Autor: Sascha Göddenhoff

Die junge Sophie (Ruby Barnhill) fristet ein trostloses Dasein in einem Waisenhaus. Eines Tages lernt sie einen geheimnisvollen Riesen (Mark Rylance) kennen. Aus der anfänglichen Skepsis erwächst bald eine enge Freundschaft. Mit tollen Bildern und viel Einfühlungsvermögen inszenierte Steven Spielberg den Bestseller von Roald Dahl – auch als 3D-Blu-ray erhältlich. Bild: Das märchenhafte Abenteuer erscheint scharf, fein kontrastiert und mit kräftig leuchtenden Farben (35:20) auf dem Schirm. In der Höhle des Riesen (17:09) lassen sich feine Details erkennen – vom überdimensionierten Geschirr über Nahrungsmittel bis hin zu den Felsstrukturen der Behausung. Schwarz ist meist satt und Graustufen werden sauber durchgezeichnet. Das…

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Im Sommer 1980 verbringt das Team einer texanischen College-Baseballmannschaft (u.a. Blake Jenner) die letzten Tage vor Semesterbeginn mit Partys, Frauen und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Witzige Retrospektive von „Boyhood“-Regisseur Richard Linklater. Bild: Leicht entsättigte Farben und ein erhöhter Kontrast trimmen das Bild auf Achtziger-Jahre-Optik. Dennoch ist der Transfer scharf und detailliert. Ton: Der Score wartet mit räumlich klingenden Songs der Ära auf. Auch bei einem Discobesuch (18:15) schallt es aus sämtlichen Boxen. Effekte sind jedoch selten und dann meist vorn zu hören. Extras: „Baseballspieler können tanzen“ (6:43), „Für Anfänger: Der Stil der 80er“ (4:20), „Rickipedia“ (3:58), „Skills-Video“…

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In einer Kleinstadt in Mississippi geschieht ein brutaler Dreifach-Mord. Unter den Opfern ist auch die Tochter eines hochrangigen Politikers. Das ruft zwei FBI-Agenten auf den Plan, die bei ihren Ermittlungen auf einen Sumpf aus Schweigen und Korruption stoßen. Maue Mischung aus Thriller, Krimi und Drama. Bild: Ein leichter Gelb-Filter sorgt für Südstaaten-Flair. Schärfe und Feinzeichnung könnten etwas besser sein und auch die Detailzeichnung ist lediglich Durchschnitt. Knappe 4 Punkte.  Ton: Der Score klingt räumlich und auch Effekte (z.B. Naturgeräusche bei 25:44) dringen gelegentlich aus allen Lautsprechern im Heimkino. Den Ton geben jedoch die Dialoge an. Extras: entfallene Szene (1:23), Kurzfilm…

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Fotografin Rigby (Selma Blair) ist ungewollt schwanger. Sie beginnt, mit der Kamera fünf ebenso schwierige wie liebevolle Mutter-Tochter-Beziehungen zu porträtieren – und findet so selbst einen Zugang zum Thema Familie. Einfühlsames Drama mit prominenter Darsteller-Riege.    Bild: Farben und Kontrastverhältnis erscheinen ausgewogen, die Schärfe ist hoch und auch an Details wird nicht gespart. Nur bei fahlem Licht dürften Personen besser durchgezeichnet sein. Ein leichtes Rauschen stört kaum. Ton: Die Dialoge geben den Ton an. Davon abgesehen passiert akustisch wenig, Score und Effekte bleiben frontlastig. Nur selten hört man auch etwas aus den Surround-Boxen (z.B. Stadtlärm bei 39:16). Extras: Trailer. Die…

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Der ehemalige Punk-Rocker und jetzige Familienvater Perry („Green Day“-Frontmann Billie Joe Armstrong) ist vom bürgerlichen Leben gelangweilt. Als er an seinem 40. Geburtstag überraschend seine ehemaligen Bandkollegen trifft, bietet sich die Chance auf ein Comeback. Nette Dramedy mit richtig viel Rock-Musik. Bild: Schärfe und Kontrast geben keinen Anlass zur Klage, auch die Detailauflösung stimmt. Konturen erscheinen ebenfalls scharf, dazu wird alles gut durchgezeichnet. Ton: Das Konzert zu Beginn brettert aus allen Boxen und entfacht echte Live-Atmosphäre. Auch zwischendurch rocken Songs die Lautsprecher im Heimkino, dafür müssen Effekte hinten anstehen. Extras: … sind leider nicht dabei. Die Wertung  Film 4 von…

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Jerusalem zur Zeit Christi: Judah Ben Hur (Jack Huston) landet durch eine Intrige seines Adoptivbruders Messala (Toby Kebbell) in römischer Gefangenschaft. Als ihm nach Jahren die Flucht gelingt, sinnt er auf Rache. Die routinierte wie ideenlose Neuauflage des mit 11 Oscars ausgezeichneten Charlton–Heston-Klassikers war einer der Kinoflops 2016. Bild: Der Cinemascope-Transfer besitzt eine hohe Schärfe und spart auch nicht mit Details, etwa an Gewändern und römischen Rüstungen. Selbst Totalen (91:51) überzeugen. Farben wirken meist warm und natürlich, nur triste Momente (das unterjochte Jerusalem 67:10) erscheinen kalt und dunkler. Nur selten fällt die Durchzeichnung nicht optimal aus (72:13).    Ton: Der…

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Um Laura Linney für die Rolle der Polizeichefin zu gewinnen, schickten ihr die „Ninja Turtles“-Produzenten zusätzlich zum Drehbuch auch eine Pizza, das Leibgericht der Martial-Arts-Schildkröten. Mit Erfolg, denn die dreifach oscarnominierte  Darstellerin (u.a. für „Kinsey“) sagte zu. So amüsant diese Anekdote in den Extras auch sein mag, echte Hintergrundinfos zum 135-Millionen-Dollar-Dreh wären uns lieber gewesen. Stattdessen schwadronieren Cast und Crew PR-konform über ihre Arbeit am jüngsten Turtles-Abenteuer. Auch hinter dem eigentlich vielversprechend klingenden Titel „Die Effekte unter dem Panzer“ verbergen sich einige unkommentierte Szenen in verschiedenen Stadien der digitalen Nachbearbeitung. Die ebenfalls erhältlichen 4K-Blu-ray- und 3D-Blu-ray-Versionen bieten leider auch kein…

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Die interessante Dokumentation beleuchtet Aufstieg und Fall der erfolgreichen Brit-Pop-Band um die beiden Brüder Noel und Liam Gallagher. Neben den Musikern kommen auch Weggefährten und Familienmitglieder zu Wort. Viele alte Bilder und Videos sind stark verrauscht und ausgeblichen, nur wenige Aufnahmen besitzen HD-Qualität. Die deutsche Synchro ist prima verständlich; kurze Song-Einspieler klingen sauber und spielen auf den hinteren Boxen leise mit. Extras: Interviews (42:55), Trailer. Die Wertung  Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Ascot Elite Format Blu-ray Länge 118 Minuten Bildformat 1,85:1…

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Seit ihrer Gründung im Jahr 1981 stehen Depeche Mode für erstklassigen Elektro-Pop. Allerdings prägte die Band das Musikbusiness nicht nur klanglich, sondern auch durch die Inszenierung der dazugehörigen Videos. Die drei DVDs enthalten die 55 Original-Videos zu allen Singles zwischen 1981 und 2013 – von „Just Can‘t Get Enough“ und „People Are People“ über „Walking In My Shoes“ bis hin zu „It‘s No Good“ und „Should Be Higher“. Die Bild- und Tonqualität fällt unterschiedlich aus. So klingen die Werke bis Ende der 1980er zwar sauber aufgelöst, aber mitunter flach und bei aktivierter ProLogic-Schaltung wenig räumlich. Schärfe und Detailzeichnung der 4:3-Bilder…

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Nach 35 Jahren rockte die Heavy-Metal-Band am 31. Dezember 2015 ihr letztes Live-Konzert im Staples Center von Los Angeles. Die tonale Live-Abbildung gelingt dank knackigen Gitarren, auf den Rears nachhallendem Gesang und energischem Publikum gut. Dennoch dürfte der Auftritt noch mehr Druck und Energie versprühen. Das Bild ist scharf, detailliert und zeichnet trotz Pyro- und Lichteinsatz alles sauber durch. Extras: Interviews (35:53), „Nikki‘s Flame-thrower Bass“ (3:54), Tommy‘s Drum Rig“ (5:32). Die Wertung  Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Universal Music Format Blu-ray…

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