Autor: Andreas Oswald

Nie waren die Erwartungen an ein Blu-ray-Release so hoch wie an dieses. Über die im Vorfeld heiß diskutierten Änderungen (siehe audio­vision 10-2011, Seite 44) wollen wir uns hier nicht auslassen, sondern kommen gleich zum Wichtigsten: der audiovisuellen Umsetzung. Die Bildqualität: Episode 4-6 "Dank aufwändiger Einzelbildrestaurierung erstrahlen alle drei Teile in nie für möglich gehaltenem Glanz. Von Rauschen oder Dropouts keine Spur. Die kräftigen Farben, die überragende Detail­auflösung, der ausgewogene Kontrastumfang und das satte Schwarz übertreffen unsere kühnsten Erwartungen. Traumhafte Transfers!" So urteilten wir 2004 über die Bildqualität der DVD und vergaben die Höchstwertung. Die können wir der Blu-ray leider nicht…

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Um seinen Kindern ein halbwegs gutes Leben zu bieten, verdient sich Uxbal (Javier Bardem) in Barcelona mit zwielichtigen Jobs seine Brötchen. Mit seiner Frau streitet sich der hingebungsvolle Vater hingegen ständig. Als Uxbal an Krebs erkrankt, versucht er sein Leben in Ordnung zu bringen. Das poetische Drama wurde für zwei Oscars ("bester fremdsprachiger Film", "bester Hauptdarsteller") nominiert. Bild: Der Cinemascope-Transfer gefällt mit guter Schärfe, das Detailniveau schwankt je nach Rauschen, das von ‚kaum sichtbar‘ bis ’stark‘ variiert (6:33). Der Kontrast ist überhöht und neigt in Lichtern leicht zu Überstrahlen. Ton: Die musikalische Untermalung klingt voluminös, aber frontlastig. Geräusche sind nur…

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Ein treusorgender Vater (Arnold Schwarzenegger) versucht an Heiligabend seinem Sohn das heißersehnte "Turbo Man"-Geschenk zu besorgen. Was als Einkaufsbummel beginnt, ent­wickelt sich zu einer verrückten Ody­s­see. Kurzweilige Weihnachts­komödie (siehe Fakten-Check) mit coolem Cast. Bild: Da man auf die Original HD-Abtastung aus den 90er-Jahren zurückgriff, darf man sich über die blassen Farben, den zuweilen flauen Kontrastumfang und die mäßige Detailzeichnung nicht wundern. Ton: Zu Beginn und beim Showdown bekommt man ein Surround-Feuerwerk der Extraklasse serviert, auch der komödiantische Hauptteil kann sich hören lassen. Extras: Bot die DVD nur den Trailer, offeriert die Blu-ray Beiträge über das Design von Turbo-Man (15:29),…

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Arbeitersohn Steve (Tom Cruise) hofft mittels eines Football-Stipen­diums dem Kleinstadtmief entfliehen zu können. Eigentlich hat er das Zeug zum Shooting-Star, doch nach einem verlorenen Spiel legt er sich mit dem autoritären Trainer (Craig T. Nelson) an und wird aus dem Team gefeuert. Gelungenes Teenagerdrama fernab üblicher Sportklischees. Bild: Der bräunliche Schmuddel-Look ist gewollt, dass jedoch die Kantenschärfe, Detailzeichnung und Tiefenwirkung kaum über DVD-Niveau liegen, kann nicht im Sinne des Erfinders bzw. der Filmemacher sein. Die Eröffnungs- und Schlussszene fallen qualitativ nochmal ab (unschärfer, verrauschter). Ton: Zwar klingt der 5.1-Upmix etwas besser als die Monospur der DVD, doch werden weder die…

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Die ersten drei "X-Men"-Filme plus das "Wolverine"-Prequel spülten über 1,5 Milliarden Dollar in die Kinokassen dieser Welt. "X-Men: Die erste Entscheidung" liegt mit einem Einspiel von 352 Millionen zwar leicht unter dem Box-Office-Durchschnitt, inhaltlich liegt die fünfte Leinwandmission hingegen ganz weit vorne. Denn Regisseur Matthew Vaughn verpasste den Mutanten eine gelungene Frischzellenkur. Erzählt wird die Vorgeschichte des Kampfes zwischen Bösewicht Magneto und Telepathiegenie Professor X. Die Story Anfang der 60er-Jahre steht der über telepathische Fähigkeiten verfügende Student Charles Xavier (James McAvoy) noch am Anfang seiner Mutantenforschung. In Oxford lernt er den Auschwitz-Überlebenden Erik Lehnsherr (Michael Fassbender) kennen, der ebenfalls übermenschliche…

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Elizabeth Halsey (Cameron Diaz) ist keine Lehrerin wie sie im Buche steht. Sie trinkt, nimmt Drogen und kann es kaum erwarten, einen Millionär zu heiraten, um den lästigen Job loszuwerden. Da kommt ihr der reiche Aushilfslehrer Scott Delacorte (Justin Timberlake) als potenzieller Goldesel gerade recht. Die kurzweilige Bad-Taste-Comedy mit einer grandios aufspielenden Cameron Diaz läuft auf Blu-ray fünf Minuten länger als im Kino (siehe Bild unten). Bild: Der Cinemascope-Transfer ist fast durchgehend bunt, scharf und detailreich – so wie man es von einer durchgeknallten Komödie erwartet. Das in seiner Intensität schwankende Filmkorn stört kaum und wird stets artefaktfrei wiedergegeben. Wer…

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Wussten Sie, dass es ein "Star Wars"-Weihnachtsspecial gibt, in dem Chewbaccas Wookie-Familie 20 Minuten lang vor sich hin grunzt (ohne Untertitel) und dass von jedem "Star Wars"-Film dutzende Fan-Schnittfassungen im Inter­net kursieren? Dies und mehr aus dem "Star Wars"-Universum erfährt man in "The People vs. Geroge Lucas". Doch solch teils skurril anmutende Informationen sind ein Abfallprodukt, denn im Fokus der unterhaltsamen wie informativen Dokumentation steht die Hassliebe zwischen den "Star Wars"-Fans und dem "Star Wars"-Schöpfer. Anhand von 634 Stunden Filmmaterial, 14 Terabyte Speicherplatz, 126 Interviews sowie tausenden Fanmails und Materialeinreichungen geht Regisseur Alexandre O. Philippe der Frage nach, wie es…

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Den 15-jährigen Jun verschlägt es aus unserer Gegenwart ins 9. Jahrhundert, inmitten eines Krieges zwischen Monstern und den Menschen von Kyoto. Als prophezeiter Drachenbändiger soll er das Blutvergießen beenden. Toll animierter Fantasy-Anime mit Öko-Botschaft. Bild: Der Cinemascope-Transfer überzeugt mit hoher Kantenschärfe (keine Doppelkonturen), gezeichnete Hintergründe und Computertexturen bieten viele Details. Auch der homo­gene Kontrast und die kräftigen Farben gefallen. Ton: Der Sound spielt räumlich, differenziert und mit hoher Dynamik. Geräusche und Effekte sprechen regelmäßig die Rears an, die Monsterangriffe donnern mit satter Bassunterstützung. Der O-Ton spielt etwas dynamischer und plastischer. Extras: "Concept-Art-Galerie" mit 64 Zeichnungen. Die Wertung Film 4…

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Im Jahr 2194 bombardieren Aliens die Erde mit radioaktiven Meteoriten. Als letzte Hoffnung der Menschheit bricht die Mannschaft des Schlachtschiffs Yamato zum Planeten Iscander auf, um dort ein Mittel gegen die tödliche Strahlung zu finden. Schon 1974 düste die Yamato als Anime durchs japanische Fernsehen, nach drei Staffeln, etlichen Direct-to-Video-Produktionen und Anime-Kinofilmen war eine Realverfilmung des Stoffes überfällig. Der Blockbuster begeistert mit spektakulären Raumschlachten, tollen Special Effects und nostalgischem Space-Opera-Feeling, die über Plotschwächen hinwegsehen lassen. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist scharf und detailreich, plastisch gleitet die Yamato durchs All. Öfters rauscht es auch mal stärker, was vor allem in reinen CGI-Aufnahmen…

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Im Jahr 2027 versinkt England im Chaos, Terroranschläge gehören zum Alltag und seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren. Unterhaltsames wie sozialkritisches Endzeitszenario mit einem starken Clive Owen. Bild: Obwohl das Bild mittels Grautönen und Kontrastfilter auf schmutzig getrimmt wurde, kommt dank hoher Detailauflösung oft HD-Feeling auf. Rauschen sieht stets nach feinem Filmkorn aus. Ton: Während eines Häuserkampfs bringen basskräftige Explosionen die Hosenbeine zum Flattern und Schusswechsel zischen einem direktional um die Ohren. Auch ruhige Szenen wurden mit Umgebungsgeräuschen gut vertont. Extras: Bild-in-Bild-Track, "Angriff der Männer" (7:35), "Es bleibt Hoffnung" (27:17), entfallene Szenen (2:23), "Futuris-tisches Design" (8:39), "Visuelle Effekte"…

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