Ein weiblicher Vampirclan macht Berlin unsicher. Als sich Anführerin Louise (Nina Hoss) in die 20-jährige Lena (Karolin Herfurth) verliebt und sie zum Blutsauger macht, gerät die Lage außer Kontrolle. Attraktiv besetzte Vampir-Romanze im "Twilight"-Fahrwasser. Bild: Die Schärfe liegt auf Top-Niveau – auch in den vielen dunklen Szenen. Filmkorn wird stets artefaktfrei reproduziert. Ton: Der einhüllende 5.1-Mix läuft vor allem während der Vampir-Action mit präzisen Surroundeffekten (Schüsse bei 70:06) und kräftigem Bass (26:48) zu Hochform auf. Extras: Audiokommentar, Making-of (24:03), "Making-of-Clips" (8:35), entfallene Szenen (10:35), alternative Enden (4:26), Videotagebuch (19:05), Webisodes (8:56), "VFX-Making-of" (4:24), "Mabuse-Clip ungekürzt" (1:57), Interviews (19:15), "B-Roll" (7:01),…
Autor: Christoph Steinecke
In Teil 1 des zweiteiligen Franchise-Finales begibt sich Harry mit Hermine und Ron auf die Suche nach den verbleibenden Horkruxen, um Lord Voldemort zu vernichten. Teil 2 des als Mischung aus Roadmovie und Charakterstudie angelegten Schlussakts kommt am 14. Juli ins Kino – dann auch in 3D. (siehe Fakten-Check) Bild: Die düstere Handlung schlägt sich auch im Bild nieder: So dunkel war noch keiner der "Potter"-Filme, denn über weite Strecken bewegen sich Harry & Co. in Schatten und pechschwarzer Finsternis. Trotzdem ist es um Schärfe und Plastizität besser bestellt als bei den Vorgängern; Bilder wirken kaum weichgezeichnet, sondern sind meist…
Als Kind russisch-jüdischer Eltern versucht sich Serge Gainsbourg zunächst als Maler, bevor er seine Liebe zur Musik entdeckt und zur Ikone des französischen Chansons aufsteigt. Das fragmentarische Biopic vermischt reale Begebenheiten mit märchenhaft-anekdotischen Szenen. Schwere Kost. Bild: Die Lebensgeschichte Gainsbourgs wird in scharfen, detailreichen und plastischen Bildern erzählt. Dank des Verzichts auf elektronische Filter sieht der Transfer sehr filmisch aus. Erfreulich: Auch in einigen dunklen Szenen ist von Rauschen nichts zu sehen. Ton: Surroundeffekte und Umgebungsgeräusche kann man an einer Hand abzählen. Dafür klingen die zahlreichen Chansons und der Score räumlich und dynamisch. Extras: Making-of (34:22), entfallene Szenen (16:54), der…
Die achtteilige Discovery-Channel-Produktion geht anhand von teils fotorealistischen Animationen und Interviews mit Astronomen und Physikern rätselhaften Vorgängen im Weltall auf den Grund. Im Fokus der faszinierenden Dokus stehen Sterne, schwarze Löcher, der Urknall, Galaxien, das Sonnensystem, Planeten, Monde und Supernovä. Bild: Die coolen HD-Animationen von Sternennebeln, schwarzen Löchern oder anderen kosmischen Phänomenen sind superscharf und detailreich. Auch die Experten-Interviews können das hohe Niveau halten. Ton: Der 5.1-Mix untermalt mit einem räumlichen wie dramatischen Instrumental-Score die Reisen durch das Universum. Obwohl es sich um eine US-Produktion handelt, fehlt der englische Originalton. Extras: keine. Die Wertung Film 5 von 6 Punkten…
Seit Jahren kämpfen Schurke Megamind und Superheld Metroman um die Herrschaft über Metro City. Doch als Megamind seinen Widersacher endlich ausschaltet, merkt er, wie langweilig das Leben als einsamer Bösewicht ist. Der inhaltlich an "Ich – einfach unverbesserlich" erinnernde Animationsspaß lockte hierzulande nur 450.000 Besucher ins Kino, vielleicht verzichtet man daher auf eine 3D-Version. Bild: Schärfe, Detailzeichnung und Plastizität liegen auf Top-Niveau. Auch die strahlenden Farben gefallen. Allerdings verhindert ein Manko die volle Punktzahl: Regelmäßig lassen sich entlang von Kanten Aliasing- und Moirée-Effekte erkennen – z.B. bei Kamerafahrten entlang von Häuserfassaden (39:09) oder in Menschenmassen (10:33) – unverständlich bei einem…
Schauspiel-Star Johnny Marco (Stephen Dorff) lebt in einer Hotelsuite in den Tag hinein. Erst der Besuch seiner Tochter (Elle Fanning) macht ihm bewusst, dass Sex und Partys ihn nicht ausfüllen. Langatmiger Selbstfindungstrip im Stil von "Lost in Translation". Bild: Sofia Coppola verwendete beim Dreh die Kameralinsen, die ihr Vater Francis Ford für den Film "Rumble Fish" (1983) benutzt hatte. Das Ergebnis ist ein matter Independent-Look: Schärfe und Plastitzität liegen nur auf durchschnittlichem Niveau, Rauschen sieht nicht immer nach Filmkorn aus. Ton: Der 5.1-Mix überrascht mit einer räumlichen Klangkulisse aus vielen Umgebungsgeräuschen. Meist handelt es sich um Musik, die aus Radio…
Regisseur Nichoals Ray ("… denn sie wissen nicht, was sie tun") inszenierte in Spanien das Leben Jesu als dreistündiges Epos. Die auf dem gleichnamigen Stummfilm von Cecil B. De Mille basierende Produktion ist die erste Christus-Verfilmung, die in Farbe gedreht wurde. Bild: Die Neuabtastung des originalen 70mm SuperTechnirama-Materials (siehe Kasten) ist eine Offenbarung. Der 50 Jahre alte Film verfügt über ein höheres Schärfe- und Detailniveau als manch aktuelle Produktion. Auch die kräftigen Farben begeistern und Verschmutzungen sind keine zu sehen. Ton: Der deutsche Mono-Ton klingt zwar etwas belegt, aber weniger blechern als Filme ähnlichen Alters. Der 5.1-Originalton besticht durch toll…
Das furchteinflößende Sequel des Überraschungserfolgs von 2009 ist eigentlich ein Prequel und spielt einige Monate vor den Geschehnissen des ersten Teils. Statt eines Pärchens sucht der Dämon diesmal eine Familie heim. Kein Zufall, denn die Mutter ist die Schwester des Opfers aus Teil 1. Bild: Im Vergleich zum ersten Teil haben sich Schärfe und Detailzeichnung gesteigert. Tageslichtszenen sehen diesmal auch aus wie von einer HD-Digitalkamera. Dunkle Einstellungen von Überwachungskameras rauschen jedoch gewaltig. Ton: Wie in Teil 1 konzentriert sich das tonale Geschehen auf Center und die Front-Lautsprecher. Die Ausnahme: Immer wenn der Dämon aktiv wird, beginnt der Subwoofer langsam und…
1828 herrscht in der Anatomie-Hochburg Edinburgh ein Mangel an sezierbaren Leichen. Ein gefundenes Fressen für die Kleinganoven Burke (Simon Pegg) und Hare (Andy Serkis), die sich fortan als Leichendiebe verdingen. Durchwachsene Brit-Komödie von John Landis ("Die Glücksritter). Bild: Die Edinburgh-Szenerie verfügt über eine gute Detail- und Kantenschärfe. Allerdings lässt aufgrund eines flauen Kontrastumfangs der Schwarzwert in einigen Szenen zu wünschen übrig (Kutsche bei 22:58, Gang bei 38:56). Ton: Der 5.1-Mix erzeugt dank Umgebungsgeräuschen (jubelndes Volk bei 3:55) sowie einer Handvoll Surroundeffekte (splitterndes Glas bei 14:12) eine gute Klangkulisse. Extras: "Premiere mit John Landis" (50:17), Interviews (59:13), entfallene Szenen (10:57), Outtakes…
Mit seiner gleichnamigen Gang überfällt der Dobermann (Vincent Cassel) Banken in Paris. Der korrupte Cop (Tchéky Karyo) hat sich geschworen, den Dobermann zu fassen. Tot, nicht lebendig! Der Mix aus blutiger Popcorngewalt und Gesellschaftssatire wurde vor kurzem vom Index genommen, woraufhin der Independent-Anbieter Capelight sich zur Veröffentlichung dieser limitierten 3-Disc-Collector’s Edition im Mediabook mit 24-seitigem Booklet entschloss. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine günstigere Single-Blu-ray folgen. Bild: Leider kam offenbar nicht der remasterte und vom Regisseur überwachte HD-Transfer von 2009 zum Einsatz, anders sind die schwache Detailauflösung und geringe Tiefenwirkung, die über weite Strecken kaum über DVD-Niveau liegen, nicht zu…