Seit dem Test des Vorgängermodells Px7 S2 in Ausgabe 3-2023 hat sich einiges getan: B&W soll Ende 2025 nicht mehr zum US-Medizintechnik- Unternehmen Masimo gehören. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörden vorausgesetzt, wandert die traditionsreiche englische High-End-Marke in das Portfolio des Audio-Riesen Harman, der unterm Dach von Samsung residiert. Wir sind gespannt auf die Auswirkungen.
Ein Wunsch in Bezug auf den Px7 S3, der mit 430 Euro genauso viel wie sein Vorgänger kostet, hat sich schon mal erfüllt: „Ein detaillierter Equalizer würde die App sinnvoll upgraden“, formulierten wir beim S2 im Fazit. Und B&W hat reagiert – mit einem 5-Band-EQ, der individualisierte Hörprofile ermöglicht. Obwohl die Ohrmuschelpolster nun dezent schlanker ausfallen, ändert sich kaum etwas am Gewicht oder am Tragekomfort: 300 statt 307 Gramm und ein eher straffer Sitz, der erst nach längeren Hörsessions unangenehm wird. Das Stoppen der Musikwiedergabe beim Abnehmen funktioniert beim S3 eine Spur zuverlässiger, aber nicht perfekt, und das Noise Cancelling (an/aus, Transparenz – jeweils nicht feiner regelbar) ist auf sehr hohem, wenn auch nicht Referenzniveau. Die Bedienung erfolgt weiterhin klassisch über haptische Tasten am Gerät, die Verarbeitung ist vorbildlich.
Gelungen aufgefrischt
Am Klang wurde ebenfalls positiv gefeilt. Mokierten wir beim S2, dass es dort am allerletzten Tiefgang fehlt, spielt der S3 jetzt druckvoll-entspannt bis in den Basskeller – und das im Übrigen auch bei zivilen Lautstärken und ohne EQ-Eingriff. Jede Art von Musik tönt fein aufgelöst, natürlich, dynamisch und in einem großen Raum. Ein moderner Allrounder, dem jetzt nur noch 3D-Sound abgeht.

Der Testbericht Bowers & Wilkins Px7 S3 (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 430 Euro) ist in audiovision Ausgabe 9-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Überzeugendes Modell-Update, das mit einem neuen 5-Band-Equalizer mehr Flexibilität bietet und gleichzeitig das eh schon begeisternde Klangbild um wuchtigen Tiefbass erweitert.
Oliver Schultes

