Autor: Andreas Oswald

Trotz seines fortgeschrittenen Alters macht Liam Neeson in Actionfilmen eine gute Figur. Das stellte er jüngst mit „96 Hours“ und „Das A-Team“ eindrucksvoll unter Beweis. Auch in „Unknown Identity“ fesselt der mittlerweile 59-Jährige mit seiner Performance das Publikum. Obendrein gibt es eine fesselnde Story, tolle Berlin-Locations und charismatische Nebendarsteller. Als der Berlin-Besucher Martin Harris (Liam Neeson) nach einem Autounfall aus dem Koma erwacht, erkennt ihn seine Frau nicht mehr und ein Killer verfolgt ihn. Zusammen mit einer Taxifahrerin (Diane Kruger) und einem Ex-Stasi-Agenten (Bruno Ganz) versucht Harris, das Rätsel seiner verlorenen Identität zu lösen. So hervorragend der an „Frantic“ erinnernde…

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Der LX501 stellt Pioneers Einstieg in die SC-Königsklasse dar. Für 1.300 Euro bekommt  man viele Features der ganz großen Boliden zu einem fairen Preis. 4 verschiedene AV-Receiver offeriert Pioneer derzeit in der edlen SC-Baureihe. Zum 3.000 Euro teuren Flaggschiff LX901 (Test in Ausgabe 11-2016) gesellen sich die Modelle LX801 und SC-LX701 (Test in Heft 3-2017). Der LX501 löst laut Pioneer das ehemals kleinste SC-Modell, den LX59 ab – und überrascht beim Preis: Mit 1.300 Euro kostet der Neuling 400 Euro weniger als sein Vorgänger. Wie kann das sein? Ausstattung und Technik Ganz einfach, eigentlich ist der LX501 kein direkter Nachkomme…

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Alle Jahre wieder tüfteln die Hersteller an Verbesserungen für ihre Geräte und so kann auch Marantz‘ aktuelles Receiver-Flaggschiff SR7011 mit einem neuen Highlight aufwarten: HEOS. Das flexible Multiroom-Streaming-System war bisher nur in den Schwester-Receivern von Denon zu finden und bereichert jetzt auch die Vernetzungsmöglichkeiten eines Marantz-Receivers. Im Vergleich zum Vorgängermodell SR7010 (Test in Ausgabe 12-2015) hat der Nachkömmling auch DTS:X ab Werk an Bord, zudem ist der SR7011 kompatibel mit der brandneuen „Audyssey MultEQ Editor“-App zur individuellen Anpassung des Audyssey-Einmess-Systems. Ferner wurden die Anschlüsse der Rückseite sinnvoller angeordnet. Videoseitig ist die 4K/60p-Wiedergabe samt HDR-10 in Zeiten jährlicher Formatneuerungen fast schon ein…

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Star-Countertenor Philippe Jaroussky singt in Begleitung des renommierten Freiburger Barockorchesters sakrale Kantaten von Bach und Telemann – live aufgenommen in der Alten Oper von Frankfurt im letzten November. Ein Fest für Klassik-Freunde ist die 5.1-Abmischung, die Jarousskys Gesang körperhaft und natürlich schallen lässt. Das Orchester klingt differenziert, sonor und mit schön authentischem Raumhall. Top ist auch das klare und knackige Bild. Als Bonus gibt es drei Interviews (10:01). Die Wertung  Musik 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 1 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter EuroArts / Warner Format Blu-ray Länge…

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Rock-Legende Eric Clapton gastierte am 15. März 2007 in San Diego: Der 20-fache Grammy-Gewinner begeisterte die Fans im Ipayone Center mit einer Auswahl seines langjährigen musikalischen Schaffens, darunter „Tell the Truth“, „Little Queen of Spades“ und „Layla“. Einige Stücke, unter anderem „After Midnight“ und „Cocaine“, spielte Clapton mit Musiker und Komponist J.J. Cale ein – von ihm stammen die Songs ursprünglich. Der Auftritt klingt differenziert, die hinteren Lautsprecher sorgen für eine gute Räumlichkeit. Claptons Gitarre ist präsent, aber nicht zu betont. Den Drums fehlt es dagegen etwas an Druck, auch könnte alles mehr Dynamik vertragen – nur bei einigen Stücken…

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Am 24. August 2016 rockte Ex-„Scorpions“-Gitarrist Michael Schenker mit Band die Tokyo International Forum Hall. Gespielt wurden u.a. „Victim of Illusion“ und „Rock Bottom“. Instrumente wie Vocals dringen sauber gestaffelt aus den Frontboxen, hinten hallt es meist nur nach. Etwas mehr Dynamik wäre schön gewesen. Das Bild ist scharf und detailliert. Extras: „Leaving Osaka“ (6:32), „Arrival at Tokyo“ (7:29), „Soundcheck“ (12:41), „Impressions from the Fans“ (4:18), „Behind the Stage“ (20:43), Slide Show. Die Wertung  Musik 4 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 4 von 6 Punkten Bonusmaterial 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter in-akustik Format…

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Ein lustiges Wochenende in einer entlegenen Waldhütte endet im Blutbad, als fünf Freunde (u.a. Bruce Campbell) ungewollt einen schlafenden Dämon wecken. Über 30 Jahre war Sam Raimis Kultschocker beschlagnahmt, bevor er 2016 rehabilitiert wurde. Der Meilenstein des Horrorkinos erscheint ungeschnitten, die FSK vergab trotz auch heute noch derber Splatter-Einlagen sogar das 16er-Siegel. Bild: Die Vintage-Edition präsentiert den Film im originalen 4:3-Vollbild (1,33:1) sowie im aufgezoomten 1,85:1-Format – und das jeweils als remasterte und unbearbeitete Version verteilt auf 2 Blu-rays: Die restaurierte Vollbild-Fassung sieht die meiste Zeit scharf und detailreich aus. Allerdings verliert die Kamera öfter mal den Fokus, so dass…

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Der Fluch der Grasp-Familie rafft seit Jahren die Einwohner eines Dorfes dahin. Dr. Eswai (Giacomo Rossi-Stuart) kommt dem mysteriösen Spuk auf die Schliche. Mario Bavas atmosphärischer Gothic-Gruselklassiker von 1966 besticht mit stilvollen Sets, famoser Kameraarbeit und originellen Einfällen. Bild: Zur mauen Detail- und Kantenschärfe gesellt sich ein überzogener Kontrast samt überstrahlender Lichter. Die meisten Verschmutzungen verschluckt ein übler Rauschteppich, der das Seherlebnis arg trübt. Ton: Der Mono-Ton rauscht etwas und klingt bisweilen leicht verzerrt, was man besonders am Score hört. Extras: Audiokommentar mit Tim Lucas (ohne UT),  „Kill, Bava, Kill“ (10:50), „Erika in Angst“ (10:32), „Melissas Geist“ (31:41), Interview mit…

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Wes Baylor (Scott Adkins) möchte seine Kampfsportkarriere beenden. Da kommt das lukrative Angebot eines Superreichen gerade recht. Doch statt ein letztes Mal im Ring landet der MMA-Fighter im Dschungel von Myanmar – mit Menschenjägern im Nacken. Der lahme B-Actioner hat keinen inhalt­lichen Bezug zum Van-Damme-Original – selbst Genre-Spezialist Scott Adkins kann hier nichts retten. Bild: Die Dschungel-Szenerie sieht scharf und detailreich, aufgrund eines Blaufilters aber auch etwas unnatürlich aus. Manche Totalen wirken pixelig (31:21). Ton: Effekten fehlt es an Power, dafür spielt der 5.1-Mix räumlich. Bei 10:13 gibt es einen Tonaussetzer. Extras: „Into the Jungle“ (2:25), „Through the lens“ (2:43),…

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Nach dem Unfalltod ihres Sohnes nehmen die Hopsons (Kate Bosworth, Thomas Jane) Adoptivkind Cody (Jacob Tremblay) bei sich auf. Auf die Freude folgt jedoch ein Schock, denn die Träume des Jungen beginnen sich in der Realität zu manifestieren. Gelungene Kreuzung aus Gruselhorror und Familiendrama mit originellem Ansatz. Bild: Dank hoher Schärfe und Feinzeichnung, Rauschfreihheit auch in dunklen Szenen sowie einem ausgewogenen Kontrast sehen die Cinemascope-Bilder stets plastisch aus. Farben wirken etwas blass. Ton: Der Score mit aufpeitschendem Orchester sorgt für Gruselstimmung, dürfte aber ruhig noch räum­licher und bei Schocks dynamischer aufspielen. Effekte huschen teils auch explizit auf den Rears herum.…

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