"Zumindest geht es mir nicht wie Rob", sagt Nebendarstellerin Rachelle Lefevre im Making-of der "Twilight"-Fortsetzung "New Moon" und meint die Hysterie um Hauptdarsteller Robert Pattinson. Der 24-jährige Brite wird sicher auch nach dem blutleeren und schwülstigen Sequel der Vampir-Seifenoper weiter ein Teenie-Schwarm bleiben, und das obwohl sich das Objekt der Begierde im zweiten Teil rar macht. Der Grund: Zu Filmbeginn beendet Vampir Edward die Beziehung zu Bella (Kristen Stewart) und bricht ihr damit das Herz. Als romantischer Retter erweist sich Indianerjunge Jacob, der Bella aus ihrer Depression befreit. Doch auch Jacob hat ein dunkles Geheimnis. Auswirkungen auf das Einspielergebnis hatte…
Autor: Christoph Ebert
In wunderschönen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt "Das weisse Band" vom Leben in einem norddeutschen Dorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der von strengem Protestantismus geprägte Alltag wird durch verstörende Ereignisse erschüttert, die beim Zuschauer einen undefinierbaren Schrecken hervorrufen. Das hypnotisierend ruhige Psychogramm erhielt den Golden Globe und die Goldene Palme von Cannes sowie eine Nominierung für den Fremdsprachen-Oscar. Bildqualität: Der schwarz-weiße 1,78:1-Transfer trägt der oscarnominierten Kameraführung von Christian Berger mit toller Schärfe und hoher Plastizität Rechnung. Außen- und Landschaftsaufnahmen verfügen über eine große Detailfülle. Bei Szenen in dunklen Stuben, oft nur mit Gegenlicht beleuchtet, fehlt es hingegen an Durchzeichnung. Tonqualität:…
Nach "Schneewittchen", "Pinocchio" und "Fantasia" brachte Disney als vierten abendfüllenden Spielfilm 1941 "Dumbo" ins Kino. Erzählt wird die Geschichte eines Zirkuselefanten, der wegen seiner überdimensionierten Ohren nur Spott und Häme erntet – jedoch nur solange, bis das knuddelige Rüsseltier dank seiner buchstäblichen Segelohren als erster fliegender Elefant der Welt berühmt wird. Keine Frage, "Dumbo" ist eine der rührendsten Disney-Produktionen aller Zeiten. In puncto Berühmtheit stand der Elefant jedoch immer im Schatten von Rehkitz "Bambi", das nur ein Jahr später dank aufwändiger, realitätsnaher Illustrationen das Publikum verzauberte. Dass der vergleichsweise einfache, karikaturenhafte Zeichenstil von "Dumbo" vor allem wirtschaftliche Gründe hatte, thematisieren…
Alien-Film mal anders: Statt über eine US-Metropole herzufallen, landen in "District 9" die Außerirdischen im südafrikanischen Johannesburg. Und statt die Weltherrschaft anzustreben, vegetieren sie in einer Wellblechsiedlung vor sich hin. Ergänzt wird dieses ungewöhnliche SciFi-Setting durch eine originelle Inszenierung: Viele Handkameraaufnahmen verleihen dem Regiedebüt von Neill Blomkamp im Zusammenspiel mit beißender Sozialkritik ein packendes Doku-Flair. Publikum wie Kritiker waren begeistert: "District 9" spielte 210 Millionen Dollar ein – das Siebenfache seiner Produktionskosten – und wurde für den Oscar als bester Film nominiert. Die Story: Eine Privatfirma soll 1,8 Millionen Außerirdische aus einem Johannesburger Slumbezirk in ein neues Lager umsiedeln. Dabei…
Wussten Sie, dass der Walchensee 75 Kilometer südlich von München mehrmals von Wikingern heimgesucht wurde? 1958 drehte Kirk Douglas hier "Die Wikinger", 1959 diente die Alpensee-Kulisse als Set für die Fernsehserie "The Tales of the Vikings". Dies und mehr erfährt man in den Extras von "Wickie und die starken Männer". Die vergnügliche Realverfilmung der gleichnamigen Zeichentrickserie aus den Siebzigern entstand unter der Regie von Michael "Bully" Herbig ebenfalls an besagtem Fjord-Double und lockte fast fünf Millionen Zuschauer ins Kino. In dem aufwändig inszenierten Abenteuerspektakel rettet Wikingerjunge Wickie mithilfe von Vater Halvar und dessen Plündererkollegen die Kinder seines Dorfes aus den…
Eigentlich wollte Familie Pearson (u.a. "High School Musical"-Star Ashley Tidsale) nur einen ruhigen Wochenendurlaub am See verbringen. Doch auf dem Dachboden des idyllischen Ferienanwesens hausen streitsüchtige Außerirdische. Leidlich unterhaltsame Familienkomödie mit mittelmäßigen CGI-Aliens. Lieber nochmal "Gremlins" schauen. Bildqualität: Die knalligen Farben (vom gelben Sportauto bis zum roten Poloshirt) und der kräftige Kontrast lassen das Bild stets schön knackig, wenn auch nicht immer natürlich wirken. Da Fox löblicherweise auf einen Rauschfiltereinsatz verzichtet hat, sind auch die Detail- und Kantenschärfe gut bis sehr gut. Hautunreinheiten im Gesicht von Frau Tisdale lassen sich so problemlos ausmachen (35:17, 47:20). Negativ schlagen eine nicht…
Die an Originalschauplätzen gedrehte Verfilmung des Romans von Giles Foden handelt von einem jungen Schotten (James McAvoy), der in Uganda durch Zufall vom Provinzdoktor zum Leibarzt des Diktators Idi Amin (oscarprämiert: Forest Whitaker) aufsteigt. Bildqualität: Während der vielen Close-ups ist das Schärfeniveau gut bis sehr gut. Bereits in der Halbtotalen geht jedoch – wie auf der DVD (audiovision 9-2007) – die Detailauflösung in die Knie. Der Grund: Der Film wurde nicht auf 35mm, sondern auf 16mm gedreht. Der Doku-Look, den viele Szenen dadurch erhalten, war vom Regisseur beabsichtigt. Das vermatschte Rauschen der DVD sieht auf Blu-ray stets nach Filmkorn…
Mit ihrem sensationellen Drehbuchdebüt "Juno" lieferte Diablo Cody das Fundament für eines der ungewöhnlichsten und besten Teenagerdramen der letzten Jahre. Auch "Jennifer’s Body" stammt aus ihrer Feder und – siehe da – entpuppt sich als einer der ungewöhnlichsten und besten Horrorfilme der letzten Jahre. Obwohl die Cheerleader-Queen Jennifer (heiß: Megan Fox) und die mausgraue Brillen- und Zopfträgerin Needy (Amanda Seyfried) unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet die beiden Kleinstadt-Teenager seit Kindheitstagen eine enge Freundschaft. Als sich die Indie-Rocker Low Shoulder für ein Konzert in der einzigen Kneipe des Kaffs ankündigen, sind die beiden natürlich vor Ort. Doch als der heruntergekommene Schuppen…
Eine Hand voll Teenager schlägt ihrem vorbestimmten Exitus ein Schnippchen. Doch so leicht entkommt man dem Plan von Gevatter Tod nicht – und bald werden die Überlebenden Opfer makabrer Zufälle. Diese Zeilen kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn dies ist die Inhaltsangabe des Originals (Test der Blu-ray in audiovision 8-2009), die sich problemlos auf Teil 4 übertragen lässt. Da die Macher storytechnisch auf der Stelle treten, ließ man sich wenigstens an der Technikfront etwas einfallen. Diesmal schlägt der Tod dreidimensional zu. Die Rechnung ging auf. Mit einem weltweiten Einspiel von 152 Millionen wurden die Vorgänger um bis zu 50…
Ein Woodstock-Film ohne eine Konzert-Performance? Kann man so die Atmosphäre des legendären Open Air Festivals von 1969 einfangen? Kann man, wie Regisseur Ang Lee hier beweist. Der Oscar-Gewinner siedelte seine Geschichte in unmittelbarer Nähe des Ortes an, wo vor 40 Jahren 500.000 Menschen zusammenkamen, um drei Tage Frieden, Liebe und Musik zu zelebrieren. Im Mittelpunkt steht der junge Künstler Elliot Tiber (Demetri Martin), der im Sommer 1969 seinen Eltern bei der Arbeit in deren heruntergekommenem Motel hilft. Während des Festivals dient das direkt ans Konzertgelände angrenzende Etablissement den Woodstock-Organisatoren als Hauptquartier und wird zum Treffpunkt für allerlei skurrile Charaktere. Elliot…