Autor: Christoph Ebert

Mit Mitte 50 muss sich der ehemalige NASA-Astronaut Charles Farmer (gut, aber unterfordert: Billy Bob Thornton) als einfacher Rancher durchschlagen. Doch sein Traum lebt weiter – und so baut er kurzerhand eine eigene Rakete, mit der er sich ins All katapultieren will. Doch weder seine Frau (Virigina Madsen) noch das FBI sind von Charles‘ tollkühnen Plänen begeistert. Sympathisch-skurriles Weltraummärchen mit Seitenhieben auf die paranoide Stimmung in den USA. Die Blu-ray-Disc gibt’s bei uns als kostenlose Abo-Prämie im AV-Shop. Bildqualität: Die Bildqualität des in warmen Farben gehüllten Cine­mascope-Transfers ist schlicht umwerfend. Egal ob die tollen Panoramaaufnahmen des amerikanischen Westens, die Häuserfronten…

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Nach 15 Jahren Haft kehrt der Barbier Sweeney Todd (Johnny Depp) ins London des späten 19. Jahrhunderts zurück. Einst hatte ihn der eifersüchtige Richter Turpin (Alan Rickman) unschuldig nach Übersee verbannt, um sich Todds hübscher Frau zu bemächtigen. Rachsüchtig entledigt sich der Barbier nun mit scharfen Rasiermessern seiner damaligen Peiniger. Unterstützt wird er von der verschrobenen Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter), die Todds Opfer ‚recycelt‘ und so ihr Pastetengeschäft wiederbelebt. In Tim Burtons blutgetränkter Verfilmung von Steven Sondheims Musical werden viele Kehlen aufgeschlitzt und noch mehr gesungen. Stimmlich geben sich die Darsteller dabei keine Blöße und machen die Schauermär so…

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Normalerweise haben sich im Bonusmaterial immer alle ganz doll lieb. Sätze wie "he is an amazing actor", "he is just the best" oder "she is great to work with" fallen im Minutentakt. Ganz anders während des 33-minütigen Videotagebuchs von Darren Lynn Bousman. Der "Saw 4"-Regisseur ist stets gereizt, wirkt oft nicht sonderlich glücklich, raunzt Kollegen an und steht mit dem Produzenten auf Kriegsfuß. Aber gerade deswegen ist dieser Beitrag sehenswert. Ebenfalls informativ, wenn auch weniger unkonventionell: Featurettes über die Requisiten (8:38) und die Fallen (16:14). Audiokommentare sucht man vergebens. Die befinden sich nur auf der US-Version des längeren Director’s Cut,…

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David Rice (Hayden Christensen) kann sich an jeden Ort der Welt teleportieren: Er frühstückt auf der Sphinx, surft mittags auf den Malediven und flirtet abends in einem Londoner Pub. Doch seine Reisefreiheit als ‚Jumper‘ nimmt ein jähes Ende, als ihn der Anführer eines mysteriösen Geheimbunds aufspürt. Denn die Elitekrieger, Paladine genannt, versuchen seit Jahrhunderten David und seinesgleichen auszurotten. Mit Samuel L. Jackson vor und "Bourne"-Regisseur Doug Liman hinter der Kamera hätte "Jumper" eigentlich ein 1a-Fantasy-Spektakel werden können, ja werden müssen. Doch leider verkommt der Film zu einem bunten wie belanglosen Kino­-Bilderbuch mit oberflächlichen Charakteren und einer vor sich hin plätschernden…

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Robert Zemeckis filmische Umsetzung des altenglischen Heldengedichts um den Krieger Beowulf und dessen Kampf gegen den Dämonen Grendel ist etwas ganz besonderes. Denn wie bei seinem "Polar-Express" verpflanzte er mittels ‚Performance-Capture‘-Technologie (siehe Kasten auf Seite 48) Hollywood-Stars wie Angelina Jolie, Anthony Hopkins und John Malkovich in eine vom Computer erschaffene 3D-Welt. Das sieht toll aus und ist obendrein noch äußerst unterhaltsam – und in der Director’s-Cut-Fassung um einiges brutaler als im Kino. Die FSK-12-Freigabe löste bei unserem Testteam Kopfschütteln aus. Bild- und Tonqualität: In schöner Regelmäßigkeit versetzte uns der Cinemascope-Transfer in Staunen. Egal ob plas­tische Gesichter, feinste Körperbehaarung oder präzise…

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Egal wie heikel das Problem oder prekär die Situation, Anwalt Michael Clayton (George Clooney) ist der Mann für die juristische Drecksarbeit in einer angesehenen New Yorker Kanzlei. Als Kollege Arthur Edens (Tom Wilkinson) droht in einer Millionenklage seinen Mandanten, den Chemiekonzern U-North, zu sabotieren, ruft man Clayton, um dem Schlamassel ein Ende zu setzen. Doch dabei gerät er in die Mühlen einer gefährlichen Intrige, in die auch die über Leichen gehende Chefjuristin von U-North (Nebendarsteller Oscar für Tilda Swinton) verwickelt ist. Der eindringliche wie komplexe Justiz-Thriller setzt auf ausgefeilte Dialoge statt auf Action und einen George Clooney, der als desillusionierter…

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Im Gegensatz zur Drei-Disc-DVD-Edition (Test in audiovision 5+6/2008) findet sich auf der Blu-ray-Disc nur der Kinocut und nicht die härtere Extended-Edition des zweiten Alien-Predator-Gemetzels. Das ist umso ärgerlicher, da Fox in den USA via Seamless-Branching-Technik beide Filmfassungen auf Blu-ray bannte. Bild- und Tonqualität: Erfreuliches gibt es hingegen vom Bild zu berichten, denn das ist – wie beim Fox-Titel "Alvin und die Chipmunks" – viel schärfer und viel plastischer als auf DVD. Und wenn der Predator durch den Wald oder die Kanalisation streift, erkennt man Umrisse und Hintergründe, die auf DVD im Dunkeln absoffen. Der DTS-Track (768 KBit/s) klingt genauso spektakulär…

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