Autor: Andreas Oswald

Halb Mensch, halb Hase macht Mutant Bunny Jagd auf weibliches Frischfleisch. Das müssen auch die betrunkenen Twens einer Waldhütten-Party erfahren, wo das stets spitze Karnickel seinen gewaltigen Mörder-Penis schwingt. Die finnische Splatterorgie geizt nicht mit absurdem Humor und saftiger Gewalt, Letztere wurde aber beinahe komplett entfernt. Für die verbliebene Stümmelfassung können wir entsprechend nur einen Punkt vergeben. Bild: Trotz meist nächtlicher Schandtaten bleiben die von diversen Farbfiltern getränkten Cinemascope-Bilder ordentlich scharf, detailreich und rauschfrei. Ton: Der 5.1-Mix plätschert ohne Höhepunkte mit räumlicher Musik und nur wenigen Effekten vor sich hin. Hin und wieder drückt der Bass etwas. Extras: Kurzfilm (18:01),…

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Im Japan des 19. Jahrhunderts ist Maler Hokusai hoch angesehen und auch seine Tochter O-Ei ist mit künstlerischem Talent gesegnet. Doch während ihr Vater nur die Arbeit kennt, kümmert sich die junge Frau auch liebevoll um ihre kleine Schwester. Das preisgekrönte Anime zeichnet in Alltagsepisoden ein vielschichtiges Frauenporträt der leisen Töne.  Bild: Die schönen Animationen sehen stets kantenscharf und detailreich aus. Farben wirken natürlich und nicht comichaft überzeichnet, der Kontrast überzeugt auch in dunklen Szenen mit feinen Schattierungen. Störende Banding-Effekte fielen uns nicht auf. Ton: Der tonal einwandfreie 5.1-Mix spielt räumlich, bleibt aber stets im Hintergrund. Zum japanischen Originalton gibt…

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Touristin Lisa (Elke Sommer) begegnet während eines Spanien-Urlaubs dem Leibhaftigen (Telly Savalas) und versinkt in einem Albtraum aus Mord, Wollust und Nekrophilie. Mario Bavas surreal-poetischer Gruselfilm gehört in jede Horror-Sammlung. Bild: Ein neues Master blieb „Lisa“ leider verwehrt, so kommt selbst bei Nahaufnahmen kaum HD-Feeling auf und Hintergründe wirken verwaschen. Kräftiges Rauschen drängt sich oft in den Vordergrund. Positiv gefallen die frischen Farben, der homogene Kontrast sowie der geringe Verschmutzungsgrad. Ton: Wie bei „The Sect“ (unser Test) spielt auch hier der deutsche Mono-Ton in einer höheren Tonlage als die anderen Sprachfassungen. Der Mix klingt tonal ausgewogen, Effekte und Stimmen kratzen…

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Scheinbar zufällig fällt Lehrerin Miriam (Kelly Curtis) in die Fänge einer Satans-Sekte – mit überraschendem Ende. Der Okkulthorror von Argento-Zögling Michele Soavi überzeugt mit starker Atmosphäre und teils irrer Optik. Das 3-Disc-Set birgt neben der Uncut-Fassung auch die deutsche Schnittversion.    Bild: Der 1,85:1-Transfer punktet mit frischen Farben und homogenem Kontrast; Dropouts und Defekte sind kein Thema. Das Filmkorn wirkt natürlich, teils kräftiges Rauschen nagt jedoch an der Feinzeichnung. Meist fallen Schärfe und Details aber gut aus. Ton: Der Mono-Ton schallt unangenehm schrill, blechern, dünn und zudem in einer höheren Tonlage als die englische wie italienische Mono-Soundspur. Extras: Interviews (150:14),…

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Im abschließenden Kinofilm zur gleichnamigen Serie attackieren Terroristen mit einem schwer bewaffneten Tarnkappen-Hubschrauber die Roboter-Einheit der Tokioter Polizei. „Ghost in the Shell“-Regisseur Mamoru Oshii reduziert im Finale merklich den Humor und dreht dafür an der Mecha-Action-Schraube. Auch dank stilisierter Bilder und viel Sci-Fi-Manga-Flair kommen Genre-Fans auf ihre Kosten. Bild: Der klare 2,35:1-Transfer holt das Treiben scharf und detailreich auf den Schirm. Farbfilter sorgen für einen nostalgischen, teils unterkühlten Look. Ton: Der DTS-HD-5.1-Mix liefert räumliche Effekte mit guter Dynamik und druckvollen Bässen. Der Score schwebt luftig über allem. Gute 4 Punkte. Der japanische Dolby-Atmos-Mix donnert auf Referenzniveau. Extras: Trailer zu allen…

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In einer totalitären Zukunft werden Emotionen durch Genmanipulation unterdrückt. Als Silas (Nicholas Hoult) dennoch an Gefühlen erkrankt und sich in seine Arbeitskollegin (Kristen Stewart) verliebt, droht die verbotene Beziehung aufzufliegen. Die Sci-Fi-Romanze betritt thematisch kein Neuland, ist aber einfühlsam erzählt, atmosphärisch inszeniert und in elegante Zukunftsbilder verpackt. Bild: Die Stilisierung mit blassen und cyangetränkten Farben, schwachem Kontrast, Optik-Unschärfen und Gegenlicht lassen den 1,85:1-Transfer trotz guter Schärfe und Feinzeichnung flach aussehen. Ton: Der sphärische Score spielt mal dezent, mal dynamisch und raumfüllend. Geräusche sind auf das Nötigste reduziert und tönen meist nur von vorn. Extras: zwei Featurettes (5:56), Trailer. Die Wertung …

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1942 fliehen drei abgestürzte Piloten der Royal Air Force in Paris vor den Nazis. Mit unfreiwilliger Hilfe der Einheimischen (u.a. Louis de Funès) wollen sie sich zur Demarkationslinie durchschlagen. Der aufbrausende Komödien-Klassiker bekam zum 50. Geburtstag eine 4K-Restaurierung spendiert. Bild: Dank sorgfältiger Bearbeitung sehen die Cinemascope-Bilder frisch, blitzsauber, plastisch, scharf und detailreich aus. Ganz dicke 4 Punkte. Ton: Die Blu-ray birgt zwei Synchronisationen: Die Fassung mit Gerd Martienzen von 1974 sowie einen Zusammenschnitt mit der Ur-Sprachfassung von 1967 – letztere wurde aufgrund von Filmkürzungen nicht komplett nachvertont. Klanglich bieten beide störungsfreien Mono-Sound. Extras: Leider nur ein Trailer. Die Wertung  Film…

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In ihrem jüngsten Einsatz bekommt es die Star-Trek-Crew (u.a. Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg) mit Krieger-Kommandant Krall (Idris Elba) zu tun, dem es gelingt, die Enterprise zu zerstören. Die Mannschaft strandet zerstreut und teils in Gefangenschaft auf einem fremden Planeten. „Star Trek Beyond“ protzt mit Action, Tempo und Effekten, bleibt in Sachen Story und Figuren-Entwicklung aber blass; erscheint auch als Ultra-HD-Blu-ray. Bild 2D: Die Sci-Fi-Action holt der klare Cinemascope-Transfer scharf und plastisch auf den Bildschirm, die Feinzeichnung nimmt in Totalen aber ab und lässt in dunklen Szenen teils zu wünschen übrig. Schwarz wirkt oft etwas gräulich. Noch 5 Punkte. …

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In dem mittelprächtigen Reboot des Achtzigerjahre-Kultfilms werden New Yorks Geister von einem weiblichen Quartett (u.a. Melissa McCarthy) in Schach gehalten. Die Blu-ray enthält die 117-minütige Kinoversion und den 17 Minuten längeren Extended Cut, der ebenfalls komplett synchronisiert wurde. Auch als 3D-Version und 4K-Blu-ray erhältlich.  Bild: Im Gegensatz zum 1984er-Original kommt die Neuauflage in einer farbenfrohen und knackscharfen Hochglanz-Optik daher. Lediglich helle Bildbereiche überstrahlen gelegentlich und in dunklen Bereichen rauscht es ab und an.  Zum Teil wurden die Computereffekte über die schwarzen Cinemascope-Balken gelegt (siehe Bild), was gewöhnungsbedürftig ist. Das Wechseln des Bildformates von 2,35:1 auf 1,78:1 an einer Stelle (1:56:25)…

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Nachdem Ida ihren Mann in flagranti erwischt, muss sie alleine zur Hochzeit ihrer Tochter nach Italien reisen. Bereits am Flughafen stößt sie mit dem attraktiven wie ruppigen Geschäftsmann Philip (Pierce Brosnan) zusammen, der sich als Schwieger­vater in spe entpuppt. Auch sonst läuft bei der Traumhochzeit nichts wie geplant. Nette Komödie von der dänischen Oscar-Gewinnerin Susanne Bier. Bild: Dank warmer und kräftiger Farben, einem ausgewogenen Kontrast, guter Schärfe sowie hoher Detailauflösung kommt die italienische Postkarten-Optik bestens zu Geltung. Ton: Der mit Streichern und Mandolinen rund um das „That’s Amore“-Motiv geprägte Score klingt gut, eine großartige Surround-Kulisse sollte man aber nicht erwarten.…

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