Autor: Christoph Ebert

1918 kommt Benjamin Button (Brad Pitt) mit der Physis eines 80-Jährigen zur Welt – und jeden Tag wird er jünger. David Finchers märchenhafte Leinwand-Adaption einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald gewann drei Oscars (13 Nominierungen). Bildqualität: Nach "Zodiac" drehte der "Fight Club-"Regisseur erneut mit HD-Video­kameras (Thompson Viper FilmStream und Sony F23) – und das Ergebnis überzeugt. Ohne Rauschen und Verschmutzungen besitzt der mit starken Farbfiltern behandelte Cinemascope-Transfer eine fantastische Bildruhe. Außenaufnahmen (51:29, 84:28) verfügen über viele Details sowie eine hohe Tiefenwirkung. Die von warmen Farbtönen und schummrig-diffusen Lichtquellen geprägten Innenaufnahmen (61:06, 71:18) fallen qualitativ naturgemäß ab, sehen aber immer noch…

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Mit coolen Sprüchen und Protonenbeschleunigern machten die Ghostbus­ters vor 25 Jahren Jagd auf paranormale Phänomene in New York. Die Kultkomödie lockte hierzulande vier Millionen ins Kino und wurde für zwei Oscars (Songs, Effekte) nominiert. Bildqualität: Praktisch jede Innenaufnahme (ca. 80 Prozent des Films) wird von oft unerträglich starkem und teils sehr grobem Rauschen geplagt. Das Schärfeniveau ist trotzdem ordentlich und eine Hand voll Außenaufnahmen (6:39, 15:47) bieten sogar viele Details und eine hohe Plas­tizität. Trotz eines erfreulich niedrigen Verschmutzungsgrads hatten wir bei einem Film dieser Größenordnung ein besseres Bild erwartet. Dicke drei Punkte. Tonqualität: Egal ob das Anschalten…

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Al Pacino und Robert De Niro sind die vermeintlich besten Schauspieler ihrer Generation, gemeinsam bringen sie es auf 14 Oscar-Nominierungen bei drei Auszeichnungen. Trotzdem hatten sie erst einen gemeinsamen Mini-Leinwandauftritt – in Michael Manns Crime-Saga "Heat". In "Kurzer Prozess" sind die beiden Schauspiel-Schwergewichte hingegen fast durchweg gemeinsam zu sehen. Diesem zweifelsohne außergewöhnlichen Umstand widmet sich dann auch das 14-minütige Making-of. Alle Beteiligten loben De Niro und Pacino in den höchsten Tönen, die wiederum den Regisseur und ihre Kollegen in den höchsten Tönen loben. Erheblich substanzieller und informativer kommt die 19-minütige Hintergrund-Doku "Eine Untersuchung von Polizei und Kriminellen" daher. Hier berichten…

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"Der Film sieht völlig anders aus als alles, was Leute bisher gesehen haben" gibt Schauspielerin Sarah Paulson zu Beginn des Beitrags "Grüne Welt" zu Protokoll. Vor Gericht würde man so etwas als Falschaussage bezeichnen. Denn "The Spirit" ist optisch eine 1:1-Kopie von "Sin City". Sprich in einer auf Film-Noir getrimmten Schwarz-Weiß-Großstadt-Optik agieren Schauspieler vor computeranimierten Hintergründen. Die visuellen Gemeinsamkeiten kommen nicht von ungefähr, denn wie bei "Sin City" führte Frank Miller Regie. Griff Miller bei "Sin City" noch auf seine eigenen Arbeiten zurück, nimmt er sich dieses Mal des berühmten Werkes seines Freundes und Mentors Will Eisner an – leider…

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Bei einer Drogenrazzia werden zwei New-York-Cops getötet. Der ermittelende Detective (Edward Norton) muss bald feststellen, dass die Verdächtigen im familiären Polizei-Umfeld zu suchen sind. Das authentische Polizei-Drama mit Top-Cast lag zwei Jahre auf Halde. Bildqualität: Aus nicht ersichtlichen Gründen schwankt die Schärfe des von blauen Farben dominierten Transfers zwischen ausreichend und gut. Auch das fortwährend vorhandene Grießeln nimmt in einigen Szenen überhand. Knappe vier Punkte. Tonqualität: Mit Ausnahme der Football-Szene zu Beginn können sich die Rears leider nur bedingt in Szene setzen. Dafür klingt der Score zuweilen schön räumlich. Extras: Einziges Extra neben einer Digital-Kopie für den PC…

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Obwohl die resolute Anwältin Liv (Kate Hudson) und die nett-naive Lehrerin Emma (Anne Hathaway) unterschiedlicher nicht sein könnten, unternehmen sie seit Kindheitstagen alles gemeinsam. Und genauso lange träumen die beiden von der perfekten Hochzeit. Doch als ihre Vermählungen versehentlich am selben Tag im selben New Yorker Edelhotel gebucht werden, mutieren die besten Freundinnen zu erbitterten Riva­linnen – sehr zum Leidwesen ihrer zukünftigen Ehemänner. Wie so oft bei romantischen Komödien bestehen die Extras größtenteils aus einer Mischung von entfallenen, verpatzten und improvisierten Szenen, PR-Interviews und einigen mehr oder weniger interessanten Mini-Featurettes. So auch hier. Doch die Blu-ray von "Bride Wars" bietet…

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Am 13. Mai bringt Sony Pictures "Illuminati", die 100 Millionen Dollar teure Fortsetzung von "The Da Vinci Code" ins Kino. Passend dazu veröffentlicht Sonys Home-Entertainment-Sparte den ersten Teil erstmals auf Blu-ray. Da verwundert es kaum, dass sich auf der HD-Disc ein siebenminü­tiges "Illuminati"-Preview samt Einführung von Regisseur Ron Howard befindet (eine Szene plus der Trailer). Doch die Blu-ray bietet mehr als Cross-Promotion. Zum einen kommentiert Ron Howard erstmals ausgewählte Szenen (38:53) seiner kontroversen Leinwand-Adaption, zum anderen können Zuschauer via CineChat (siehe auch DVD-News Seite 44) den Film selbst kommentieren. Ebenfalls neu ist der interaktive Bild-in-Bild-Track "Entschlüsseln Sie den Code". Nach…

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Richard Attenboroughs episches Drama erzählt die Lebensgeschichte des geistigen Führers der indischen Unabhängigkeitsbewegung Mahatma Gandhi (Ben Kingsley). Das größtenteils an Originalschauplätzen gedrehte Monumentalwerk wurde mit 8 Oscar-Trophäen ausgezeichnet. Bildqualität: Detail- und Kantenschärfe sind meist gut, so dass dem Zuschauer während mancher Landschaftsaufnahmen und Massenszenen unzählige Einz­elheiten ins Auge fallen (Leichenzug bei 5:50 und Straßenszene bei 19:58). Dennoch merkt man dem Transfer sein Alter an. Vor allem das heftige Rauschen in allen hellen Flächen wirkt sich negativ auf die Tiefenwirkung aus. Ferner trüben ein unruhiger Bildstand (0:05, 74:45), Schmutzpartikel (41:26) und häufiges Helligkeitsflackern (59:50) den Sehgenuss. Tonqualität: Den 5.1-Upmix…

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Warum veröffentlicht man eine 43 Jahre alte Serie im 4:3-Format auf Blu-ray mag man sich zu Recht fragen. Grund 1: "Star Trek" ist Kult und Kult verkauft sich immer gut. Grund 2: "Star Trek" wurde für eine amerikanische TV-Ausstrahlung generalüberholt. Doch beließ man es nicht bei der obligatorischen Bild-Restauration, sondern fügte in bester "Star Wars"-Manier neue visuelle Effekte hinzu. Allerdings schwang man nicht die "Alles ist machbar"-CGI-Keule, sondern bildete die Original-Effekte behutsam digital nach. Das Ergebnis wirkt harmonisch, auch wenn der charmant-dilettantische Charme der Ursprungsfassung verloren ging. Umso erfreulicher, dass sich auch die Originalfassungen auf den sieben Blu-ray-Scheiben befinden. Bild-…

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Um die Farm ihres ermordeten Ehemanns zu retten, treibt die britische Adlige Lady Ashley (Nicole Kidman) 1.500 Rinder aus dem australischen Outback in die Stadt Darwin. Zur Seite steht der snobistischen Aris­tokratin der kernige Cowboy Drover (Hugh Jackman). Schon bald verbindet die beiden mehr als nur der staubige Viehtreck. Die kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs spielende Liebesgeschichte plündert schamlos bei "Vom Winde verweht", "Pearl Harbor" und "Jenseits von Afrika". Bildqualität: Die sonnendurchfluteten Szenen im Outback verwöhnen das Auge mit toller Schärfe und hoher Plastizität. Jedoch strahlt das Bild aufgrund eines überhöhten Kontrasts regelmäßig übertrieben hell (22:25) und in Close-ups…

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