Autor: Andreas Oswald

Eigentlich liegt der besondere Reiz des Zwei-Personen-Kammerspiels über ein geschiedenes Ehepaar, das sich nach Jahren auf einer Hochzeit wiedertrifft, darin, dass der gesamte Film eine einzige Split-Screen-Montage ist. Auch die Boni gehen intensiv auf dieses kreative Stilmittel ein. Blöd nur, dass auf der Blu-ray nicht die Split-Screen-Version, sondern lediglich die "single frame"-Fassung zu finden ist. Bild: Trotz HD-Videodreh wirkt das Bild filmisch, allerdings erreicht die Schärfe nur selten überdurchschnittliches Niveau, was auch an den vielen diffusen Lichtquellen liegt. Ton: Das Hochzeits-Setting wurde hier und da mit Hintergrundgeräuschen wie Gesprächen oder Musik unterlegt. Extras: Interviews (46:50), Making-of (3:48), "Tellurie Filmfestival 2005"…

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Carl Allen (Jim Carrey) führt ein trostloses Leben – bis er sich eines Tages von einem Motivationstrainer (Terence Stamp) zum lebensbejahenden Optimisten umpolen lässt. Doch Carls neue Offenheit birgt auch Tü­cken. Mittelprächtiger Abklatsch von Carreys Hit "Der Dummschwätzer". Bild: Das Schärfeniveau ist zwar gut, doch wünscht man sich oft mehr Details und eine höhere Tiefenwirkung. Für einen brandneuen Film etwas enttäuschend – knappe vier Punkte. Ton: Neben vielen Song-Einspielungen kann vor allem die "Ja"-Versammlung mit Bass und Effekten tonal überzeugen. Extras: "Improvisationen am Set" (3:59), "Komische Stunts" (11:52), "Am Set mit Danny Wallace" (8:32), "Der Sound der Zukunft" (5:28), "Sag…

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1958 – der Schüler Michael lernt die 20 Jahre ältere Schaffnerin Hanna (Kate Winslet) kennen und lieben. Vor dem Akt muss er ihr immer vorlesen. Doch erst Jahre später erfährt Michael die Wahrheit über Hannas dunkle Vergangenheit. Oscarprämierte Kino-Adaption des deutschen Bestsellers. Bild: Trotz oft bräunlicher Farbgebung, diffusen Lichtquellen und Gegenlichtaufnahmen (50er-Jahre-Optik) ist das Schärfe- und Detailniveau meist sehr gut. Ein schönes HD-Bild. Ton: Von einigen wenigen Surroundeffekten abgesehen, geben hier die gut verständlichen Dialoge den Ton an. Extras: Audiokommentar, Making-of (23:30), entfallene Szenen (54:40), "Gespräch zwischen Stephen Daldry und David Kross" (9:46), "Kate Winslet über die Kunst des…

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Wachmann Paul Blart (Kevin James) verrichtet in einer Shopping Mall seinen unspektakulären Dienst. Doch als ein paar Ganoven den Konsumtempel überfallen, wächst der dickliche Looser über sich hinaus. Kurzweilige Slapstick-Klamotte dank eines hervorragend aufgelegten Hauptdarstellers. Bild: Die Detail- und Kantenschärfe ist zwar gut, jedoch lässt ein überzogener Kontrast das Bild nicht sonderlich filmisch aussehen (auch aufgrund der nicht immer natürlichen Farben) und die zahlreich vorhandenen hellen Flächen tendieren zum Überstrahlen. Knappe vier Punkte. Ton: Zwar gibt es während der zahlreichen Actioneinlagen hin und wieder nette Bass- und Surround-Einlagen, insgesamt bekennt sich der 5.1-Mix aber zu seinen Komödien-Wurzeln. Extras: Audiokommentar,…

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Der New Yorker Detective Keith Frazier (Denzel Washington) soll einen Banküberfall mit Geiselnahme unblutig beenden. Doch sein vermummter Widersacher (Clive Owen) reagiert nicht so, wie er es laut Polizei-Handbuch tun müsste. Hochkarätiges Popcorn-Kino der intelligenten Art. Bild: Clive Owens Gesichtszüge zeichnen sich in der Eröffnungsszene zwar rasiermesserscharf ab, doch bei Halbtotalen (78:57, 103:01) wünscht man sich regelmäßig mehr Schärfe und Details (eingeschränkte Plastizität). Dicke vier Punkte. Ton: Nur während der spärlichen Actionszenen kommt der klanglich hervorragende 5.1-Mix (Vorspann-Musik) in die Gänge. Ruhigere Momente wurden zu frontlastig vertont. Extras: Audiokommentar mit Regisseur Spike Lee, entfallene Szenen (19:39), Making-of (10:21), Gespräch zwischen…

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San Francisco 1972 – als erster offen Männer liebender Mann versucht Harvey Milk (Sean Penn) ein politisches Amt zu erobern – zum Entsetzen der konservativen Kollegen. Mit zwei Oscars (Hauptdarsteller, Drehbuch) prämiertes Biopic von "Good Will Hunting"-Regisseur Gus van Sant. Bild: Vom verrauschten und blassen Archivmaterial abgesehen wirkt das mittels Kontrast- und Farbfiltern sowie Grießeln auf 70er-Jahre getrimmte Bild scharf und filmisch. Ton: Danny Elfmans Score hätten wir uns etwas räumlicher und dynamischer gewünscht. Auch auf großartige Surroundeffekte haben die Macher weitgehend verzichtet. Extras: "Marsch für Gleichberechtigung" (7:57), "Erinnerung an Harvey Milk" (13:20), "Hollywood kommt nach San Francisco" (14:31), entfallene…

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Rebecca Bloomwood hat von Gelddingen null Ahnung und alle Kreditkarten bis zum Anschlag ausgeschöpft. Doch durch Zufall landet die frisch entlassene Modejournalistin aus­gerechnet bei einem Wirtschaftsmagazin. Romantische Komödie mit zeitgenössischer Finanzkrisen-Message. Bild: Der auf Hochglanz gebürstete-Transfer bietet eine fast durchgehend tolle Detail- und Kantenschärfe samt hoher Tiefenwirkung und eine bonbonartige Farbgebung. Ein HD-Bild, das einfach Spaß macht. Ton: Nur während einiger Songs wird die Klangkulisse durch Einbeziehung der Surround-Kanäle zum Leben erweckt. Extras: "Kostüme" (3:01), "Einkaufstempel" (2:32), "Der grüne Schal" (1:33), "Die Fashion-Zentrale" (2:34), "Desig­ner-Sale-Wahnsinn" (1:58), "Mannequins" (1:50), entfallene Szenen (6:39), Pannen vom Dreh (2:07), drei Musikvideos. Die Wertung …

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Im Remake des Kult-Slashers von 1980 geben sich debile Dialoge wie "Deine Titten sind hammergeil" und vorzüglich inszenierte Tötungssequenzen die Klinke in die Hand. Das ist zwar nicht oscarverdächtig, aber sehr unterhaltsam. Schade: Den längeren Killer-Cut gibt’s nur in den USA. Bild: Der rausch- und defektfreie Cinemascope-Transfer ist nicht nur scharf, detailreich und plastisch, sondern glänzt obendrein mit einem ausgewogenen Kontrastumfang und kräftigen Farben. Selten sah ein Film mit so vielen dunklen Szenen so toll aus. Dicke fünf Punkte. Ton: Jasons zahlreiche Metzel-Attacken wurden derart dynamisch, bassstark, räumlich und präzise vertont, dass einem jedes Mal der Schreck in die…

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Der verwitwete Kriegsveteran Walt Kowalski (Clint Eastwood) hasst jeden – vor allem seine koreanischen Nachbarn. Doch als eine Jugendgang die Gegend unsicher macht, eilt Walt mit gezücktem Gewehr zu Hilfe. Bewegendes Drama über Rassismus und falsches Heldentum. Bild: Der Cinemascope-Transfer bietet eine durchgehend hervorragende Kanten- und Detailschärfe. Allerdings wurde die Optik mittels Farbfilter (entsättigte Grün/Gelbtöne dominieren) und einem überzogenen Kontrast bewusst auf unfreundlich getrimmt, worunter die Tiefenwirkung leidet. Ton: Zu einer detaillierten Stereofront gesellen sich einige Umgebungsgeräusche auf den Surrounds; wenig Dynamik. Extras: "Making-of: The Eastwood Way" (19:17), "Making-of: Die Bemannung des Rades" (9:23), "Gran Torino: Mehr als nur…

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Auf der Suche nach dem Mittel­punkt der Erde entdecken Wissenschaftler Trevor Anderson (Brendan Fraser), sein Neffe und eine sexy Bergführerin (siehe Fakten-Check) eine geheimnisvolle Welt. Der erste komplett digital in 3D gedrehte Spielfilm basiert lose auf dem Jules-Verne-Klassiker. Bild: Die maue Schärfe und geringe Tiefenwirkung entsprechen eher einer DVD. Auch Farben wirken blass, nicht zuletzt da Schwarz meist wie dunkelgrau aussieht. Für eine neue Big-Budget-Produktion ein rundum enttäuschendes Bild. Ton: Der 5.1-Mix verleiht der turbulenten Expedition ins Erd­innere von Anfang bis Ende eine tolle 360-Grad-Klangkulisse, die den Zuschauer mit detailreichen Effekten einhüllt. Extras: Audiokommentar, 3D-Version mit 2 Brillen, "Eine Welt…

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