Zwölf Jahre brauchten die Muppets für ein Leinwand-Comeback. Doch das Warten hat sich gelohnt, denn das siebte Kinoabenteuer der putzigen Puppen macht einfach Spaß, auch wegen der großartigen Musical-Nummern, die wir in der TV-Serie schon so liebten. Eine Feelgood-Botschaft über Freundschaft und den Glauben an das Gute darf natürlich nicht fehlen. Die Zuschauer honorierten dies und so spielte "Die Muppets" mit 160 Millionen Dollar achtmal mehr als der Vorgänger-Film "Muppets aus dem All" ein. Ums liebe Geld dreht sich auch die Geschichte. Ölmagnat Tex Richman (Chris Cooper) will die inzwischen geschlossenen Muppet-Studios abreißen und auf dem Grundstück nach dem schwarzen…
Autor: Andreas Oswald
Chicago, 1930. Gauner Henry (Paul Newman) und Trickbetrüger Johnny (Robert Redford) wollen die Ermordung eines Freundes rächen. Ein genialer Coup soll den Mörder und leidenschaftlichen Spieler Lonnegan (Robert Shaw) um etliche Millionen erleichtern. Das männliche Hollywood-Traumpaar Redford und Newman glänzten in der cleveren und wendungsreichen Ganoven-Komödie, die sieben Oscars einheimste. Bild: Eine erste Kamerafahrt nach dem Vorspann schockt mit VHS-Qualität, danach wird es merklich besser. Schärfe und Details sind meist gut, häufig mischen sich aber weiche Einstellungen darunter. Aufgrund eines Filters sieht Rauschen digital aus und das Bild verschmiert bei Bewegungen leicht. Positiv: Fast alle Verschmutzungen wurden beseitigt. Ton: Den…
Auf ihrem Heimweg überrascht Anna (Milla Jovovich) einen Mörder bei der Tat. Die Lehrerin kann flüchten, doch bei einem Sturz wird sie am Kopf verletzt. Fortan kann Anna sich keine Gesichter mehr merken, selbst das eigene erkennt sie nicht. Auch das Antlitz des Killers ist verschwommen, der jedoch weiß genau, wie Anna aussieht. Trotz originellem Ansatz nur mäßig spannender Psychothriller. Bild: Der leicht angehobene Kontrast verleiht dem scharfen, detaillierten und rauscharmen Cinemascope-Transfer ein modernes Hochglanz-Finish. Schwarz ist satt und Graustufen überzeugen mit guter Durchzeichnung. Ton: Die 5.1-Abmischung gefällt mit räumlichem Score, Geräusche tönen präzise im Raum. Der Bass drückt gut,…
1938, Berlin. Als Hans Zeisig (Michael Bully Herbig) Hitler parodiert, muss der Kabarettist ins Ausland fliehen. In Moskau findet er Unterschlupf im Exilanten-Hotel Lux. Vom Sowjet-Geheimdienst mit Hitlers Leib-Astrologen verwechselt, gerät Zeisig ungewollt zwischen die Fronten. Bitterböse Politsatire von "Sonnenallee"-Regisseur Leander Haußmann. Bild: Der Cinemascope-Transfer ist scharf und detailliert, Farben wirken natürlich. Hier und da stört starkes Rauschen, in einigen dunklen Szenen versumpfen Details im Schwarz. Ton: Die 5.1-Abmischung gefällt mit präzisen Geräuschen und räumlicher Musik. Bei Bass und Dynamik (Schießerei bei 82:01) ist aber noch Luft nach oben. Extras: Making-of (45:26), Interviews (16:25), "VFX Making-of" (4:27), "Blick hinter die…
Als ein Planet mit der Erde zu kollidieren droht, kommen sich die entfremdeten Schwestern Claire (Charlotte Gainsbourg) und Justine (Kirsten Dunst) wieder näher. Regie-Exzentriker Lars von Trier schildert stimmungsvoll und bildgewaltig kleine und große Weltuntergänge. Bild: Trotz massivem Wackelkamera-Einsatz ist der Cinemascope-Transfer scharf und detailreich. Farben wurden entsättigt und sepia bzw. blau getönt. Vereinzelt fallen leichtes Rauschen (58:17) und Kompressionsartefakte (25:11) auf. Ton: Richard Wagners Präludium zu "Tristan und Isolde" klingt voluminös, transparent und dynamisch, Geräusche wie Effekte tönen natürlich und räumlich aus den Boxen. Extras: Audiokommentar, "Über Melancholia" (11:28), "Die visuelle Gestaltung" (9:32), "Über das Universum" (4:10), "Die visuellen…
Ohne jegliches Erinnerungsvermögen erwacht John Murdoch (Rufus Sewell) in einer Stadt. Als Serienmörder verdächtigt, findet er Unterschlupf bei seiner ihm fremden Frau (Jennifer Connelly). Die Suche nach seiner Identität führt an gefährliche Grenzen von Raum, Zeit und Logik. Der bildgewaltige SciFi-Neo-Noir-Thriller erscheint nur in der Kinofassung, den längeren Director’s Cut gibt’s in England und den USA. Bild: Der Transfer ist meist ausreichend scharf und detailreich. Schwarz ist tief, verschluckt aber so manche Graustufe. Das Filmkorn fällt etwas kräftiger aus, stört aber nicht. Ton: Der fein aufgelöste Score spielt räumlich und dynamisch, die präzisen wie aggressiven Effekte sorgen für ein tolles…
Die aus zwei Blu-rays bestehende Gremlins Collection vereint beide Gruselklassiker über gefräßige Monster, die nicht mit Wasser in Berührung kommen dürfen. Den ersten Teil gibt es bereits seit 2008 auf Blu-ray, die Fortsetzung ist hingegen eine Blu-ray-Premiere und derzeit nur als Teil dieser Collection erhältlich. Bild: Gremlins: Verglichen mit der über zehn Jahre alten DVD fallen die höhere Bildruhe aufgrund der besseren Kompression und der geringere Verschmutzungsgrad positiv ins Auge. Doch leider ist das 1,78:1-Bild (auf dem Cover als 1,85:1 angegeben) für HD-Verhältnisse viel zu unscharf und detailarm. Außerdem rauscht es oft grob und heftig. Gremlins 2: Obwohl sechs Jahre…
Egal ob "Transformers 3", "Paranormal Activity" oder "Der gestiefelte Kater" – bei Blu-ray-Discs aus dem Hause Paramount gab es HD-Ton nur in Englisch. Doch das vierte und bislang beste "Mission: Impossible"-Abenteuer bricht mit dieser unschönen Tradition und birgt Dolby TrueHD-Sound in der Original- und der Synchronfassung. Ob es sich hier um die berühmte Ausnahme der Regel handelt oder ob Paramount fortan alle Blu-rays mit deutschem HD-Ton ausstattet, konnte man uns auf Nachfrage nicht beantworten. Wir vermuten eine ähnliche Strategie wie bei Disney, also deutscher HD-Ton bei ausgewählten Blockbustern. Wie dem auch sei, der deutsche 7.1-HD-Mix verdient sich dank einer Fülle…
Guy Ritchies Neuinterpretation der weltberühmten Detektiv-Figur als tatkräftiger Actionheld spielte 2009 eine halbe Milliarde Dollar ein. Eine Fortsetzung war da so sicher wie das Amen in der Kirche. Die ist düsterer, actionreicher und noch immer in 2D. Diesmal scheucht Madonnas Ex das Detektiv-Duo Holmes (Robert Downey Jr.) und Watson (Jude Law) nicht nur durch London, sondern durch halb Europa. Denn Bombenattentate bringen Großindustrielle in mehreren Ländern ums Leben, Holmes vermutet seinen Erzfeind Professor Moriarty (Jared Harris) hinter den Anschlägen. Nicht nur das Einspiel des zweiten Teils war fast identisch mit dem Original, auch beim Bonusmaterial nehmen sich beide Filme nicht…
Durchtrainierte Deppen und Bikini-Babes machen Party an einem See. Blöd nur, dass sich in dem Gewässer auch ein Hai aufhält und einen nach dem anderen anknabbert. Langweiliger Flossenhorror, der aufgrund des PG-13-Ratings die Zielgruppe nicht mal mit blanken Busen versorgt. Bild: 2D: Sonnige Außenaufnahmen kommen bunt und scharf daher, nachts wünscht man sich hingegen mehr Details; Banding-Effekte bei Unterwasserszenen. 3D: Trotz nativem 3D-Dreh könnten Figuren plastischer und differenzierter gestaffelt sein. Zumindest die Raumtiefe überzeugt. Ton: Die Surround-Boxen haben bei den Hai-Angriffen gut zu tun, allerdings kommt die Musik zu basslastig daher. Extras: Making-of (4:23), "Fake Sharks" (5:25), "Shark Night Survival…