Die dänische Krimiserie trägt zu Recht den Untertitel "Das Verbrechen". Denn in den zehn Folgen ermittelt Kommissarin Lund in nur einem Fall: dem Mord an einer Kopenhagener Schülerin. Für 1.000 spannende Minuten gab es eine "International Emmy"-Nominierung. Im Vergleich zur DVD (audiovision 11-2009) kann die Blu-ray in puncto Schärfe eine gute Schippe drauflegen. Erneut erfreut die Rauscharmut in dunklen Szenen. Der Stereo-Mix klingt ordentlich. Staffel 2 ist ebenfalls erhältlich. Extras: Making-of (11:16), Interview (5:21), "Casting" (22:19). Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 2 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten…
Autor: Christoph Steinecke
"Die Wanderhure" erzählt die Geschichte von Marie Schärer (Alexandra Neldel), die sich Anfang des 15. Jahrhunderts im Kampf um ihre Würde als Frau gegen Gier, Betrug und Verrat zur Wehr setzt. Die Sat1-Bestseller-Verfilmung brachte es auf eine Traumquote von 9,75 Millionen Zuschauern. Die Extras tragen diesem Umstand leider nicht Rechnung. Mehr als eine halbe Stunde an Interviews gibt’s nicht. Der 5.1-Mix beschränkt sich auf die Frontkanäle. Das Bild wirkt filmisch, Schärfe und Detailzeichnung leiden aber unter dem teils starken Grießeln. Die Wertung Film 4 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial…
Mit eindrucksvollen Bildern dokumentiert die BBC-Produktion in sechs Episoden atemberaubende Naturereignisse in der Antarktis, Kanada, der Serengeti, Südafrika, der Kalahari-Wüste und Alaska. Wie beim Doku-Kollegen "Planet Erde" kamen spezielle Kameras zum Einsatz und hochauflösende Slowmotion-Aufnahmen bringen ungeahnte Details zum Vorschein. Das scharfe wie detailreiche Bild muss den Vergleich mit "Planet Erde" nicht scheuen. Der 5.1-Mix kommt hingegen frontlastig daher. Extras: Videotagebücher zu jeder Folge (63:27), Trailer. Die Wertung Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Polyband Discs 2…
Basierend auf Ken Follets gleichnamigem Bestseller entstand in deutsch-kanadischer Koproduktion diese vierteilige Miniserie. Im Mittelpunkt steht der Bau einer Kathedrale im mittelalterlichen England, die über 50 Jahre das Leben verschiedenster Charaktere beeinflusst. Die 30-Millionen-Euro Produktionskosten spiegeln sich auch in der tollen Bildqualität wider. Dank 1a-Detailzeichnung (gedreht wurde auf HD-Video) und einer Top-Schärfe verdient sich der Transfer dicke fünf Punkte. Auch der 5.1-Mix gefällt dank einer ausgefeilten Klangkulisse. Keine Extras. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter…
Film: Mit Hilfe der "Performance Capture"-Technik inszenierte Robert Zemeckis die anrührende Story über einen Jungen, der mit dem Polarexpress zum Nordpol aufbricht, um dort seinen Glauben an den Weihnachtsmann wiederzugewinnen. Bild: Rasiermesserscharfe Einstellungen sucht man wie auf der Blu-ray-Erstveröffentlichung von 2007 (audiovision 2-2008) vergebens. Dies liegt aber nicht an einem fehlerhaften Transfer, sondern an der "Performance Capture"-Animationstechnik, die vor allem Gesichter gemäldeartig aussehen lässt. Nur selten bieten sich dem Zuschauer HD-Wow-Momente wie in einer Panorama-Aufnahme (49:48). Der räumliche Effekt der 3D-Fassung liegt nur auf durchschnittlichem Niveau und kann nicht mit aktuellen Produktionen wie "Eine Weihnachtsgeschichte" konkurrieren. Die Staffelung der Objekte…
Nicht ohne Grund heißt "Duell der Magier" im Original "The Sorcerer’s Apprentice" (zu deutsch: "Der Zauberlehrling"). Denn die temporeiche und überraschend lustige 150-Millionen-Dollar-Produktion aus dem Hause Bruckheimer wurde von der gleichnamigen Sequenz aus dem Animationsklassiker "Fantasia" von 1940, in der Mickey Maus als unbeholfener Zauberlehrling die Besen und Schrubber tanzen lässt, inspiriert. Ein zehnminütiger Beitrag im insgesamt enttäuschenden Bonusmaterial zeigt wie in einer Szene der Vorlage samt Originalmusik Hommage gezollt wird. Die eigentliche Geschichte spielt hingegen eine untergeordnete Rolle, dient sie doch nur dazu, optisch eindrucksvolle Actionszenen aneinanderzureihen. Der Zaubermeister Balthazar Blake (gut wie lange nicht: Nicolas Cage) beschützt New…
NMitte Oktober versetzte James Cameron auf einem Presse-Event der 3D-Fangemeinde einen Tiefschlag. Denn dort erklärte er, "Avatar" komme erst "in ein bis zwei Jahren" als 3D-Blu-ray in den Handel. Bis dahin kann man den Blockbuster nur dreidimensional im Heimkino erleben, wenn man ihn als Dreingabe beim Kauf eines Panasonic 3D-Geräts bekommen hat oder auf eBay zuschlägt – zu Preisen von 150 Euro oder mehr. Ob sich eine solche Investition lohnt, beantworten wir mit diesem Test der 3D-Fassung von "Avatar". Dass wir uns in puncto Boni ausschweigen, liegt daran, dass die 3D-Version wie schon die Erstauflage ohne Extras daherkommt. Auch auf…
Katze Kitty Kahlohr will sich in bester Bond-Bösewicht-Manier mit einer Superwaffe Hunde und Katzen zu Untertanen machen. Um die machtbesessene Muschi aufzuhalten, stellen die bedrohten Vierbeiner ein Agententeam zusammen. Die Mischung aus Realfilm und Computeranimation ist ein kurzweiliges Tierabenteuer für Kinder – für Erwachsene hingegen unerträglich. Bild: Ob es bei einem Kinderfilm einen "Gritty"-Look gebraucht hätte, sei dahingestellt. Auf jeden Fall wirkt sich die kräftige Körnung (stets artefaktfrei reproduziert) des Transfers (erstmals bei Warner in AVC statt VC-1) nicht negativ auf Detailzeichnung und Schärfe aus. So bekommt man viele Einzelheiten geboten und kann die Fellhaare der Tiere fast einzeln zählen.…
Unglaublich, aber wahr: "Kindsköpfe" hatte im Kinojahr 2010 bei uns mehr Besucher als "Toy Story 3", "Sherlock Holmes", "Robin Hood" und "Prince of Persia". Dabei wurde der Film offenbar nur gedreht, damit die seit 20 Jahren befreundeten Hauptdarsteller zusammen abhängen und Spaß haben können. Zumindest ist dies der Eindruck, den der Zuschauer beim Sichten des Bonusmaterials gewinnen dürfte. Denn selbiges entpuppt sich in erster Linie als ein Sammelsurium von entfallenen, verlängerten, verpatzten und improvisierten Szenen der Comedy-Schwergewichte Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, Rob Schneider und David Spade. An normalen Boni gibt es lediglich einen überraschend trockenen Audiokommentar von Regisseur…
Der Abwärtstrend ist gestoppt – zumindest der wirtschaftliche. Die Leinwandadaption der US-Zeichentrickserie "Avatar: Herr der Elemente" bescherte Mystery-Regisseur M. Night Shyamalan endlich wieder einen Kassenerfolg: Mit 319 Millionen Dollar machte "Aang" fast eineinhalb mal so viel Umsatz wie Shyamalans letzten beiden Filme "The Happening" und "Lady in the Water" zusammen. Doch in puncto Niveau geht es weiter bergab, denn der hier zusammengschusterte Fantasy-Quatsch nervt mit sprunghaften Szenenwechseln und klischeeüberfrachteten Erstklässler-Dialogen. Eine von esoterischem Klimbim geprägte Handlung setzt dem Ganzen die Krone auf. Die vier Königreiche der Luft, des Wassers, der Erde und des Feuers drohen an dem kriegerischen Gebaren der…