CIA-Ausbilder Walter Burke (Al Pacino) lehrt die Nachwuchsspione (u.a. Colin Farrell) das Agentenhandwerk von der Pike auf. Sein Mantra: "Nichts ist, wie es scheint". Doch eines Tages gerät der Lehrmeister selbst in Verdacht, mit (doppelt?) verdeckten Karten zu spielen. Spannendes wie undurchschaubares Katz-und-Mausspiel. Bild: Satte Farben und ein kräftiger Kontrastumfang lassen die Optik meist schön knackig wirken, allerdings mindern Schärfe- (Doppelkonturen) und Rauschfilter (Detaildefizite) das HD-Feeling, so dass das Bild über weite Strecken wie eine exzellente DVD ausschaut. Noch vier Punkte. Ton: Der treibende Score von Klaus Badelt klingt voluminös und räumlich, die Effektkulisse kommt im englischen Original allerdings spritziger.…
Autor: Christoph Ebert
Als der Vulkanologe Harry Dalton (Pierce Brosnan) die Verantwortlichen der Kleinstadt Dante’s Peak vor einem bevorstehenden Vulkanausbruch warnt, stößt er auf taube Ohren. Natürlich bricht kurze Zeit später das Inferno los. Gute Katastrophenaction mit allem was dazugehört. Bild: Selten sah der Himmel so blau und das Gras so grün aus wie auf dieser HD-Scheibe. Doch wie schon bei der Blu-ray von "Apollo 13" (Test in audiovision 6-2010) wurde das Bild von "Dante’s Peak" gegenüber der HD-DVD (Test in 11-2007) unnötigerweise nachgeschärft, worunter der filmische Gesamteindruck (u.a. Doppelkonturen, Unruhe im Bild) leidet. Ton: Die Eruptionen des Vulkans sorgen für ordentliche Subwoofereinsätze.…
Mitsamt Sohn flüchtet die 25-jährige Umay (Sibel Kekilli) vor ihrem gewalttätigen Ehemann aus Istanbul nach Berlin Dort kommt sie bei den Eltern unter, doch die in Tradition verhaftete Familie droht an Umays mutiger Tat zu zerbrechen. Ein folgenschwerer Entschluss wird gefasst. Beklemmendes Drama über die Ehrenmord-Problematik. Bild: Mit Ausnahme einiger Szenen in schlecht ausgeleuchteten Zimmern (6:25) liegen Schärfe und Detailzeichnung auf sehr hohem Niveau (insbesondere Tageslichtaufnahmen). Ton: Der aus leiser Klaviermusik bestehende Score nutzt nur selten die Rears. Direktionale Effekte kann man an einer Hand abzählen (Bus fährt nach rechts aus dem Bild, 93:11). Extras: "Terres des Femmes" (30:40), entfallene…
In seinem zweiten Filmeinsatz soll der französische Geheimagent OSS 117 (Jean Dujardin) im Jahr 1967 einen Alt-Nazi zur Strecke bringen, der die Grande Nation mit einer kompromittierenden Liste von Nazi-Kollaborateuren erpresst. Ebenso alberne wie intelligente Bond-Parodie. Oliver Kalkofe schrieb das Synchronbuch und spricht die Hauptrolle. Bild: Der Cinemascope-Transfer imitiert den Look eines Bond-Films aus den Sechzigern – mit dem Unterschied, dass er keine Defekte aufweist, kaum rauscht und über einen hervorragenden Schärfe- und Detailgrad verfügt. Ton: Der 5.1-Mix bleibt selbst in den Actionszenen frontlastig. Einzig der Score (eine Mischung aus Fahrstuhlmusik und 60er-Jahre-Hits) verteilt sich ab und an auf die…
Brooke Meyers (Jennifer Aniston) macht mit ihrem chauvinistisch-kindlichen Freund (Vince Vaughn) Hals über Kopf Schluss. Allerdings will keiner von beiden aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Ein Rosenkrieg ungeahnten Ausmaßes nimmt seinen Lauf. Nette Romanze mit etwas weinerlichem letzten Akt. Bild: Warme Farbtöne und diffuse Lichtquellen prägen die weichgezeichneten Szenen in der Wohnung (ca. 70 Prozent). Die überkontrastierten und ebenfalls in warme Farben gehüllten Außenaufnahmen (Kapitel 1, 13, 19) sind hingegen schön scharf. Knappe vier Punkte. Ton: Die 5.1-Abmischung konzentriert sich fast ausschließlich auf den Centerbereich. Nicht mal bei einem Rockkonzert (Kapitel 15) kommt Surround-Feeling auf. Extras: keine. Die Wertung …
Frei nach der gleichnamigen Kinderbuch-Vorlage von Roald Dahls portraitiert Regisseur Wes Anderson ("Die Royal Tenenbaums") erneut eine verkorkste Familie – aber diesmal in Form einer Fuchssippe. Im Originalton machen George Clooney und Meryl Streep das Erwachsenen-Trickfilmdrama in Stop-Motion-Technik noch sehenswerter. Bild: Der rattenscharfe und rauschfreie Transfer bringt Puppen und Kulissen mit höchster Detailzeichnung und toller Plastizität auf den Schirm. Seinen gemütlichen Charakter erhält das Bild durch Abwesenheit von Grün- und Blautönen. Ton: Im Gegensatz zu Trickfilmkollegen wie "Coraline" spielt sich hier das Geschehen ausnahmslos vor dem Zuschauer ab. Extras: "Das Design des Films" (8:12), "Die Synchronsprecher der amerikanischen Originalfassung" (6:34),…
Nachdem ihr ein fieser Banker das Eigenheim abluchst, landet Rentnerin Lena (Eva-Maria Hagen) im Altersheim. Dort hecken Charmeur Johann (Ezard Haußmann) und andere Mitbewohner einen cleveren Plan aus, um dem Neuzugang aus der Patsche zu helfen. Die unterhaltsame Senioren-Farce im Format eines Schelmenromans ist ein Remake von Bernhard Sinkels Komödie "Lina Braake" von 1975. Bild: Der Cinemascope-Transfer setzt den Senioren-Coup mit toller Kantenschärfe, hoher Plastizität und gutem Schwarzwert in Szene. Auch das Filmkorn wird fein reproduziert. Ton: Neben dem räumlichen Score aus der Feder von James Last erwecken nur vereinzelte Umgebungsgeräusche die Rears aus ihrem Tiefschlaf. Extras: Making-of (20:02), Interviews…
Die Aufführung Wagners letzter Oper aus dem Festspielhaus Baden-Baden wurde von Nikolaus Lehnhoff inszeniert und begeisterte Publikum und Kritik gleichermaßen. Aufgrund seiner Länge von 255 Minuten benötigt das existenzielle Drama über das Dilemma menschlichen Daseins zwei HD-Discs. Der detailreiche 5.1-Mix verteilt die markanten Gesangsstimmen über die gesamte Stereofront, von hinten erklingt etwas Hall. Das 1080/60p-Bild ist scharf und detailreich. Extras: "Parsifal’s Progress" (75:39), Inhaltsangabe (12:02), Fotogalerie, 32-seitiges Booklet. Die Wertung Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 5 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Opus…
Für Jean-Jacques Annauds Filmabenteuer über drei Urzeitmänner und ihre Suche nach heilbringendem Feuer schuf Autor Anthony Burgess eine eigene Sprache mit hundert Wörtern. Nie zuvor wurde 80.000 Jahre alte Menschheitsgeschichte so authentisch inszeniert. Bildqualität: Aufgrund mäßiger Schärfe, wenig Tiefenwirkung, heftigem Rauschen, einem unruhigen Bildstand und regelmäßigem Helligkeitsflackern sieht der Cinemascope-Transfer kaum besser aus als auf der DVD aus dem Jahr 2000. Tonqualität: Bis auf den von choralen Gesängen geprägten Score und einige Umgebungsgeräusche wie Windböen nutzt der 5.1-Upmix die Rears selten bis nie. Extras: Zu einem vor Informationen übersprudelnden Regiekommentar (unbedingt reinhören) gesellen sich ein Making-of (25:45), ein Interview…
Die Box enthält die vier Kino-Abenteuer der von Jean-Luc Picard kommandierten Star-Trek-Crew, als da wären: "Treffen der Generationen", "Der erste Kontakt", "Der Aufstand" und "Nemesis". Einzeln sind die Filme auf Blu-ray vorerst nicht erhältlich. Bildqualität: Da man für die ersten drei Filme 2004 neue Abtastungen vornahm, fällt die Bildqualität nicht nur richtig gut, sondern auch sehr homogen aus. Die Optik wirkt dank guter Schärfe, kräftigen Farben und sattem Schwarz stets knackig. Negative Auswirkungen von Rausch- und Schärfefiltern sind minimal. "Der erste Kontakt" von 2002, für den kein neuer Transfer angefertigt wurde, sieht ab der Halbtotalen weniger scharf und plastisch…