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    av-Test

    Raumfeld Sounddeck (Test)

    10. Juni 20163 Minuten Lesezeit

    Von nichts kommt nichts: Beim 900 Euro teuren Sounddeck von Raumfeld trifft diese alte Binsenweisheit wie die Faust aufs Auge. Denn der 12 Kilogramm schwere und 73 Zentimeter breite Klang-Aufbesserer hat einiges unter seinem exzellent verarbeiteten Holzgehäuse mit Aluminium-Applikation zu bieten, um akustisch schlappen Blockbustern ordentlich Beine zu machen.

    Raumklang an jedem Sitzplatz

    Raumfeld-Sounddeck_PCSechs Breitbandlautsprecher mit einem Durchmesser von jeweils 70 Millimetern, dazu zwei Tieftöner mit jeweils 130 Millimetern Durchmesser werkeln in dem 2-Wege-Bassreflexsystem mit integriertem 280-Watt-Verstärker. Per Wellenfeld-Technologie verspricht Raumfeld originalgetreuen Klang an jeder Hörposition. Und das gelingt in der Tat hervorragend. Egal, ob man mittig vor dem Fernseher oder seitlich auf einem der unbeliebteren Plätze sitzt, von dem aus der Flat-TV nicht mehr perfekt einsehbar ist: Das Sounddeck hüllt seine Zuhörer in einen gleichmäßigen Klang-Kokon, ohne an Volumen, Klarheit oder Räumlichkeit einzubüßen. Vier unterschiedliche Modi (Stereo, Arena, Theater, Voice) erlauben es über die schicke Fernbedienung aus gebürstetem Aluminium, wahlweise die Sprache etwas hervorzuheben oder eine möglichst breite Klangbühne durch die seitliche Signalausgabe zu kreieren. Die Box gibt sich pegelfest und arbeitet alle Frequenzen sauber heraus.

    Satte Bässe und kleine Details

    Ihr enormes Leistungsvermögen stellt sie im Zusammenspiel mit der Blu-ray „Deutschland von oben“ unter Beweis: Im Hamburger Hafen bahnen sich dicke Kähne mit stampfenden Motoren durch die zugefrorene Elbe ihren Weg. Das Grollen der Musik mit kräftigen Bässen untermauert eindrucksvoll die faszinierende Szene. Selbst feinste Klang-Nuancen behält das Sounddeck nicht für sich: Steinböcke, die in den Alpen über Schnee- und Geröllfelder springen, stoßen sich unüberhörbar mit ihren Hufen auf dem steilen Terrain ab. Eins von vielen Details, das die Lautsprecher des Flachbildfernsehers bisher nicht preisgegeben haben.

    Sechs Töner und zwei Downfire-Subwoofer werkeln an Bord des Raumfeld-Sounddecks. Das stabile Gehäuse besteht aus Holz mit Schleiflack und Aluminium-Elementen. Die Bedienung erfolgt per hochwertigem Steuerstab aus Aluminium oder über eine App.
    Sechs Töner und zwei Downfire-Subwoofer werkeln an Bord des Raumfeld-Sounddecks. Das stabile Gehäuse besteht aus Holz mit Schleiflack und Aluminium-Elementen. Die Bedienung erfolgt per hochwertigem Steuerstab aus Aluminium oder über eine App.

    Raumfeld setzt auf Streaming
    Genau wie die Lautsprecher und die Soundbar ist auch Raumfelds Sounddeck ein Streaming-Spezialist. Per WLAN oder Ethernetkabel wird es in das heimische Netzwerk eingebunden. Auf Smart­phones und Tablets mit Android- oder iOS-Betriebssystem ist die App „Raumfeld Connector“ Voraussetzung, um wahlweise eigene Songs von USB-Sticks, NAS-Laufwerken, dem PC oder über die Streaming-Dienste Spotify, Tidal, Napster, SoundCloud, tunein und GoogleCast auf dem Sounddeck zum Leben zu erwecken. Die App überzeugt durch ihre ansprechende Oberfläche mit klarer Struktur und ihre einfache Bedienbarkeit. In das System lassen sich mehrere Raumfeld-Boxen einbinden und in verschiedenen Räumen mit unterschiedlichen oder denselben Stücken bespielen. Für personalisiertes Streaming ist die Fernbedienung mit vier Direktwahltasten ausgestattet.

    Über die Raumfeld-App hat man Zugriff auf diverse Streaming-Dienste und die drahtlosen Lautsprecher.
    Über die Raumfeld-App hat man Zugriff auf diverse Streaming-Dienste und die drahtlosen Lautsprecher.

    Das verwindungssteife Gehäuse schultert bis 50 Kilo schwere Fernseher. Auf ein Front-Display hat Raumfeld verzichtet, ebenso unterstützt das in Schwarz und Weiß erhältliche Sounddeck kein Decoding von Dolby Digital und DTS – beides kostet Punkte. Im Blu-ray-Player muss bei digitaler Tonsignalausgabe folglich „PCM“ gewählt werden. Als Anschlüsse stellt die Box neben einer USB-Buchse einen HDMI-Anschluss mit Audio Return Channel, einen optischen Digital- sowie einen Cinch-Eingang bereit. Neben der Fernbedienung reagiert das Sounddeck auch auf die Raumfeld-App (siehe Kasten „Raumfeld setzt auf Streaming“).

    Das in Weiß und Schwarz erhältliche Sounddeck von Raumfeld mit Aluminiumblende und Stoffbezug ist hervorragend verarbeitet und bringt 12 Kilogramm auf die Waage. Auf ein Display hat der Hersteller jedoch verzichtet.
    Das in Weiß und Schwarz erhältliche Sounddeck von Raumfeld mit Aluminiumblende und Stoffbezug ist hervorragend verarbeitet und bringt 12 Kilogramm auf die Waage. Auf ein Display hat der Hersteller jedoch verzichtet.

    Raumfeld-Sounddeck_Wertung

    AuVi_AWARD-Highlight

    Der Testbericht Raumfeld Sounddeck (Gesamtwertung: 85, Preis/UVP: 900 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2016 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Raumfeld Sounddeck (audiovision 05-2016)In den Warenkorb

      Raumfeld Sounddeck (audiovision 05-2016)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    85 sehr gut

    Beeindruckend, mit wie viel räumlicher Fülle das Sounddeck aufspielt. Neben TV-Fans werden auch Musik-Anhänger die Raumfeld-Lösung ob ihrer zahlreichen Streaming-Optionen schätzen.

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