Autor: Christoph Ebert

Gleich zu Beginn des Audiokommentars räumt Regisseur John Hillcoat ("The Proposition") ein, dass er nicht viel Erfahrung mit solchen Dingen hat und viel improvisieren wird. Und in der Tat fällt dem 50-jährigen Australier aufgrund mangelnder Vorbereitung nicht sonderlich viel Geistreiches zu seiner Leinwand-Adaption des Pulitzerpreis-gekrönten Romans von Cormac McCarthy ein. Nur hin und wieder erfährt man Interessantes, unter anderem, dass eine Rauchwolke von den Anschlägen des 11. Septembers stammt (8:05). Da ist es nicht weiter tragisch, dass die sieben Minuten an entfallenen und erweiterten Szenen (inklusive einer verlängerten End-Sequenz) nicht kommentiert werden. Das elfminütige Making-of besteht leider größtenteils aus banalen…

Weiterlesen

Wie gelangt ein 1928 veröffentlichtes Buch namens "Bambi", geschrieben vom Wiener Versicherungsangestellten Felix Salten, in die Hände von Walt Disney? Die kurze Antwort: eine Verkettung glücklicher Umstände. Die lange Antwort gibt das hervorragende Making-of in den Extras. Fest steht, dass der König des Trickfilms mit der Produktion von "Bambi" 1942 alles auf eine Karte setzte: Das Studio war verschuldet, Großprojekte wie "Fantasia" oder "Dumbo" waren an der Kino­kasse gefloppt. Doch manchmal entsteht aus verzweifelten Situationen Großartiges und die Geschichte über das dramatische Heranwachsen des Hirschkitzes Bambi wurde zum herzergreifenden Meisterwerk. Ebenfalls meisterlich, wenn auch nicht so umfangreich wie sonst kommen…

Weiterlesen

Tagsüber sorgt Matt Murdock (Ben Affleck) im Gericht für Gerechtig­keit, nachts jagt er als Superheld Daredevil Verbrecher durch die Straßen von New York. Endlich mal wieder ein Director’s Cut, der die Kinofassung dramatisch aufwertet. Von den 30 Zusatzminuten profitiert der bislang holprige Mittelteil, der jetzt durch einen Handlungsstrang mit Rapper Coolio ergänzt wird. Auch ist Bösewicht Kingpin noch böser und die Beziehung zwischen Matt Murdock und Elektra bleibt distanzierter, da die Bettszene fehlt. Bild: Wer auf ein besseres Bild als bei der Fox-Version von 2009 gehofft hat, wird enttäuscht. Auch die Kinowelt-Disc sieht kaum besser aus als die vorzügliche DVD.…

Weiterlesen

In der amüsanten Fortsetzung des Überraschungshits von 2001 (141 Millionen Dollar Einspiel) zieht es Elle (Reese Witherspoon) nach Washington. Im politischen Schmelztiegel organisiert die modebewusste Blondine die irrwitzigste Tierschutzkampagne aller Zeiten. Bild: Das von diffusen Lichtquellen und Gegenlichtaufnahmen geprägte Bild ist zwar so bunt und kontrastreich wie bei Teil 1 (Test links), aber nicht so scharf und detailreich – und statt feinem Filmkorn gibt es vermatschtes Videorauschen. Ton: Der 5.1-Mix ist auf dem Niveau des ersten Teils. Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen (9:32), "Blonder Ehrgeiz" (22:27), "Blondine in Pink" (6:37), "Sternenbanner" (7:35), "Eine haarige Philosophie" (6:56), "Elles Hymne" (7:13), "Kleine Patzer"…

Weiterlesen

Um ihrem Ex-Freund zu beweisen, was sie wirklich drauf hat, meldet sich Elle an der Elite-Uni Harvard zum Jurastudium an. Doch mit ihrer Blondinen-Mentalität eckt sie zunächst an. Quirlige Girliekomödie, die Reese Witherspoon vor zehn Jahren den Durchbruch bescherte. Bild: Die kräftigen Farben – allen voran die von der Protagonistin bevorzugten Rot- und Rosatöne – drücken dem Cinemascope-Transfer ihren Stempel auf. Schärfe und Detailzeichnung sind gut bis sehr gut. Dicke vier Punkte. Ton: Die mit vielen Pop-Songs angereicherte 5.1-Abmischung beschränkt sich meist auf die Frontkanäle, an der Klangtreue gibt es hingegen nichts auszusetzen. Extras: Zwei Audiokommentare, entfallene Szenen (9:45), "Hinter…

Weiterlesen

Um den Geburtstermin seiner Frau nicht zu verpassen, muss der Architekt Peter Highman (Robert Downey Jr.) in fünf Tagen von Atlanta nach Los Angeles kommen. Eigentlich nicht problematisch, doch dann kreuzt der Möchtegernschauspieler Ethan Tremblay (Zach Galifianakis) seinen Weg – und löst eine beispiellose Katastrophenkette aus. Kurzweilige Roadtrip-Komödie von "Hangover"-Regisseur Todd Phillips. Bild: Der kontrastreiche und defektfreie Cinemascope-Transfer bietet eine meist sehr gute Detail- und Kantenschärfe sowie eine meist hohe Tiefenwirkung. Gelegentliche Rauscheinlagen bleiben artefaktfrei. Ton: Nicht nur die Musik klingt voluminös, auch die diversen Autocrashs wurden dynamisch und detailreich vertont. Extras: An Extras gibt es nur 15 Minuten an…

Weiterlesen

Nach einer durchzechten Party­nacht erwachen vier Freunde (u.a. John Cusack) im Jahr 1986. In der Ära der neonfarbenen Leggins und Schulterpols­tern lässt es das Quartett nochmal richtig krachen. Der meist missglückte Mix aus "Hangover" und "Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit" liegt auf Blu-ray in der Kinofassung und dem zwei Minuten längeren Extended Cut vor. Bild: Zwar wurde das Bild mit leuchtenden Farben und einem kräftigen Kontrast auf Hochglanz poliert, doch das Schärfe- und Detailniveau schwankt mitunter stark: Zu oft sehen sogar Nahaufnahmen weich aus (Langfassung bei 25:38, 92:34). Ton: Sowohl der 80er-Jahre-Sound als auch die Zeitsprung­szenen wurden…

Weiterlesen

Eine Explosion schneidet den Tunnel zwischen Manhattan und New Jersey von der Außenwelt ab. Die Eingeschlossenen kämpfen verzweifelt ums Überleben. Ihre einzige Hoffnung liegt in den Händen von Kit Latura (Sylves­ter Stallone). Klassisches Desaster-Movie mit allem, was dazugehört. Bild: Schärfe und Schwarzwert sind meist gut, doch haben Dropouts, Verschmutzungen, Doppelkonturen und Video­rauschen auf einer Blu-ray nichts verloren. Da Universal keinen neuen Transfer anfertigen ließ, sieht das Bild nicht besser aus als auf der HD-DVD (Test in audiovision 1-2008). Ton: Explosionen und einstürzende Tunnelmauern werden von einem fulminanten Tiefbassgrollen untermalt und direktionale Effekte sind perfekt auf die jeweilige Kameraposition abgestimmt. Der…

Weiterlesen

Die Blu-ray birgt vier Knetfiguren-Kurzfilmklassiker mit dem dümmlich-naiven Wallace und seinem treu ergebenen Hund Gromit, als da wären: die oscarnominierten "Alles Käse" und "Auf Leben und Brot" sowie die Oscar-Gewinner "Die Techno-Hose" und "Unter Schafen". Bild: Die Bildqualität steigert sich mit jedem Film. Die ersten beiden Knetabenteuer (in 4:3) rauschen heftig, sind aber scharf und plastisch. Film 3 und 4 (in 16:9) legen eine Schärfe-Schippe rauf, rauschen kaum und haben kräftigere Farben. Ton: Tonal steigern sich die Filme in puncto Raumklang kaum. Nur der Score nutzt mit jedem Film mehr die Rears. Extras: Vier Audiokommentare, zehn Mini-Kurzfilme (19:04), vier Making-ofs…

Weiterlesen

Zwar werden in der letzten Staffel nicht alle Geheimnisse gelüftet, trotzdem zählte das Serienfinale zu den TV-Highlights 2010. Die tolle Bild- und gute Tonqualität entspricht der Vorgänger-Season. An Extras gibt’s vier Audiokommentare, eine achtminütige Serienzusammenfassung, einen zwölfminütigen Epilog (war im TV nicht zu sehen), ein 39-minütiges Making-of der letzten Staffel, acht Production-Featurettes (47:11) und entfallene Szenen. Über das BD-Live-Portal erhält man Zugriff auf jede Menge weiteres "Lost"-Material. Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 4 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Disney Format…

Weiterlesen