Sony SRS-XV900 (Test)

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Mit dem XP700 und XP500 hat Sony bereits anständige Partyboxen im Programm, doch der SRS-XV900 stellt schon mit seiner Bauhöhe von 88 Zentimeter alle anderen in den Schatten. Das Vierwege-Schwergewicht bringt über 26 Kilo auf die Waage und kann mittels zweier XXL-Tragegriffe und zwei Rollen wie ein Reisekoffer transportiert werden. So lässt er sich relativ einfach drinnen wie draußen einsetzen. Wassergeschützt ist die Sony-Box aber nicht. Auch das Kunststoffgehäuse hätten wir uns bei einem Preis von 1.200 Euro etwas hochwertiger gewünscht.

Anschlussfreudig
Hinter dem dünnen Frontgitter sind die Treiber gut sichtbar angeordnet: Ein echter Hingucker ist der quadratische Subwoofer (32 x 32 cm) mit darunter positioniertem Bassreflex. Das sorgt für massig Reserven im Tieftonbereich, die mittels zuschaltbarem Bass-Boost weiter verstärkt werden können. Wenig überraschend ist das druckvolle Klangbild auf fette Beats ausgelegt. Um gut hörbare Stimmen und Gesang kümmern sich die beiden frontal montierten Mitteltöner mit 120 Millimeter Durchmesser. Für Höhen zuständig sind insgesamt sechs Tweeter mit 50 und 40 Millimeter Größe, die sich paarweise an der Front, den Seiten und an der Oberseite
verteilen. Das sorgt für eine Rundum-Kulisse, die auch auf größeren Partys für ordentlich Lautstärke und Ärger mit den Nachbarn sorgen kann. Sony schweigt sich über die Gesamtleistung jedoch aus.

Neben handelsüblichen Anschlüssen (Aux-in, USB, Toslink) dürfen auch Mikrofon und Gitarre auf dedizierten 6,3-mm-Kanälen eingespeist werden.

Die nahtlos eingelassenen Touchtasten zur Wiedergabe- und Lichtsteuerung sind dank Beleuchtung auch bei Dunkelheit gut zu bedienen.

Ein solch mächtiger Lautsprecher will gleich mit zwei Mobil-Apps bedient werden. Mit dem „Sony Music Center“ können zusätzliche Speaker gruppiert und Playlists erstellt werden. Zudem hat man schnellen Zugriff auf Soundeingänge, Spotify und Youtube Music. Außerdem finden sich Klang-Setups wie Sonys „ClearAudio+“, „Mega Bass“ und „Live Sound“. Daneben darf der Party-Lautsprecher per Toslink an Fernseher angeschlossen werden, um mittels „Sound Booster“ den Ton synchron auf TV und Box auszugeben. Eine ARC-Schnittstelle fehlt dem XV900 jedoch, weshalb dieser (auch wegen seiner Bauform) kaum als Fernseh-Lautsprecher zum Einsatz kommen dürfte.

Der Speaker ist vielmehr auf Party-Betrieb ausgelegt. Denn mit der zusätzlichen Mobil-App „Fiestable“ lässt sich die Lichtershow an der Box mit Farb- und Blitzeffekten genauer ansteuern sowie DJ-Soundeffekte einspielen. Zudem lassen sich Karaoke-Stimmen verbessern und mit Hall versehen.

Mit der bunt gestylten „Fiestable“-App ist man für jegliche Party gerüstet. Lichtspielereien lassen sich jederzeit in allen Farben einspielen (rechts).

Die integrierte RGB-Lichtershow ist in den Tragegriffen eingelassen und strahlt nach vorn und hinten ab, zudem gibt es LEDs rund um den Standfuß. Die Effekte justiert man per Touchtasten an der Oberseite oder präziser per App (siehe Kasten oben). Rückseitig reihen sich 3,5-mm-Aux-in, Toslink und USB-Port auf. Letzterer dient gleichermaßen für Musikquellen, aber auch als Ladefunktion. Zusätzlich verfügt der Speaker über Karaokefunktion dank Mikrofon- und Gitarreneingang mit 6,3-mm-Klinke und separaten Lautstärkereglern. Der interne Akku hält bis zu 25 Stunden und ist dank Schnellladung in zehn Minuten für drei weitere Stunden geladen.

Die Bedienung an der Oberseite gestaltet sich dank mechanischem Einschalter sowie großer Touchtasten einfach. Neben Buttons zur Tonquellenwahl reihen sich Wiedergabe, Lauter, Leiser, Mega-Bass und Lichtsteuerung auf. Letztere lässt sich bunt oder einfarbig stellen oder ganz abschalten. Etwas dürftig fallen hingegen die mitgelieferten Anleitungs-Broschüren aus.

Der Testbericht Sony SRS-XV900 (Gesamtwertung: Gut, Preis/UVP: 1.200 Euro) ist in audiovision Ausgabe 7-2023 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

Gut

Genug Leistung für lautstarken Party-Betrieb samt Lichtershow, aber eine zu wenig ausgefeilte Kulisse. Zudem fehlen HDMI-ARC und Netzwerk-Funktionen.

Thomas Stuchlik

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