Mit den 400 Euro teuren „Fidelio FA3“ bringt Philips ein Boxen-Paar auf den Markt, das auf Vielseitigkeit setzt. Denn das aktive Duo lässt sich nicht nur via Stereo-Cinch-Buchsen, HDMI-ARC oder Toslink mit Quellen verbinden, sondern streamt auch per Bluetooth (LDAC, LC3, SBC, AAC); zudem ist Auracast an Bord und es gibt einen USB-Audio-DAC für den Anschluss eines PCs. Sogar das Zusammenspiel mit einem Plattenspieler ist möglich (siehe Kasten). Hübsch sind die 30 Zentimeter hohen Boxen obendrein, dabei sieht das schwarze Hochglanz-Finish nicht nur schick aus, es fühlt sich auch gut an.
Während die Verkabelung praktisch keine Fragen offen lässt, ist die Bedienung mit der dazugehörigen Fernbedienung oft ein Blindflug, denn es gibt kein Display für Rückmeldungen – zum Beispiel welches der 5 Klanprogramme gewählt ist. Die Quellenwahl wird durch eine kleine Orange-LED an der Front angezeigt.
Daher sollte man zur „Philips Entertainment“-App greifen, hier ist alles klar und unmissverständlich. Viel mehr als an den Boxen selbst (Rückseite) oder mit der Fernbedienung lässt sich aber auch per App nicht einstellen.
Überraschend erwachsen
Jede Box wurde als 2-Wege-System mit Bassreflex-Gehäuse konstruiert, verbaut sind ein 1 Zoll großer Titan-Kalottenhochtöner sowie ein Glasfaser-Treiber mit einem Durchmesser von 5 Zoll. Trotz ihrer kompakten Maße musizierten die FA3s in unserer ausgiebigen Hörsession erstaunlich erwachsen mit einem großen Klangfeld, das Instrumente und Sänger plastisch und dreidimensional im Raum positionierte.
Dem FA3-Boxenpaar liegt eine kompakte Fernbedienung bei. Alternativ ist eine Steuerung per App möglich.
Für CD-Liebhaber hat Philips ein entsprechendes Laufwerk integriert, das unterhalb des LED-Displays rechts im Gehäuse sitzt. Die Plastik-Haptik des 3,7 Kilo leichten Drehers mit zwei Geschwindigkeiten (33/45 U/min) geht in Ordnung, der via Gummiriemen angetriebene Aluminium-Druckguss-Teller wirkt solide und der leichte Alu-Tonarm wurde mit einem MM-Tonabnehmer von Audio Technica geadelt. Bei unserem Test-Exemplar macht der verbaute Motor hörbare Laufgeräusche.

Die Feinauflösung war gut (selbst bei komplexer Metal-Mucke wie von „Blackbriar“), der Sound tendenziell warm und das solide Bassfundament sorgte für überraschend viel Druck, ohne dabei zu „Wummern“. Auch für den aufgerufenen Preis spielen die FA3s richtig groß auf, da muss sich manch teurere Soundbar verbeugen – auch weil die Philips-Speaker in den kritischen Mitten natürlicher beziehungsweise ausgewogener spielen als viele der Klangriegel.
Kritik kann man an der limitierten Maximal-Lautstärke üben, denn diese reichte im Test nicht aus, um eine Party angemessen zu beschallen oder Hollywood-Blockbuster richtig krachen zu lassen – und das, obwohl der Hersteller eine Leistung von 2 x 50 Watt angibt.

Der Testbericht Philips Fidelio FA3 (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 400 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2026 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Die gut verarbeiteten Fidelio FA3 von Philips klingen klasse, besitzen viele Verkabelungs-/Streaming-Optionen und können dank HDMI-ARC sogar eine Soundbar ersetzen.
Andreas Oswald

