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    Velodyne SPL-1000 Ultra (Test)

    1. Dezember 20093 Minuten Lesezeit

    Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 Euro

    Test des Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 Euro23 Hertz untere Grenzfrequenz sind eine beeindruckend tiefe Hausnummer – zumal wenn sie wie beim Velodyne SPL-1000 Ultra aus einem Mini-Subwoofer kommen.

    Wirklich tiefer Bass kommt nur aus gro­ßen Kisten, so die landläufige Meinung. Dass es  anders geht, zeigt der US-Hersteller Velodyne mit der SPL-Ultra-Serie. Wir testen das Modell 1000.

    Technik

    Dabei handelt es sich um einen Basswürfel mit nur gut 30 Zentimetern Kantenlänge – und doch holt er aus seinen 38 Litern Volumen satte 23 Hertz untere Grenzfrequenz heraus. Grundlage dafür sind seine Aktivtechnik und Entzerrungsmöglichkeiten auf Basis digitaler Signalprozessoren (DSP). Außerdem bedarf es einer hohen Leistung der eingebauten Endstufen. Um tiefe Frequenzen abzustrahlen, muss allerdings viel Luft verschoben werden – extreme Hübe sind für das Chassis somit oberste Pflicht, was der Aktivtechnik Grenzen setzt.

    Test des Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 Euro
    Kontaktsuche: Direkt am Subwoofer kann man Pegel und Übergangsfrequenz
    einstellen. An Anschlüssen gibt es einen Stereo-Cinch-Eingang, einen
    hochpassgefilterten Cinch-Ausgang sowie Hochpegel-Eingänge.

    Leistung hat der Sub genug: Dem 25-Zentimeter-Chassis stehen 1.200 Watt, kurzfristig sogar 2.400 Watt zur Verfügung. Weil die Bassreflextechnik wegen der extremen Phasendrehungen unter Umständen einen "schleppenden" Bass verursachen kann, gab Velodyne einer geschlossenen Box den Vorzug. Um das Chassis zu schonen, verhindert ein steilflankiges Filter unterhalb der Grenzfrequenz unnötigen hohen Hub im subsonischen Bereich. Es lässt sich per Fernbedienung variabel einstellen.

    Vier Presets halten für Film, Rock, Klassik und Spiele die richtige Bass-Charakteristik bereit. Zudem lässt sich der Subwoofer per automatischer Einmessung für den Hörplatz optimieren. Mittels Mikrofon und zwölf Signaltönen werden Frequenzgänge erzeugt, die ein parametrischer Equalizer bei sieben Frequenzen entzerrt. Ergebnis: Die Wiedergabe am Hörplatz ertönt deutlich ausgewogener.

    Test des Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 Euro

    Komfortabel: Per Fernbedienung lassen sich Übergangs­frequenz, Phase
    und Pegel justieren. Über die EQ-Taste und das mitgelieferte Mikrofon
    misst sich der Sub auf den Hörplatz ein, um soRaumeinflüsse zu minimieren.

     

    Tonqualität

    In Sachen Klang macht der SPL-1000 einen exzellenten Eindruck. Sauber in Phase und Pegel eingestellt, lässt er im Musikmodus den Blues von Christian Willisohn bei "Heartbroken Man" mit sattem Fundament erklingen und gesellt sich unauffällig, aber gut hörbar zu den Frontboxen. Auch bei Steely Dans "Jack Of Speed" gewinnt der elektrische Bass an Durchzeichnung. Ein gutes Beispiel für die Fähig­keiten des Velodyne liefert die Live-Einspielung von Patricia Barbers "Use Me". Sie weist einen kräftigen Bass auf, der bei ungünstiger Akustik zum Dröhnen neigt – nicht jedoch mit dem SPL-1000, der jede angezupfte Bassnote differenziert wiedergibt.

    Test des Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 €

    Klein, stark und schön: Der Velodyne SPL-1000 sieht gut aus, lässt sich
    überall unterbringen und spielt dank ausgeklügelter Technik bis 23 Hertz hinunter.

    Im Surround-Modus steigen die Anforderungen an Maximalpegel und Tiefstbass. Wenn beim SciFi-Trickfilm "Titan AE" die Raumschiffe anfliegen, darf es kräftig wabern, wenn die Eiskristalle bersten, muss es richtig krachen und knirschen – kein Problem für den Velodyne. Er wirkt nie überanstrengt, und wenn es ihm bei extremen Pegeln zu viel wird, begrenzt er einfach seinen Output. Das macht er so unauffällig, dass man es kaum merkt. Die vier Presets erweisen sich als praxistauglich. Im Movie-Preset bleiben dank steilem Hochpass bei etwa 33 Hertz genügend Pegelreserven.

    Fazit

    Zugegeben, 2.100 Euro für einen Subwoofer sind kein Pappenstiel. Doch wer nur einen kleinen Bassisten unterbringen kann und trotzdem maximalen Klang genießen will, dem sei ein Hörtermin beim nächsten Velodyne-Händler empfohlen.

    Test des Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 €

     

     

    Technische Ausstattung und Bewertung 

    Test des Velodyne SPL-1000 Ultra – Subwoofer für 2.100 €

    Test des Nubert AW-991 – Subwoofer für 600 Euro  

     

     

    Der Testbericht Velodyne SPL-1000 Ultra (Gesamtwertung: 84, Preis/UVP: 2100 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2009 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Velodyne SPL-1000 Ultra (audiovision 12/2009)In den Warenkorb

      Velodyne SPL-1000 Ultra (audiovision 12/2009)

      PDF-Download €1,99

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