Quadral Breeze Two (Test)

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Als Smart Speaker mit WLAN und Bluetooth-Empfang passt Quadrals „Breeze Two“ perfekt in die Smart-Speaker-Reihe, aus der wir bereits die „Breeze Blue XL“ (1-2019) und „Breeze L“ (11-2018) im Messlabor hatten. Während die bereits getesteten Kollegen als Lautsprecherpärchen im Master-Slave-Prinzip arbeiten, vereint der „Breeze Two“ alle Chassis in einem 44 Zentimeter breiten und knapp 16 Zentimeter hohen Rechteck-Gehäuse. Trotz der Beschränkung auf einen Speaker ist der  „Breeze Two“ mit 450 Euro am teuersten. Allerdings nur, wenn man nach dem Listenpreis geht, denn im Netz und Fachhandel bekommt man ihn für weniger als die Hälfte.

Auf der Rückseite finden sich USB-Buchse, Kopfhörer-Ausgang, 3,5-mm-Eingang und Netztrennschalter.

Neben der vorzüglichen Verarbeitung des Kunststoffgehäuses aus einem Guss fällt vor allem die Trageschlaufe an der Seite auf. Mit der kann der 4,9 Kilogramm schwere Speaker komfortabel überall hin mitgenommen werden. Dank einem eingebauten Akku mit 20 Stunden Laufzeit steht längeren Outdoor-Partysessions nichts im Weg. 

Angeschlossen wird der „Breeze Two“ per WLAN, Bluetooth oder 3,5-Millimeter-Anschluss an der Rückseite, Ersteres erfordert die Einrichtung per App. Der USB-Anschluss dient lediglich dem Laden von Handy & Co. Welche Zuspielmethode gerade aktiv ist, verrät eine farbige Leuchte an der Oberseite des Gehäuses – rot steht dabei für WLAN und nicht etwa für „keine Verbindung“. Neben der Leuchte finden sich Tasten zur Quellenwahl, Lautstärkeregelung, Ein-/Ausschalten sowie vier Schnellwahltasten, die sich per App einrichten lassen.

Um die WLAN-Funktion und die eingebauten Streaming-Angebote des Quadral Breeze Two nutzen zu können, ist die Einrichtung per „Breeze Play“-App für Handy oder Tablet unabdingbar. Die lässt sich kostenlos bei iOS und Android herunterladen und führt verständlich durch das Setup des Smart Speakers. Einmal eingerichtet stehen neben dem kostenlosen Radiodienst TuneIn auch Bezahldienste wie Tidal und Spotify zur Verfügung.

Außerdem kann der Breeze Two über die App mit anderen Quadral Speakern gekoppelt werden, um dann im Stereoverbund zu spielen oder per Multiroom-Zuweisung verschiedene Räume mit individueller Musik zu beschallen. Zusätzlich lassen sich die vier Schnellwahl-Knöpfe an der Oberseite des Speakers individuell mit TuneIn-Sendern oder Spotify-Songs belegen. Einen Equalizer oder Klangprogramme sucht man allerdings vergeblich, lediglich die Lautstärke ist über die App regelbar.

Wuchtiger Partysound

2 x 25 Watt stehen dem im Stereobetrieb arbeitenden Zweiwege-System zur Verfügung, das sich aus zwei 115-Millimeter-Hochtönern und zwei 19-Millimeter-Tiefmitteltönern zusammensetzt. Das Pärchen arbeitet an der Front und wird rückseitig durch zwei Bassreflexrohre unterstützt. Die machen ihre Sache durchaus ordentlich, denn egal ob per Blue-tooth oder WLAN, überzeugten sowohl Hip-Hop-Songs wie Eminems „Just Lose it“ als auch Filmton wie die „Mad Max“-Verfolgungsjagden mit solidem Bassfundament.

Auch in Sachen Dynamik leistet der Quader für seine Größe Erstaunliches, gerade Rock-Songs wie Alice Coopers „Poison“ sorgten für Gänsehaut und Partystimmung. Einzig bei der Stereowirkung zeigen sich aufgrund der engen Anordnung der Chassis Schwächen, sodass die Kanäle bei einem Sitzabstand von mehr als zwei Metern kaum getrennt wahrnehmbar sind.                                      

Der Testbericht Quadral Breeze Two (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 450 Euro) ist in audiovision Ausgabe 7-2020 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

sehr gut

AV-Fazit: Der Quadral Breeze Two punktet mit sattem Klang, flexibler Konnektivität und guter Verarbeitung. Dank Trageschlaufe wird der Partysound sogar mobil.
Tobias Schönig

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