Egal ob "Der Anchorman", "Ricky Bobby" oder "Die Eisprinzen" – kein anderer Schauspieler verkörpert schrägen Humor so wie Will Ferrell. Doch während der ehemalige Saturday Night Live Comedian damit in den USA Millionen begeistert, laufen die Filme bei uns meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Die etwas anderen Cops" wollten hierzulande immerhin 473.181 auf der großen Leinwand sehen, vermutlich auch weil die Story nicht so abgedreht ist wie bei Ferrells Vorgängerwerken und weil Mark Wahlberg mitspielt. Die New Yorker Detectives Gamble (Will Ferrell) und Hoitz (Mark Wahlberg) sind zu Bürotätigkeit verdonnert und können sich – Überraschung (!) – nicht ausstehen. Doch…
Autor: Christoph Steinecke
Interviews mit Wissenschaftlern und nachgespielte Szenen aus dem Leben der Ägypter erklären die Geheimnisse, die sich um das Phänomen der antiken Mumien ranken. Bild: Schärfe und Detailzeichnung der meist sonnendurchfluteten Aufnahmen liegen stets auf hohem Niveau. Die 3D-Fassung gefällt dank guter Tiefenwirkung. Egal ob Schwenks durch Säulenhallen (3:30, 4:25), eine Totale der Sphinx (4:55), von Abu Simbel (16:55) oder dem Tal der Könige (27:29) – die antiken Sehenswürdigkeiten verfügen über eine glaubwürdige Objektstaffelung. Die vielen Aufnahmen von Wandmalereien erzeugen hingegen keinen 3D-Effekt. Ton: Hier und da gesellen sich Umgebungsgeräusche (Sturm bei 16:47, Regen bei 22:23) zum räumlichen Oriental-Score. Extras: "Behind…
Mit Hilfe von Abstechern in die Paläontologiegeschichte und in die fossilienreiche Wüste Gobi sowie computeranimierten Dinosauriern gibt die Doku ein guten Überblick über die Ära der Urzeit-Reptilien. Bild: Sowohl Aufnahmen der Wüste Gobi, des Grand Canyon oder von wissenschaftlichen Laboren sind scharf und detailreich. In der 3D-Version bleibt die gute Schärfe erhalten, dazu gesellt sich eine ordentliche Tiefenwirkung in Landschaftsaufnahmen (10:28, 12:09). Auch Schwenks über Museumsfossilien wirken dreidimensional. Computeranimierte und in reale Umgebungen verpflanzte Dinos leiden jedoch unter Doppelkonturen Ton: Mit Ausnahme von Umgebungsgeräuschen und auf den Rears nachhallendem Dinogeschrei spielt sich alles vorne ab. Extras: Making-of (26:41). Die Wertung …
Mit coolen Surfszenen (u.a. mit dem neunfachen Weltmeister Kelly Slater) und tollen Naturaufnahmen geht die kurzweilige Doku der Faszination des Wellenreitens rund um die polynesischen Inseln auf den Grund. Bild: Die paradiesischen Aufnahmen von Tahiti und dem Meer sind detailreich und farbkräftig. Die 3D-Fassung teilt diese positiven Eigenschaften und bietet viele Einstellungen (die Kamera ist auf dem Surfboard montiert), die mit guter Tiefenwirkung und Objektstaffelung die Dynamik des Surfens veranschaulichen. Plakative 3D-Effekte wie ein aus dem Bild ragendes Board (4:47) oder spritzendes Wasser (9:11) gibt es nur wenige. Ton: Die Surfaction mit Riesenwellen (28:31) und tosender Brandung (22:25) wird räumlich…
Delfin Daniel fühlt sich von seiner Herde ausgeschlossen und verlässt das Riff, um seinen Träumen zu folgen. Ein Tintenfisch wird sein Begleiter. Die antiquierte Animationstechnik dieser auf einer erfolgreichen Buchvorlage basierenden Geschichte dürfte höchstens Fünfjährige zufriedenstellen. Bild: Die durchschnittliche Schärfe und Detailzeichnung sind meilenweit von aktuellen US-Animationsfilmen entfernt. Über den 3D-Effekt muss man nicht viel sagen – er ist nämlich so gut wie nicht vorhanden. Objektstaffelung und Tiefenwirkung fallen für eine CGI-Produktion enttäuschend aus. Ton: Für einen Kinderfilm überrascht die hohe Surroundaktivität mit Sturm (1:49), von hinten erklingenden Stimmen (9:06) und konstantem Wassergeblubber sowie Wellengang. Extras: "Titelsong zum Mitsingen" (3:39),…
Die aufwändig produzierte Doku berichtet von einem Unterwasserkampf ums Überleben an Südafrikas Wild Coast. Hier wandern jedes Jahr Milliarden Sardinen die Küste aufwärts – ein gefundenes Fressen für Wale, Haie, Delfine und Meeresvögel. Bild: Landschaftsaufnahmen sind in puncto Schärfe und Detailzeichnung top, düstere Szenen unter Wasser dagegen nur mäßig. Die trüben Einstellungen lassen auch in der 3D-Fassung kaum räumliche Wirkung aufkommen, aber auch helle Landschaftstotalen verfügen nur über wenig bis keine Tiefenwirkung. 3D-Fehler wie Scherenschnitteffekte oder Rahmenverletzungen treten selten auf. Ton: Umgebungsgeräusche über (Brandung, 8:46) und unter Wasser (Delfine, 11:39) erzeugen eine räumliche Klangkulisse. Extras: Interview (15:56), "Kwazulu Natal during…
Die maue Spielfilmhandlung dieser IMAX-Produktion über einen kleinen Jungen (der damals 12-jährige Michael Cera) und seinen Traum vom Fliegen dient als Vehikel für spektakuläre wie waghalsige Kunstflugszenen und komplizierte Formationsflüge vor der Kulisse des Grand Canyon. Bild: Das Bild ist scharf und plastisch, jedoch wünscht man sich zuweilen mehr Durchzeichnung. Die 3D-Fassung wird regelmäßig von Geisterbildern und Doppelkonturen geplagt (Junge im Bett bei 0:39, Scheune bei 3:25). Die Tiefenwirkung ist solide, reißt aber nicht vom Hocker. In den Flugszenen werden die Propellermaschinen glaubhaft gestaffelt. Ton: Während der Kunstflugmanöver sausen die Flugzeuge regelmäßig röhrend um den Zuschauer herum. Auch die restlichen…
"Diese Doku enthält mutmaßlich echte Dämonenstimmen. Unsere Religionsberater warnen: Das Zuhören kann Dämonen anlocken. Sie empfehlen das Schutzgebet im Bonusmaterial." Dieser Hinweis vor einem Beitrag ‚über wahre Exorzismen‘ gehört zum Ungewöhnlichsten, was uns auf Blu-ray bis jetzt untergekommen ist. Blöd nur, dass deutsche Kunden der potenziellen Dämonenverfolgung schutzlos ausgeliefert sind – das Schutzgebet gibt es nur auf der US-Version. Nicht minder ungewöhnlich kommt einer der drei Audiokommentare daher, in dem eine Psychologin, eine Exorzismus-Beraterin und ein Exorzismus-Opfer ihre okkulten Erfahrungen zum Besten geben. Die restlichen Boni (unter anderem ein Making-of, Interviews und Casting-Aufnahmen) sind hingegen mit Ausnahme eines Videotheken-Rundgangs mit Regisseur…
Egal ob "The Game", "Sieben", "FightClub" oder "Panic Room" – die DVD-Erstauflagen von David-Fincher-Filmen verfügten über bescheidenes oder gar kein Bonusmaterial. Nicht so sein jüngstes Werk, das mit vier Golden Globes ausgezeichnete und für acht Oscars nominierte Biopic über Mark Zuckerberg, dem Gründer des Online-Netzwerks Facebook, dessen Vermögen derzeit auf 6,9 Milliarden Dollar beziffert wird. Die Doppel-Blu-ray birgt nicht nur zwei hervorragende, allerdings akustisch zensierte (Schimpfwörter werden überpiept) Audiokommentare mit David Fincher, Autor Aaron Sorkin und den Schauspielern, sondern auch die 93-minütige Dokumentation "Wie ist aus Facebook bloß ein Film entstanden?". Bestehend aus Interviews und Szenen vom Set werden sowohl…
In Ermangelung einer Animationsabteilung engagierte das erst vor vier Jahren gegründete Studio Illumination Entertainment für seinen ersten Computerfilm kurzerhand CGI-Experten in Spanien, Frankreich und England. Gegen die US-Konkurrenz von Pixar ("Toy Story 3") und Dreamworks ("Für immer Shrek") zog man zwar an den Kinokassen den Kürzeren, mit satten 542 Millionen Dollar lag "Ich – einfach unverbesserlich" aber auf Platz 8 der Leinwand-Charts 2010. Ferner betrugen die Produktionskosten mit 70 Millionen Dollar weniger als die Hälfte der Ami-Streifen. Auch inhaltlich feierte das Studio unter Leitung von Christopher Meledandri ("Ice Age", "Robots") ein gelungenes Animations-Debüt voller Slapstick und schwarzem Humor, das wie…