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    av-Test

    Quadral MAGIQUE (Test)

    14. Dezember 20154 Minuten Lesezeit

    Das 600 Euro teure Sounddeck kommt nicht aus Fernost, sondern aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, in der Quadral seit den 1970er-Jahren Lautsprecher entwickelt.

    quadral-pcDie neueste Kreation des deutschen Traditionsherstellers ist die Magique, die ihrer gleichnamigen Vorgängerin (Test in Ausgabe 12-2013) zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch am Preis ändert sich nichts, wohl aber erfreut sie mit einer besseren Ausstattung wie einem Display und Dolby-Digital-Decoder. Ihre Schallwand besteht aus gebürstetem Aluminium; das eingeprägte Firmenlogo sorgt für eine markante wie edle Optik. Wer es dezenter mag, setzt die magnetisch haftende, schwarze Stoffblende auf – was wir empfehlen, da die Ecken der Alufront scharfkantig sind. Das schwarz folierte, seidenmatt glänzende Gehäuse trägt bis zu 40 Kilogramm schwere Fernseher. Alternativ gibt es die Magique auch mit weißem Gehäuse sowie weißer Bespannung. Die vier Audioeingänge lassen sich bequem per Fernbedienung wechseln und im Unterschied zu manch anderem Sounddeck auch gleichzeitig nutzen. Nur ein HDMI-Eingang fehlt zum Buchsen-Glück. Dafür kann man dank apt X-Codec-Unterstützung Musik vom Laptop und Smartphone in höchster Qualität via Bluetooth-Funk einspeisen.

    Handlich und gut: Die gummierten Tasten der Fernbedienung sind angenehmer zu bedienen als die Folientaster der alten Fernbedienung.
    Handlich und gut: Die gummierten Tasten der Fernbedienung sind angenehmer zu bedienen als die Folientaster der alten Fernbedienung.

    Bedient wird die Quadral mit der mitgelieferten Kompakt-Fernbedienung oder nach dem Anlernen mit dem Geber des Fernsehers. Das blaue, löblicherweise nicht zu grelle Display informiert über die Lautstärke und den gewählten Eingang. Dank Dolby-Digital-Decoder braucht man den Ton vom Blu-ray-Player und der Settopbox nicht mehr nach PCM-Ton zu wandeln. Das geschlossene Gehäuse beherbergt einen effizienten Class-D-Verstärker, der die acht Lautsprecher-Treiber mit 6 x 20 Watt Nennleistung versorgt. Frontal strahlen links und rechts jeweils zwei 6,5er-Mitteltöner ab, dazwischen sitzt eine Gewebekalotte für den Hochton. Die Bässe erzeugen zwei 15 Zentimeter große Downfire-Treiber an der Unterseite.

    An der Unterseite des Sounddecks sitzen zwei 15er-Chassis, die sich um die tiefen Frequenzen kümmern. Die großen L-förmigen, gummierten Füße gewährleisten einen sicheren Stand auf jedem Möbel.
    An der Unterseite des Sounddecks sitzen zwei
    15er-Chassis, die sich um die tiefen Frequenzen kümmern. Die großen L-förmigen, gummierten Füße gewährleisten einen sicheren Stand auf jedem Möbel.
    Bis auf HDMI bietet das Anschlussfeld des Sounddecks alles, was man braucht. Für analogen Ton gibt es Stereo-Cinch, während sich via Coaxial- und Optik-Eingang PCM- und Dolby Digital-Ton einspeisen lassen.
    Bis auf HDMI bietet das Anschlussfeld des Sounddecks alles, was man braucht. Für analogen Ton gibt es Stereo-Cinch, während sich via Coaxial- und Optik-Eingang PCM- und Dolby Digital-Ton einspeisen lassen.

    Kraftvoll und räumlich

    Mit ihrem warmen Klang sammelt die Quadral ab den ersten Takten Musik Pluspunkte: Die Bässe erklingen trocken und sonor, die Mitten gibt sie ausgewogen und transparent, die Höhen schön seidig wieder. In den Frequenzkeller steigt sie bis etwa 60 Hertz hinab, was für einen erwachsenen Klang bei Musik genügt. Nur Tiefbass-Effekte wie das Grollen von Lawinen kommen etwas eingebremst daher, dafür rappelt das Gehäuse auch bei hohen Pegeln nicht. Klangkorrekturen gelingen bequem mit den Bass- und Höhenreglern auf der Fernbedienung. Die Sprachverständlichkeit ist frontal sowie ober- und unterhalb des Sounddecks auch bei hohen Lautstärken ideal. Seitlich sitzende Zuschauer müssen sich dagegen etwas mehr anstrengen, Dialogen zu folgen. Eine tolle Sache bei leiser Wiedergabe ist die zweistufige Dynamikreduktion, welche die leisen und lauten Filmpassagen glättet. Die vier „Soundfield“-Effekte, die den Klang mit Hall anreichern, haben uns hingegen weniger überzeugt. Neben dem Klang ist die Räumlichkeit eine Stärke der Quadral, die im Vergleich zur Vorgängerin deutlich verbessert wurde: Als einziges Sounddeck im Testfeld schafft sie es nicht nur, ein gefühlt drei Meter breites Stereopanorama vorzutäuschen, sondern wartet auch mit dem besten Surround-Effekt (zweistufig einstellbar) auf. Töne von hinten links und rechts lassen sich gut von den vorderen Stereo-kanälen unterscheiden, wovon besonders Filmton profitiert.

    An unserem Testmuster war nach dem Einschalten ein leises hochfrequentiges Nebengeräusch wahrnehmbar, das mit der Zeit leiser wurde. Auf Nachfrage versicherte uns der Hersteller, dass es sich hier um einen Defekt handelt, weswegen es sich nicht negativ in unserer Wertung niederschlägt.

    MAGIQUE-frontal-offen

    quadral-magique

    AuVi_AWARD-Testsieger

    Der Testbericht Quadral MAGIQUE (Gesamtwertung: 79, Preis/UVP: 600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 4-2015 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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      Bose Solo 15, Canton DM 75, Denon DHT-T 110, JBL Cinema Base, Magnat Sounddeck 200, Pioneer SBX-B30, Quadral Magique (audiovision 4/2015)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    79 gut

    AV-Fazit: Wie die Vorgängerin klingt die neue Magique kraftvoll und ausgewogen und bietet jetzt auch eine eindrucksvolle Surround-Wirkung. Dank neuem Display lässt sie sich auch besser bedienen. So sichert sie sich zusammen mit der Canton den Testsieg.

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