Nach dem „Glow Pro“ und dem „Mate Pro“ (Tests in 2-2024) ist der „Ultimate Pro“ der dritte Bluetooth-Speaker, den Hama und Canton zusammen entwickelt haben. Für die von den Boxenbauern aus dem Taunus optimierte Klangerzeugung zeichnen ein rund 5 Zoll messender Mittel-Tieftöner sowie zwei Hochtöner verantwortlich, die von zwei Passivmembranen an den Außenseiten ergänzt werden. An Gesamtleistung stehen 120 Watt zur Verfügung.
Mobiler Begleiter
Gegenüber dem Mate Pro sind die Maße auf 46,5 x 25,4 x 19,2 (B/H/T) angewachsen – trotzdem ist der Ultimate Pro für den mobilen Einsatz prädestiniert. Denn da wäre zum einen seine IPX6-Klassifizierung gegen Regen und Spritzwasser, zum anderen der unübersehbare Tragegriff. Wer keine Hand frei hat, kann sich die 5,2 Kilogramm schwere Power röhre auch per beiliegendem Tragegurt umschnallen. Ebenfalls Teil des Lieferumfangs ist ein USB-C-Ladekabel, ein Netzteil sucht man hingegen vergebens. Dank integrierter Powerbank-Funktion kann man mit dem Ultimate Pro nicht nur Musik hören, sondern auch sein Smart phone oder Tablet laden. Der 4.500 mAh starke Li-Ion-Akku hält bei normaler Lautstärke bis zu 24 Stunden. Zum vollständigen Laden werden 2,5 Stunden benötigt.




Die Steuerung erfolgt per Smart-Home-App (Bilder unten) oder am Gerät. Neben Standards wie dem An-/Ausschalten und der Lautstärkeregulierung gewähren die gummierten Tasten Zugriff auf die Klang-Modi „Bass Sound“, „Power Sound“ und „Balanced Sound“ (schnelles zweimaliges Drücken der M-Taste) sowie die Freisprecheinrichtung. Auch ein am Aux-Eingang angeschlossener Zuspieler lässt sich hier aktivieren.
Kräftiger Klang
Der Ultimate Pro behält die ausgewogene und natürlich anmutende Klangcharakteristik des kleinen Bruders bei, legt aber in Sachen Dynamik und Abstrahlverhalten eine hörbare Schippe drauf. Egal ob „Bad“, „Walking in Memphis“ oder „Hotel California“ – alles klingt erwachsener, breiter gefächert und vor allem bei höheren Pegeln ungezwungener. Auch die instrumentale Begleitung tönt ausgewogen und muss sich hinter etablierter Konkurrenz wie JBL und LG nicht verstecken, ganz im Gegenteil. Für die Extra-Portion Tiefgang (z.B. bei Ushers „Yeah!“) empfiehlt sich der Modus „Bass-Sound“, der den Klang Richtung Boom-Box verschiebt – ohne die Mitten und Höhen unter einem Tieftonteppich zu begraben. Wer sich aktuelle Hollywood-Blockbuster wie „Warfare“ oder „Blood & Sinners“ (Tests in „Movies & More“) zu Gemüte führen will, sollte den Klang-Modus „Power Sound“ probieren – ansonsten liegt man mit „Balanced Sound“ eigentlich nie verkehrt. Mittels der „True-Wireless-Stereo“-Funktion kann man zwei Ultimate Pro via Bluetooth miteinander verbinden und so echten Stereo-Sound (jede Box bekommt ein eigenes Signal) erzeugen.


Der Testbericht Hama Ultimate Pro (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 250 Euro) ist in audiovision Ausgabe 9-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Die Kooperation mit Canton trägt weitere Früchte: In seiner Preisklasse zählt der Hama Ultimate Pro zu den klanglich besten Bluetooth-Lautsprechern. Auch die Verarbeitung ist sehr gut.
Christoph Steinecke

