Autor: Andreas Oswald

Wussten Sie, dass es ein "Star Wars"-Weihnachtsspecial gibt, in dem Chewbaccas Wookie-Familie 20 Minuten lang vor sich hin grunzt (ohne Untertitel) und dass von jedem "Star Wars"-Film dutzende Fan-Schnittfassungen im Inter­net kursieren? Dies und mehr aus dem "Star Wars"-Universum erfährt man in "The People vs. Geroge Lucas". Doch solch teils skurril anmutende Informationen sind ein Abfallprodukt, denn im Fokus der unterhaltsamen wie informativen Dokumentation steht die Hassliebe zwischen den "Star Wars"-Fans und dem "Star Wars"-Schöpfer. Anhand von 634 Stunden Filmmaterial, 14 Terabyte Speicherplatz, 126 Interviews sowie tausenden Fanmails und Materialeinreichungen geht Regisseur Alexandre O. Philippe der Frage nach, wie es…

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Den 15-jährigen Jun verschlägt es aus unserer Gegenwart ins 9. Jahrhundert, inmitten eines Krieges zwischen Monstern und den Menschen von Kyoto. Als prophezeiter Drachenbändiger soll er das Blutvergießen beenden. Toll animierter Fantasy-Anime mit Öko-Botschaft. Bild: Der Cinemascope-Transfer überzeugt mit hoher Kantenschärfe (keine Doppelkonturen), gezeichnete Hintergründe und Computertexturen bieten viele Details. Auch der homo­gene Kontrast und die kräftigen Farben gefallen. Ton: Der Sound spielt räumlich, differenziert und mit hoher Dynamik. Geräusche und Effekte sprechen regelmäßig die Rears an, die Monsterangriffe donnern mit satter Bassunterstützung. Der O-Ton spielt etwas dynamischer und plastischer. Extras: "Concept-Art-Galerie" mit 64 Zeichnungen. Die Wertung Film 4…

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Im Jahr 2194 bombardieren Aliens die Erde mit radioaktiven Meteoriten. Als letzte Hoffnung der Menschheit bricht die Mannschaft des Schlachtschiffs Yamato zum Planeten Iscander auf, um dort ein Mittel gegen die tödliche Strahlung zu finden. Schon 1974 düste die Yamato als Anime durchs japanische Fernsehen, nach drei Staffeln, etlichen Direct-to-Video-Produktionen und Anime-Kinofilmen war eine Realverfilmung des Stoffes überfällig. Der Blockbuster begeistert mit spektakulären Raumschlachten, tollen Special Effects und nostalgischem Space-Opera-Feeling, die über Plotschwächen hinwegsehen lassen. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist scharf und detailreich, plastisch gleitet die Yamato durchs All. Öfters rauscht es auch mal stärker, was vor allem in reinen CGI-Aufnahmen…

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Im Jahr 2027 versinkt England im Chaos, Terroranschläge gehören zum Alltag und seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren. Unterhaltsames wie sozialkritisches Endzeitszenario mit einem starken Clive Owen. Bild: Obwohl das Bild mittels Grautönen und Kontrastfilter auf schmutzig getrimmt wurde, kommt dank hoher Detailauflösung oft HD-Feeling auf. Rauschen sieht stets nach feinem Filmkorn aus. Ton: Während eines Häuserkampfs bringen basskräftige Explosionen die Hosenbeine zum Flattern und Schusswechsel zischen einem direktional um die Ohren. Auch ruhige Szenen wurden mit Umgebungsgeräuschen gut vertont. Extras: Bild-in-Bild-Track, "Angriff der Männer" (7:35), "Es bleibt Hoffnung" (27:17), entfallene Szenen (2:23), "Futuris-tisches Design" (8:39), "Visuelle Effekte"…

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Eigentlich liegt der besondere Reiz des Zwei-Personen-Kammerspiels über ein geschiedenes Ehepaar, das sich nach Jahren auf einer Hochzeit wiedertrifft, darin, dass der gesamte Film eine einzige Split-Screen-Montage ist. Auch die Boni gehen intensiv auf dieses kreative Stilmittel ein. Blöd nur, dass auf der Blu-ray nicht die Split-Screen-Version, sondern lediglich die "single frame"-Fassung zu finden ist. Bild: Trotz HD-Videodreh wirkt das Bild filmisch, allerdings erreicht die Schärfe nur selten überdurchschnittliches Niveau, was auch an den vielen diffusen Lichtquellen liegt. Ton: Das Hochzeits-Setting wurde hier und da mit Hintergrundgeräuschen wie Gesprächen oder Musik unterlegt. Extras: Interviews (46:50), Making-of (3:48), "Tellurie Filmfestival 2005"…

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Carl Allen (Jim Carrey) führt ein trostloses Leben – bis er sich eines Tages von einem Motivationstrainer (Terence Stamp) zum lebensbejahenden Optimisten umpolen lässt. Doch Carls neue Offenheit birgt auch Tü­cken. Mittelprächtiger Abklatsch von Carreys Hit "Der Dummschwätzer". Bild: Das Schärfeniveau ist zwar gut, doch wünscht man sich oft mehr Details und eine höhere Tiefenwirkung. Für einen brandneuen Film etwas enttäuschend – knappe vier Punkte. Ton: Neben vielen Song-Einspielungen kann vor allem die "Ja"-Versammlung mit Bass und Effekten tonal überzeugen. Extras: "Improvisationen am Set" (3:59), "Komische Stunts" (11:52), "Am Set mit Danny Wallace" (8:32), "Der Sound der Zukunft" (5:28), "Sag…

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1958 – der Schüler Michael lernt die 20 Jahre ältere Schaffnerin Hanna (Kate Winslet) kennen und lieben. Vor dem Akt muss er ihr immer vorlesen. Doch erst Jahre später erfährt Michael die Wahrheit über Hannas dunkle Vergangenheit. Oscarprämierte Kino-Adaption des deutschen Bestsellers. Bild: Trotz oft bräunlicher Farbgebung, diffusen Lichtquellen und Gegenlichtaufnahmen (50er-Jahre-Optik) ist das Schärfe- und Detailniveau meist sehr gut. Ein schönes HD-Bild. Ton: Von einigen wenigen Surroundeffekten abgesehen, geben hier die gut verständlichen Dialoge den Ton an. Extras: Audiokommentar, Making-of (23:30), entfallene Szenen (54:40), "Gespräch zwischen Stephen Daldry und David Kross" (9:46), "Kate Winslet über die Kunst des…

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Wachmann Paul Blart (Kevin James) verrichtet in einer Shopping Mall seinen unspektakulären Dienst. Doch als ein paar Ganoven den Konsumtempel überfallen, wächst der dickliche Looser über sich hinaus. Kurzweilige Slapstick-Klamotte dank eines hervorragend aufgelegten Hauptdarstellers. Bild: Die Detail- und Kantenschärfe ist zwar gut, jedoch lässt ein überzogener Kontrast das Bild nicht sonderlich filmisch aussehen (auch aufgrund der nicht immer natürlichen Farben) und die zahlreich vorhandenen hellen Flächen tendieren zum Überstrahlen. Knappe vier Punkte. Ton: Zwar gibt es während der zahlreichen Actioneinlagen hin und wieder nette Bass- und Surround-Einlagen, insgesamt bekennt sich der 5.1-Mix aber zu seinen Komödien-Wurzeln. Extras: Audiokommentar,…

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Der New Yorker Detective Keith Frazier (Denzel Washington) soll einen Banküberfall mit Geiselnahme unblutig beenden. Doch sein vermummter Widersacher (Clive Owen) reagiert nicht so, wie er es laut Polizei-Handbuch tun müsste. Hochkarätiges Popcorn-Kino der intelligenten Art. Bild: Clive Owens Gesichtszüge zeichnen sich in der Eröffnungsszene zwar rasiermesserscharf ab, doch bei Halbtotalen (78:57, 103:01) wünscht man sich regelmäßig mehr Schärfe und Details (eingeschränkte Plastizität). Dicke vier Punkte. Ton: Nur während der spärlichen Actionszenen kommt der klanglich hervorragende 5.1-Mix (Vorspann-Musik) in die Gänge. Ruhigere Momente wurden zu frontlastig vertont. Extras: Audiokommentar mit Regisseur Spike Lee, entfallene Szenen (19:39), Making-of (10:21), Gespräch zwischen…

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San Francisco 1972 – als erster offen Männer liebender Mann versucht Harvey Milk (Sean Penn) ein politisches Amt zu erobern – zum Entsetzen der konservativen Kollegen. Mit zwei Oscars (Hauptdarsteller, Drehbuch) prämiertes Biopic von "Good Will Hunting"-Regisseur Gus van Sant. Bild: Vom verrauschten und blassen Archivmaterial abgesehen wirkt das mittels Kontrast- und Farbfiltern sowie Grießeln auf 70er-Jahre getrimmte Bild scharf und filmisch. Ton: Danny Elfmans Score hätten wir uns etwas räumlicher und dynamischer gewünscht. Auch auf großartige Surroundeffekte haben die Macher weitgehend verzichtet. Extras: "Marsch für Gleichberechtigung" (7:57), "Erinnerung an Harvey Milk" (13:20), "Hollywood kommt nach San Francisco" (14:31), entfallene…

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