Nubert nuPro XS-4000 RC (Test)

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Nubert runderneuert seine überzeugenden X-3000er- und X-4000er-Speaker mit den XS-Nachfolgern. Den nuPro XS-3000 RC und XS-4000 RC gibt es als Einzelbox für 700 bzw. 900 Euro oder als Paar für das jeweils Doppelte – wovon uns letzteres Duo zum Test zur Verfügung stand. Auch wenn die jeweils 8,8 Kilo schweren Speaker baugleich sind, fungiert nur einer als Primär-Gerät für alle eingehenden Tonquellen. Verbunden werden die Boxen per mitgeliefertem 3-Meter-Koax-Kabel oder wireless über Nuberts „X-Connect“-Funkprotokoll. Der nuPro gibt sich anschlussfreudig mit Koax-Buchse (2x), Toslink (2x), analogem Cinch und Bluetooth inklusive aptX HD. Passende Toslink- und USB-Strippen sowie Klinke-Cinch-Kabel sind Teil des Lieferumfangs. Zusätzlich finden sich XLR/AES (z.B. für Mikrofone oder Mischpulte), Subwoofer-Ausgang, USB-B für den PC-Betrieb sowie ein weiterer USB-A-Port zum Laden von externen Geräten. Zudem dient dieser Port als DAC-Eingang und kann dank mitgeliefertem HDMI-Adapterstück über ARC von TVs angesteuert werden. Mehr geht kaum.

Am monochromen OLED-Display an der Vorderseite hat man die Lautstärke in großen Dezibel-Ziffern stets im Blick. Daneben kommen vier klickbare Pfeiltasten für Lauter, Leiser und zur Menünavigation unter. Hier wählt man Quelle, Grundeinstellungen und Klangsettings. Schnell passt man Mitten/Höhen, Bass, Balance, Loudness und den 5-Band-Equalizer an. Letzterer wird auch grafisch am Display dargestellt. Voreinstellungen lassen sich in drei Presets sichern. Alternativ nutzt man die Fernbedienung mit Metallfront und Gummitasten. Über Nuberts Mobil-App stehen weitere Funktionen zur Verfügung (siehe Kasten).

Die rückseitigen Anschlüsse lassen kaum Wünsche offen. Nur Internet- und Radio-Funktionen fehlen.

Nuberts kostenlose App „X-Remote“ für Android und iOS fungiert als praktische Steuerzentrale, auch wenn die Benutzeroberfläche etwas angestaubt wirkt und bisher nur in Englisch verfügbar ist. Hier selektiert man den gewünschten Tongeber und justiert den Klang (Mitten, Bass, Loudness, Balance, Equalizer). Etwas versteckt lassen sich auch Trennfrequenzen angeschlossener Subwoofer begrenzen. Daneben ruft man gespeicherte Setups auf und kann das Display dimmen. In der App teilt man auch die Primär- und Sekundärbox den Seiten links oder rechts zu.

Nicht zuletzt nimmt man eine Raumeinmessung vor, um Bässe im Bereich von 20 bis 160 Hz an die aktuelle Umgebung anzugleichen. Das gelingt mittels iPhone problemlos, bei Android-Geräten ist zusätzlich ein externes Mikrofon nötig.

Über die intuitive Oberfläche (rechts) werden Lautstärke, Setups, Quelle und Raummessung (oben) aufgerufen.

Großes Volumen
Das 2-Wege-System im matten Gehäuse (Schwarz oder Weiß) gibt sich unscheinbar, was jedoch täuscht. Denn zum nicht gerade schwachen Vorgänger X-4000 wurde die Gesamtleistung von 180 auf 220 Watt pro Lautsprecher gesteigert. Dazu kommen ein Hochtöner samt 2,5-cm-Kalotte und ein 16,9 cm messender Tiefmitteltöner zum Einsatz. Somit sind auch hohe XXL-Lautstärken ohne Verzerrzung problemlos möglich. Gleichzeitig wirken kleine Details gut ausgearbeitet und gehen nicht in der voluminösen Kulisse verloren. Im Tiefenbereich beeindrucken brachiale, aber dennoch punktgenaue Bässe, die fast von einem kleineren Subwoofer stammen könnten. Doch der nuPro ist kein Blender, denn dank Einmessung der Mittel/Hochtöne über die „Klangwaage“ bleiben Harmonien linear erhalten. Das sorgt für überragenden Sound für diese Baugröße.

Der Testbericht Nubert nuPro XS-4000 RC (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 1.800 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2023 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

Sehr gut

Nuberts Aktivspeaker XS-4000 RC gibt sich ohne Schwächen beim klangtreuen Bild und hoher Leistung. Gleichzeitig überzeugt die Konnektivität. All das hat freilich seinen Preis.

Thomas Stuchlik

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