Anfang der 60er-Jahre bricht das kommerzielle Jet-Zeitalter an und Pan Ams Elite-Stewardessen (u.a. Christina Ricci) düsen von New York City in alle Welt. Auf dem Flugplan stehen Liebesaffären, Naturgewalten und Spionage. Die weibliche "Mad Men"-Version legte nach vielversprechendem Take-off leider eine Quoten-Bruchlandung hin und wurde nach 14 Episoden abgesetzt. Hierzulande lief die Serie auf dem Pay-TV-Sender Glitz unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das mittels Farbfiltern, Gegenlichtaufnahmen, diffusen Lichtquellen und gelegentlichen Weichzeichnern auf 60er-Jahre getrimmte Bild gefällt, die HD-Ausstrahlung bot allerdings spürbar mehr Details. Die deutsche 2.0-Abmischung macht ihre Sache ordentlich, der englische 5.1-Ton klingt aber weiträumiger und detailreicher. Extras: "Wie man…
Autor: Andreas Oswald
Der aus den Fängen von Al-Qaida befreite Soldat Nicholas Brody (Damian Lewis) wird nach seiner Rückkehr in die USA als Kriegsheld gefeiert. Nur die brillante, aber mental angeschlagene CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) glaubt, dass Brody ein falsches Spiel spielt – und einen Terroranschlag auf amerikanischem Boden plant. Im Gegensatz zum inhaltlich verwandten "24" kommt die mit Emmys und Golden Globes überhäufte Serie größtenteils ohne Action aus, was sie aber nicht weniger spannend macht – ganz im Gegenteil. Ein starkes Stück TV-Entertainment. Bild- und Tonqualität: Digital mit Arri-Alexa-Kameras gedreht kommt "Homeland" fast durchgehend kantenscharf und detailreich daher. Helle Außenaufnahmen verfügen…
Nach "Rambo 2" und "Die City Cobra" wanderte mit "Cliffhanger" jüngst ein weiterer Stallone-Film vom Index. Im Zuge einer FSK-Neuprüfung wurde er sogar ungeschnitten ab 16 Jahren freigegben. Die bisherige FSK-16-Version war um vier Minuten gekürzt. Die neue Edition erkennt man an der Steelbook-Verpackung und dem "uncut"-Schriftzug. Auf ein umfangreiches Remastering des Bildes wurde leider verzichtet, dafür begeistert die 5.1-Abmischung mit tollen Surroundeffekten, klaren Dialogen und einem raumfüllenden Score. Beim Bonusmaterial müssen wir hingegen wieder etwas meckern. Denn obwohl die amerikanische Blu-ray mit einem Kommentar, entfallenen Szenen und Featurettes aufwartet, finden sich hier lediglich Presse-Interviews ("Was hat Sie an der…
Im Sequel des Mega-Blockbusters müssen die drei bezaubernden Engel (Cameron Diaz, Drew Barrymore, Lucy Liu) zwei gestohlenen Titan-Ringe mit Geheiminformationen wiederbeschaffen. Obwohl nirgends auf dem Cover vermerkt, handelt es sich um die Extended-Version des Films. Bild: Das Bild ist bunt und kontrastreich. Da man auf eine neue HD-Abtastung verzichtete, schwankt der Schärfe- und Detailgrad aber nur zwischen befriedigend und gut. Ton: Es rumst ordentlich auf allen Kanälen, doch leider nur in komprimiertem Dolby Digital. Extras: "Die Pussycat Dolls" (4:55), "Choreographie der Kampfszenen" (6:07), "Kamerawinkel XXX-Treme" (9:05), "Vollgas" (17:51), "Das Produktions-Design des Films" (7:26), "Am Set" (4:06), "Nichts kommt einem kurzen…
Nachdem Captain Whitaker (Denzel Washington) mit einer manövrierunfähigen Maschine eine kontrollierte Bruchlandung hinlegt, wird er als Held gefeiert. Doch die Untersuchung des Absturzes wirft ein neues Licht auf den Lebensretter. Starkes Drama mit einem überragenden Hauptdarsteller. Bild: Dank digitalem 5k-Dreh mit Red-Kameras bietet sich dem Betrachter, trotz gedämpfter Farben und eingeschränkter Szenenausleuchtung, ein scharfes und detailreiches sowie praktisch rauschfreies Bild. Ton: Der actionlastige Auftakt (25 Minuten) klingt fantastisch, auch der eher ruhigere Rest wurde mit Liebe zum Detail vertont. Extras: Making-of (11:30), "Q&A" (14:17), "Anatomie eines Flugzeugabsturzes" (7:45), "Entstehung von Flight" (10:28), Trailer. Die Wertung Film 5 von 6…
Ex-Großstadt-Cop Owens (Arnold Schwarzenegger) hat als Dorfsheriff von Sommerton nicht viel zu tun – bis ein Drogenboss samt Söldnergefolge dem verschlafenen Nest einen Besuch abstattet. Arnies kurzweiliges Comeback wurde von Korea-Talent Kim Jee-woon inszeniert. Bild: Der von erdigen Farben (Western-Look) dominierte Cinemascope-Transfer ist in praktisch jeder Einstellung knackscharf und bietet eine teils beachtliche Detailauflösung. Ton: Effekttechnisch bietet die 5.1-Abmischung alles, was das Heimkino-Herz begehrt. Die Musik spielt hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Extras: Making-of (28:11), Interview mit Arnold Schwarzenegger (5:46), entfallene Szenen (22:2), B-Roll (3:37), "Cornfield Chaos Scene Breakdown" (11:21), "Weaponry Museum Tour" (11:21), "Actor-Cam Anarchy" (10:32). Die Wertung …
Film: Der an Kinderlähmung erkrankte Mark O’Brien (John Hawkes) ist bewegungsunfähig und muss die meiste Zeit des Tages in einer Eisernen Lunge verbringen. Im Alter von 38 Jahren beschließt er, seine Jungfräulichkeit zu verlieren und wendet sich an die Sex-Therapeutin Cheryl (Oscar-nomininert: Helen Hunt). Die auf wahren Tatsache beruhende Tragikomödie unterhält und bewegt gleichermaßen. Bild: Das meist in warme Farben getauchte Bild sieht knackig aus, eine hohe Kantenschärfe und Detailzeichung gibt es inklusive (Digitaldreh mit Red One in 4k). Ton: Um Surroundeffekte wahrzunehmen, muss man schon ganz genau hinhören, Dialoge und Musik verteilen sich aber klar und gut verständlich über…
In der kurzweiligen Fortsetzung des belgischen Animationsspaßes landen die Schildkröten-Freunde Sammy und Ray als Touristenattraktion in einem großen Aquarium. Bild: Sowohl in 2D als auch 3D wirkt der 1,78:1-Transfer scharf, detailreich, bunt und rauschfrei. Banding-Effekte stören etwas. 3D: Die Raumtiefe fällt zwar nicht so groß wie beim Original aus, was aber mit besserer Fokussierbarkeit und angenehmerem Sehgefühl zu Buche schlägt. Das Bild wirkt sehr plastisch, dreidimensional und damit wie zum Anfassen. Wie schon Teil 1 produzierte auch die Fortsetzung auf unserem Test-Equipment deutliches Ghosting. Ton: Die agilen Rears sorgen für eine einhüllende Unterwasser-Atmosphäre, auch die dynamische Musik spielt räumlich. Leider…
Nachdem Frankensteins Hund von einem Auto überfahren wird, reanimiert der wissenschaftlich begabte Schüler seinen vierbeinigen Freund via Blitzschlag. Seine Kumpel kommen auf dieselbe Idee, erschaffen aber gefährliche Monster. Tim Burtons Kino-Adaption seines gleichnamigen Kurzfilms fehlen leider Ideen, Witz und sympathische Figuren. Gelungen sind dagegen die Stop-Motion-Animationen in klassischem Schwarz-Weiss. Bild: Trotz fehlender Farben fasziniert der rauschfreie 1,85:1-Transfer. Tiefes Schwarz und differenzierte Graustufen formen plastische HD-Bilder, dank hervorragender Auflösung und Schärfe kann man auch feine Texturen erkennen. Selbst animationstypische Steckenpferde wie Banding- und Aliasing-Effekte sind kein Thema. Auch in 3D erfreut das Bild mit plastischer wie geschlossener Dreidimensionalität, die Ebenen klar…
"Nach Hurt Locker begann ich eine Story über die Jagd Osama bin Ladens", erzählt Regisseurin Kathryn Bigelow im äußerst dürftigen Bonusmaterial und fährt fort: "Inmitten der Arbeit an dieser Geschichte geschah der 1. Mai 2011. Die Historie sprengte unser Projekt. Wir mussten eine neue Story beginnen. Die Story war schwierig, weil jeder das Ende kannte, aber niemand weiß, wie es dazu kam". Woher Bigelow ihre Informationen zur Jagd und Tötung des Al-Qaida-Führers bezog, wird in den Extras leider nicht geklärt. Auch bleibt unklar, ob US-Geheimdienste Einfluss auf das Drehbuch und die Produktion nahmen. Spannend ist der für fünf Oscars nominierte…