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    Sound-Bars & Sound-Decks

    Teufel Cinebar 11 MK4 (Test)

    19. Mai 20266 Minuten Lesezeit

    Teufel hat seine „Cinebar 11“ überarbeitet. Die neueste Generation der Soundbar-Subwoofer-Kombi bietet erstmals 3D-Soundtechnik – und das ist längst nicht alles.

    „Die gab es doch schon mal?“, dürfte sich manch Heimkino-Fachmann zurecht fragen. Und ja, die knapp einen Meter breite „Cinebar 11“ von Teufel erschien in ihrer Ursprungsversion bereits im Jahr 2014. Kürzlich stellte der Berliner Direktversender die vierte Variante vor, weswegen sie als Produktzusatz das Kürzel „MK4“ trägt, das der Hersteller aber in der Regel weg lässt.

    Äußerlich lässt sich die vierte nicht von früheren Versionen (Test der zweiten Generation in Ausgabe 12-2021) unterscheiden. Neu ist hingegen die Technik – und zwar in Form der dreidimensionalen Tonwiedergabe, die jedoch nur als virtuelle Variante vorliegt.

    Bye Bye Dynamore
    Neben dem DSP-generierten Dolby Atmos hat Teufel der Cinebar 11 MK4 auch einen DTS-Decoder spendiert, damit die Bar nicht stumm bleibt, falls DTS-Signale anliegen – was vor allem bei der Blu-ray-Wiedergabe häufig der Fall ist. Mit PCM-Ton hat die Bar ebenfalls keine Probleme.

    Sorgte in der Vergangenheit das hauseigene Raumklang-Programm „Dynamore“ für größere Schallfelder, so wich diese Schaltung der normalen Dolby-Atmos-Aufbereitung. Zu den Klangoptionen gehören unter anderem ein Nacht-Modus fürs Leise hören, ein Sprach-Modus für prägnantere Dialoge, Lip-Sync sowie Bass- und Höhenregler. Zudem lässt sich der Dolby-Virtualisierer abschalten, ebenso der Surround-Modus zur künstlichen Verräumlichung von Stereo-Ton. Im Menü kann man die Distanz zum Hörplatz wählen, was für die DSP-Verarbeitung sinnvoll ist. Der Woofer lässt sich in Pegel, Abstand und Phase justieren, bei Betrieb von Rear-Boxen sind auch diese einstellbar.

    Blieb bis auf kleine Änderungen im Tasten-Layout gleich: Die mittelgroße und aus Kunststoff bestehende Fernbedienung. Große und übersichtlich angeordnete Tasten erleichtern die Bedienung.

    Die Effekt 2-Lautsprecher
    Die Cinebar 11 MK4 nutzt DSP-Technik, um aus einem eher kleinen Gehäuse großen Raumklang zu zaubern. Für direktionalen Rear-Sound können sich Film-Fans Unterstützung in Form der „Effekt 2“-Satelliten-Lautsprecher holen. Das Paar schlägt eigentlich mit 450 Euro zu Buche, im Verbund mit der Cinebar 11 kostet das „4.1-Set“ aber vergünstigte 750 Euro. Im Vergleich zum Vorgängermodell „Effekt“ verspricht Teufel eine höhere Lautstärke, mehr Bass und detailliertere Höhen.

    Die mit 11,1 x 16 x 11,8 Zentimetern recht kleinen Böxlein besitzen Class-D Endstufen für das 2-Wege-System (1 Hochtöner, 1 Mitteltöner) und koppeln per Funk mit dem Mutterschiff – die Reichweite beträgt laut Teufel 15 Meter. Die Speaker erweitern die Soundbar um zwei rückwärtige Kanäle zu einem 4.1-System, die Entfernung zum Sitzplatz sowie die Lautstärke der Zusatzboxen können im Soundbar-Menü eingestellt werden. Wie beim Klangriegel stehen die Farben Schwarz und Weiß für eine Integration ins Wohnzimmer zur Wahl. Zur Wandmontage gibt es eine Schlüsselloch-Aufhängung an der Rückseite, alternativ kann man bei Teufel auch diverse Ständer erwerben.

    Sorgen für mehr Surround-Sound: Teufels kleine Satelliten-Lautsprecher „Effekt 2“.

    Bei der Treiberbestückung hat sich nichts geändert, das spart Entwicklungskosten und war auch nicht nötig, da die Cinebar 11 auf native Atmos-Kanäle verzichtet. Zwei Hochtöner (je 2 cm) und sechs Mitteltöner (je 4,4 cm) sorgen zusammen für die Kanäle Links und Rechts, hinzu kommt der Teufel Subwoofer T6, der zum Lieferumgang gehört und den Basskanal des 2.1-Systems beisteuert.

    Auf Wunsch kann die neue Cinebar 11 mit zwei rückwärtigen Lautsprechern vom Typ „Effekt 2“ (450 Euro) erweitert werden. Wer sich sofort für die externen Helferlein entscheidet, kann bei Teufel zum 750 Euro teuren „4.1-Set“ aus Cinebar 11 und besagten Effekt-Speakern greifen – und so 150 Euro sparen.

    Der HDMI-Eingang und HDMI-Ausgang (jetzt nach 2.1-Standard) unterstützen 4K inklusive eARC, HDR10, HLG, Dolby Vision und HDR10+. Dank CEC-Technik kann man die Lautstärke der Cinebar 11 auch über die TV-Fernbedienung regeln. Sound gelangt zudem über Toslink und Klinke in den Klangriegel. In Sachen Netzwerk und Streaming sieht es hingegen nach wie vor mager aus, lediglich Bluetooth ist mit von der Partie; die USB-Buchse dient nur Service-Zwecken.

    An der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen, zum Preis von 450 Euro darf man freilich keine hochwertigen Materialien wie Holz, Glas oder Klavierlack erwarten. Immerhin werden die Chassis von einem stabilen Metallgitter geschützt, der Rest des Korpus besteht aus Kunststoff. Das helle, dimm- und abschaltbare Display an der Front lässt sich auch aus ein paar Metern Entfernung vorzüglich ablesen; das ist auch gut so, denn ein On-Screen-Menü gibt es nicht.

    Die Explosionsgrafik zeigt den Treiber-Aufbau: zwei Hochtöner (je 2 cm) und sechs Mitteltöner (je 4,4 cm) bilden ein Zweiwege-System.
    In zwei Aussparungen stehen ein HDMI-Eingang, ein HDMI-Ausgang samt eARC und CEC sowie Toslink und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse zur Anschluss-Wahl. Die Wandmontage erfolgt über eine Lochaufhängung.

    Flexible Aufstellung
    Der Subwoofer mit Namen „T6 MK2 20“ hat kein Technik-Upgrade bekommen. Der Tieftonspezialist fällt mit seinen 12 x 42 x 42 Zentimetern ausgesprochen schmal aus. Der Grund für die ungewöhnliche Form: Er lässt sich flexibel betreiben und kann so zum Beispiel unter dem Sofa verschwinden. Auf der Rückseite befindet sich ein Schalter zur Einstellung des Basses anhand der Aufstellposition: in der Ecke, frei stehend oder liegend. Das 16,5 Zentimeter große Chassis wird von einer 60 Watt starken Digitalendstufe befeuert. Die Kommunikation mit der Bar erfolgt per Funk.

    Tonqualität
    Im Hörtest spielte der zierliche Klangriegel erwachsen und bruchlos mit dem Sub zusammen. Die angenehme Abstimmung lädt zu langem Hören ein, die Ansprüche an die Klangtreue darf man in dieser Preisklasse aber nicht zu hoch schrauben. Pop- und Rockmusik ließ sich gut auf der Bar hören, auch ihren Haupteinsatzweck, den Ersatz quäkiger TV-Lautsprecher, erledigte die Soundbar zuverlässig.

    Mit Dolby-Atmos-Trailern platzierte die Cinebar Effekte schön luftig und ortbar auf einer breiten Frontbühne. Auch seitlich das Hörplatzes waren Geräusche meist nachvollziehbar. Hinter unserem Sitzplatz herrschte jedoch Stille, für vollwertigen Surround-Sound sollte man zu den „Effekt 2“-Speakern greifen (siehe Kasten). Grundsätzlich vermittelte die Cinebar aber ein solides Raumgefühl, das sich auch etwas in die Höhe erstreckte. Echte Höheneffekte drangen jedoch nicht an unsere Ohren, so schallten die Synthesizer im Dolby- Clip „Audiosphere“ oder das Blatt in „Leaf“ nur von der 2D-Tonebene. Erstaunlich kräftig und tief drückte dafür der „Powerful Bass“ in Dolbys „Amaze“-Stück.

    Die Sprachverständlichkeit gelang bei frontaler Sitzposition sehr gut und nahm aus seitlichen Hörwinkeln nur leicht ab; es klang dann etwas dumpfer. Der „Sprache“-Modus erhöhte die Verständlichkeit, spielte aber merklich heller. Der Nacht-Modus reduzierte Dynamikspitzen gekonnt und schraubte viel Bass aus dem Sound.

    Der Testbericht Teufel Cinebar 11 MK4 (Gesamtwertung: 70, Preis/UVP: 450 Euro) ist in audiovision Ausgabe 7-2025 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • TEUFEL CINEBAR 11 MK4 (audiovision 7-2025)In den Warenkorb

      TEUFEL CINEBAR 11 MK4 (audiovision 7-2025)

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    AV-Fazit

    70 Gut

    Teufels Cinebar 11 in der Version MK4 ist eine attraktive und günstige Lösung zum Aufpäppeln von TV-Ton – jetzt auch mit Dolby Atmos und HDMI 2.1.

    Andreas Oswald

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