten fehlt es allerdings an druckvollen Bässen und explosiver Dynamik. Extras: Trailer. Die…
Nahe der Loreley am Rhein-Ufer killt ein Monster Menschen. Jäger Sigurd (Tony Kendall) soll ein Mädchen-Pensionat beschützen und stößt dabei auf den Mythos der Loreley-Nymphe. Toll fotografierter Horror von „Reitenden Leichen“-Regisseur Amando de Ossorio, der aus heutiger Sicht allerdings nur mit einem hohem Trash-Faktor aufzutrumpfen vermag. Bild: Ein starker Rauschfilter sorgt für ein digital anmutendes und detailarmes Bild; nur Nahaufnahmen sehen ordentlich scharf aus. Positiv gefallen der geringe Verschmutzungsgrad und die satten Farben. Ton: Der deutsche Stereo-Upmix klingt flach, blechern und unnatürlich. Zudem schwingt bei Dialogen ein hässlicher, digital gurgelnder Unterton mit; Gleiches gilt für den spanischen Originalton. Extras: Fotogalerie,…
Nach dem Tod seiner Frau zieht Phil Broker (Jason Statham) samt Tochter in eine Kleinstadt, um seine Arbeit als Drogencop hinter sich zu lassen. Doch schnell wird der schlagkräftige Ex-Marine von seiner Vergangenheit eingeholt. Geradliniger Actionthriller für Statham-Fans. Bild: Die farbgefilterte Hochglanzoptik bietet vor allem bei sonnigen Außenaufnahmen eine hervorragende Detailzeichnung und hohe Tiefenwirkung. Selbst die meist mau ausgeleuchteten Innenaufnahmen von Brokers Haus sind ausreichend scharf. Ton: Der explosive Auftakt und der bleihaltige Showdown halten die Heimkino-Anlage mit vielen Effekten und hoher Dynamik auf Trab. Extras: „Standoff“ (2:37), „Gator“ (1:30), entfallene Szenen (8:29), Trailer. Die Wertung Film 4 von…
Im Japan des 18. Jahrhunderts rächen 47 herrenlose Samurai den Tod ihres Fürsten. Darunter befindet sich auch Findling Kai (Keanu Reeves), der zur Schlüsselfigur im Kampf gegen den verfeindeten Provinzherr avanciert. Das visuell eindrucksvolle wie actionreiche Fantasy-Abenteuer entstand in Ungarn und England, kann aber mit bekannten Japan-Stars wie Hiroyuki Sanada, Tadanobu Asano und Rinko Kikuchi aufwarten. Die deutsche Disc birgt die internationale Schnittfassung, die japanische Blu-ray enthält eine spezielle Version mit alternativ gedrehtem Material in japanischer Sprache. Bild 2D: Der Cinemascope-Transfer zeigt meist eine gute Schärfe, vielen Einstellungen fehlt es aber an Feinzeichnung. Der Kontrast bietet viele Graustufen, lässt aber…