Autor: Andreas Oswald

Zur Resozialisierung wird der straffällige Neonazi Adam (Ulrich Thomsen) zu Pfarrer Ivan (Mads Mikkelsen) aufs Land geschickt. Die anfänglichen Reibereien arten aus, als Adam die dunkelsten Geheimnisse des Priesters zum Vorschein bringt. Die rabenschwarze Kultkomödie aus Dänemark von Anders Thomas Jensen („Dänische Delikatessen“) erscheint bei uns erstmals auf Blu-ray. Bild: Die hohe Schärfe und Feinzeichnung wurde zum Teil durch elektronische Filter erkauft, was an Kanten für leichte Doppelkonturen sorgt. Rauschen tut es kaum. Noch 5 Punkte. Ton: Von Ausnahmen wie einem Gewitter (62:43) abgesehen konzentriert sich der 5.1-Ton auf die Front. Extras: Making-of (25:47), entfallene Szenen (15:38), Trailer. Die Wertung …

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„Der Dolby-Atmos-Ton lag uns nur für die englische Version vor“, lautete die knappe Antwort von Studiocanal auf unsere Frage, warum die Blu-ray keinen deutschen 3D-Sound enthält. Das enttäuscht wie überrascht, denn eigentlich punkten Independent-Anbieter (im Gegensatz zu manchem Hollywood-Major) mit bestmöglichem Ton in Englisch und Deutsch. Der Frust wird noch größer, da die Atmos-Spur des dritten „Panem“-Films die beste ist, die wir bisher gehört haben, und den deutschen 5.1-Mix alt aussehen lässt. Große Unterschiede fallen auch beim Ansehen des Filmes auf: Stand in den ersten beiden Teilen die Action im Vordergrund, rückt nun der Medien-Krieg zwischen der totalitären Regierung und…

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Ein Jahr nach der Blu-ray-Erstveröffentlichung von „Gravity“ schiebt Warner die „Diamond Luxe Edition“ nach. Den Sinn erklärt Regisseur Alfonso Cuarón im Vorwort zur neuen „Stille des Weltalls“-Version seines oscarprämierten Sci-Fi-Hits: „Bei der Heim­kino-Version wollten wir den Zuschauern die Möglichkeit bieten, den Film ohne Musik sehen zu können.“ Das ergibt angesichts des schalltoten Weltraums sogar Sinn, obgleich die vielen Musik- und teils auch geräuschlosen Passagen nicht jeder­manns Sache sein dürften. Zum Glück birgt die Blu-ray auch die Kinofassung, nur die 3D-Version ist nicht an Bord. Zusätzlich packte Warner Dolby-Atmos-Ton auf die Disc, allerdings nur bei der Kinofassung und nur bei englischer…

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Anno 873 strandet ein Haufen schiffbrüchiger Wikinger an der Küste Schottlands. Unterwegs zu einer entlegenen Siedlung fällt den Mannen die Tochter des Königs in die Hände. Statt des erhofften Lösegeldes entsendet der schottische Regent jedoch seine blutrünstigen Söldner. Das teils mit deutschen Geldern finanzierte Abenteuerspektakel liefert raue Männer-Action vor bildgewaltiger Naturkulisse. Bild: Blasse Farben verleihen den glasklaren und knackscharfen 2,35:1-Bildern einen harschen Look. Ton: Die zahllosen Kämpfe wurden mit grober Dynamik, drückenden Bässen und räumlichen Effekten vertont. Der Score spielt schön ausladend. Extras: Making-of (12:11), Featurettes (15:17), Behind the Scenes (9:56), Bloopers (0:40), B-Roll (10:28), Promo-Clips (5:18), Musik-Clip (4:28), Trailer.…

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England 1984: Um gegen die Schließung ihrer Zeche zu protestieren, treten die Bergarbeiter eines walisischen Dorfes in den Streik. Unerwartet erhalten die Kumpels Unterstützung von Schwulen-Aktivisten aus London, doch nicht jeder ist über die Hilfe vom ‚anderen Ufer‘ erfreut. Die britische Feel-Good-Komödie beruht auf einer wahren Begebenheit und plädiert gewitzt für Toleranz und Solidarität. Bild: Dank hoher Detail- und Kantenschärfe wirkt der meist rauschfreie Cinemascope-Transfer plastisch und hochauflösend. Dicke 5 Punkte. Ton: Genre-typisch spielt der 5.1-Mix oft unauffällig und frontbetont, Pop-Songs und Umgebungs­geräusche sorgen bisweilen für etwas Räumlichkeit. Extras: „Die wahre Geschichte“ (15:22), entfallene Szenen (9:49), Trailer. Die Wertung …

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Der in die Jahre gekommene Ex-CIA-Agent Peter Devereaux (Pierce Brosnan) soll eine politisch brisante Zeugin ausfindig machen. Dabei gerät er nicht nur ins Visier anderer CIA-Einheiten, sondern auch des russischen Geheimdienstes. Routinierter Spionagethriller mit spannendem dritten Akt. Bild: Wenn nicht gerade am Farbfilter gedreht wurde, erstrahlt Belgrad in satten Farben und mit kräftigem Kontrast. Während der vielen Verfolgungs­jagden beeindruckt die teils enorme Tiefenschärfe. Ton: Nicht nur die zahlreichen Actionsequenzen, sondern auch die ruhigen Momente wurden mit Liebe zum Detail vertont. Der nicht sonderlich originelle Score nutzt ebenfalls alle verfügbaren Lautsprecher. Extras: Making-of (10:50), „Pierce Brosnan ist zurück“ (6:40), „Schauplatz Belgrad“…

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Als das Märchenschloss Fantabularasa von einer bösen Eisfee (genial gesprochen von Nina Hagen) eingefroren wird, schreiten die Sieben Zwerge zur Rettung. Der Animationsspaß aus Deutschland verspinnt die Dornröschen-Geschichte zu einem unter­haltsamen Mix aus Märchen, Musical und Action. Bild 2D: Die glasklaren und knallbunten Bilder wirken stets kantenscharf; Details gibt‘s je nach Animationen mal mehr, mal weniger. Dicke 5 Punkte. Bild 3D: Hohe Raumtiefe ohne Stufungseffekte und plastische Figuren sorgen für ein tolles 3D-Erlebnis. Ton: Der agile 5.1-Mix liefert mit räumlichen Effekten und weitläufigem Score viel Surround-Feeling. Bass und Dynamik fallen kindgerecht aus. Extras: Making-of (9:40), Featurettes (4:52), Charakter-Videos (36:45), Trailer.…

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An ihrem Hochzeitstag verliert Elizabeth (Lavinia Wilson) bei einen Autounfall ihre Geschwister. Seitdem bestimmen Wut, Trauer und Angst ihr Leben – und Sex, mit dem sie ihr Trauma zu bekämpfen versucht. Die teils recht textillose Verfilmung von Charlotte Roches‘ autobiografischem Bestseller wandelt gekonnt zwischen Humor und Schrecken. Bild: Die hohe Schärfe, Feinzeichnung und Klarheit sorgen für viel HD-Flair. Die zahlreichen Rückblenden wurden im Kontrast überzogen, gebleicht sowie in Sepia-Filter getaucht und wirken so fast surreal. Ton: Genre-typisch vermittelt oft nur der Score Räumlichkeit. Selten verirren sich auch Effekte (Schießerei am Anfang) nach hinten. Extras: Making-of (10:03), Featurettes (7:22), Set-Clips (4:20),…

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Als er sich die teure Privatschule nicht mehr leisten kann, beschließt ein arbeitsloser Schau­spieler (Zach „Scrubs“ Braff), seine Kinder zu Hause zu unterrichten. Die zur Hälfte durch Crowdfunding finan­zierte Dramödie ist genauso bewegend wie unterhaltsam. Geheimtipp! Bild: Trotz nicht gerade heiterer Thematik kommt der Cinemascope-Transfer scharf, detailreich, kontraststark und teils sogar schön bunt daher. Ton: Mit Ausnahme einiger Fantasy-Sequenzen gibt sich der 5.1-Mix erwartungsgemäß frontlastig. Extras: Leider fehlen die beiden Kommentare der US-Disc, dafür gibt es Outtakes (3:15), „Directing while Acting“ (8:40), „The Music“ (1:02), „Q&A“ (3:03), „Fatherly Advice“ (1:05), entfallene Szenen (25:39, mit Kommentar), Trailer. Die Wertung Film…

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Täglich erwacht die 40-jährige Christine Lucas (Nicole Kidman) ohne Erinnerung an ihr früheres Leben. Laut Ehemann Ben (Colin Firth) verursachte ein Autounfall die Amnesie, Christines Psychotherapeut (Mark Strong) behauptet dagegen, ein Mordversuch sei der Auslöser. Je mehr die verstörte Frau in ihrer unklaren Vergangenheit gräbt und die Erinnerungen zurückkehren, umso näher rückt sie einem gefähr­lichen Geheimnis. Der spannende Psycho-Thriller nach einem Bestseller von Steve J. Watson entpuppt sich als vertracktes Kammerspiel mit einer erstklassigen Darstellerriege um Nicole Kidman, die mit ihrem emotionalen Spiel zu fesseln weiß. Bild: Passend zur bedrückenden Stimmung wirkt der Cinemascope-Transfer stets düster und trist, die Farbpalette…

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