Autor: Andreas Oswald

New York, 1900. Dr. John Thackery (Clive Owen) arbeitet als letzter verbliebener Chefarzt im Knickerbocker Hospital, kurz „The Knick“ genannt. Neben seiner Kokainsucht kämpft der ehrgeizige Mediziner mit neuen Krankheiten und den finanziellen Problemen der Klinik. Außerdem kommt es oft zu Konflikten mit Kollegen. Neben den schauspielerischen Leistungen stechen die blutigen OP-Schauwerte in der von Oscar-Preisträger Steven Soderbergh inszenierten und produzierten Arztserie der ganz anderen Art heraus.     Bild- und Tonqualität: Entsättigte, meist von Blau- und Grautönen dominierte Farben visualisieren den harten und tristen Alltag zu Beginn des 20. Jahrhunderts – einige Szenen wirken passend zum Thema geradezu steril.…

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Ein magisches Brettspiel verfrachtet zwei junge Brüder in den Weltraum. Auch die spaßige Quasi-Fortsetzung zu „Jumanji“ erscheint zum 10-jährigen Jubiläum als Neuauflage. Bild: Ein 4K-Remastering blieb „Zathura“ leider verwehrt, doch auch ohne kann der alte 1,85:1-Transfer bei Schärfe, Kontrast und Farben überzeugen. Das teils deutlich sichtbare Filmkorn verrät das Alter. Ton: Auch beim Ton blieb alles gleich, die effektgeladene Surround-Kulisse des bombastischen Dolby-5.1-Sounds lässt aber kaum Wünsche offen. Extras: Neu sind ein „Zathura“-Bilderbuch vorgelesen von Autor Chris Van Allsburg (17:39), zwei Promo-Clips zur Fantasy-Komödie „Gänsehaut“ und der Trailer. Die portierten Boni der Erstauflage: Audiokommentar, Featurettes (93:18), virtuelles Brettspiel. Die Wertung …

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  Passend zum Kinostart von „Terminator: Geni­sys“ am 9. Juli veröffentlichte Fox das Original, mit dem Arnold Schwarzenegger vor gut 30 Jahren seine Weltkarriere startete, erneut auf Blu-ray. Vom Cover samt nun rotem Rahmen einmal abgesehen, entspricht die Disc allerdings der Vorgänger-Version, trotzdem gibt es neues Bonusmaterial. Bild: Die Tagesaufnahmen (11:38, 13:45, 15:11) sind stets ausreichend scharf und bieten zum Teil eine bemerkenswerte Detailzeichnung. Leider spielt der Großteil des Films nachts und hier ist es um die Bildqualität nicht zum Besten bestellt. Neben der eingeschränkten Detailauflösung und Tiefenwirkung stört das regelmäßig mit Kompressionsartefakten durchsetzte Hintergrundrauschen (6:31, 20:44). Trotz…

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In bester Miss-Marple-Tradition löst die scharfsinnige wie hübsche Miss Fisher (Essie Davis) im Melbourne der 1920er-Jahre mehr oder weniger knifflige Mordfälle. Trotz warmer Farbtöne und teils diffuser Lichtquellen ist das 1080i-Bild stets knackscharf und detailreich, Ton gibt es leider nur in 2.0-Form. Extras: „Der Look“ (26:49), „Triff die Schöpfer“ (4:48), „Die Fahrzeuge der Serie“ (2:06), „Die Lokomotivenexperten“ (1:29), „Die Darsteller“ (8:36). Die Wertung  Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 5 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Extras 2 von 6 Punkten Die technischen Daten Anbieter Australien Format Blu-ray Discs / Folgen 3 / 12 Zirka-Preis 30 Euro Bildformat…

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Viel Atmosphäre, jedoch kein Atmos: Obwohl der zweite Film um Marvels Super-heldentruppe im Kino auch Klang von oben bot – wie zu Beginn des Making-ofs unschwer zu erkennen (siehe Bild unten) – schallt es auf der Blu-ray nur von vorne und hinten. Damit nicht genug der klanglichen Benachteiligung, denn nur wer auf die englische Tonspur wechselt, bekommt ein 7.1-Klangspektakel in DTS-HD Master Audio (variable Bitrate um 4 Mbit/s) geboten, in der Synchronfassung toben die Avengers lediglich in 5.1 DTS-HD High Resolution (konstante Bitrate von 2 Mbit/s) durchs Heimkino. Trotzdem bringt auch die deutsche Abmischung Ihre Surround-Anlage auf Touren, für eine…

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Anfang des 20. Jahrhunderts wird Harry Houdini (Adrien Brody) mit seinen waghalsigen Ent­fes­selungs­kunst­stücken weltberühmt. Trickreich ging der Magier auch seiner Tätigkeit als Spion für die Briten nach. Authentisch, visuell ausladend und mit toller Besetzung wandelt der TV-Zweiteiler des History Channels kurzweilig auf den Spuren des bekanntesten Illusionisten aller Zeiten. Houdinis Zauberei zeigt der 1,78:1-Transfer mit hoher Schärfe und Feinzeichnung, der ausgewogene Kontrast samt tiefem Schwarz sowie die kräftigen Farben tragen ebenfalls zur hohen Plastizität bei. In Hintergründen macht sich häufiger leichtes Grießeln breit. Der 5.1 Mix lässt Effekte durch den Raum zischen, Bässe drücken gut, auch der Score spielt räumlich.…

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Miley-Fans werden von der „Bangerz“-Blu-ray vermutlich nicht wirklich begeistert sein. Denn der Zusammenschnitt der Welttour-2014-Konzerte in Barcelona und Lissabon ist alles andere als gelungen, Backstage-Aufnahmen unterbrechen die Auftritte und als Krönung zensierte man das böse „F“-Wort mit Piep-Tönen („I wanna hear you make some [piep] Noise“). So macht das Ganze nur bedingt Spaß, obgleich die griffigen Songs und die extravagante Bühnen-Show samt gewagter Outfits durchaus Party-Potenzial besitzen. Besser gefällt der 5.1-Mix im unkomprimierten PCM-Format. Der tönt zwar mit eher geringem Gesamtpegel, bei potenten Verstärkern rocken die Pop-Songs aber dynamisch und druckvoll. Instrumente verteilen sich zudem breit und ortbar über die…

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Der tapsige und halluzinierende Fabrikarbeiter Jerry (Ryan Reynolds) verliebt sich in die hübsche Arbeitskollegin Fiona (Gemma Arterton). Doch das erste Date verläuft ganz anders als geplant. Bitterböse wie blutige Komödie voll schwarzem Humor und sprechender Haustiere. Bild: Wie so oft bei Drehs mit Arri-Alexa-Kameras sind Tageslichtaufnahmen scharf und detailreich (Backsteinmauer, 5:36), während Innenaufnahmen (Jerrys bräunliche Wohnung) weich und flach wirken.        Ton:  Neben den Songs am Anfang und Ende spielt der 5.1-Mix während Jerrys verregnetem Date räumlich auf. Meist gibt aber der Center den Ton an. Extras: „Jerrys Welt“ (1:43), „Jerrys Frauen“ (1:48), „Jerrys Haustiere“ (1:36), „Tiere lernen…

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Gabriel Noone (Robin Williams) freundet sich am Telefon mit einem traumatisierten Jungen an. Als Fragen zur Glaubwürdigkeit an dessen Geschichte aufkommen, stellt der Radiomoderator Ermittlungen an. Spannendes Psychodrama mit einem ungewohnt zurückhaltend agierenden Robin Williams. Bild: Das wenig scharfe, ab der Halbtotalen sogar regelrecht vermatscht wirkende Bild sieht kaum besser als die DVD aus. Es wirkt fast so, als hätte man einen SD-Transfer lediglich hochskaliert, das würde zumindest die 1080/50i-Quelle erklären (weder in den USA noch in England existiert eine 24p-Blu-ray). Ton: Bis auf gut verständliche Dialoge hat die 5.1-Abmischung leider wenig zu bieten. Selbst der Score nutzt meist nur…

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Ex-Elitekämpfer John Matrix (Arnold Schwarzenegger) befreit seine Tochter aus den Händen von Terroristen. Arnies kultiger 80er-Jahre-Actioner liegt hier sowohl in der Kinofassung als auch im Director‘s Cut vor. Bild: Trotz neuem AVC-Encoding (die Erstauflage war nur MPEG2) wirkt das Bild für eine HD-Präsentation oft zu weich. Einzig die sonnendurchfluteten Außenaufnahmen beim bleihaltigen Showdown sehen richtig gut aus. Ton: Die 5.1-Abmischung glänzt bei den zahlreichen Musikeinlagen, die Effektkulisse ist hingegen nicht so räumlich wie erhofft. Extras: Regiekommentar, entfallene Szenen (2:53), „Reine Action“ (15:08), „Lass ein bisschen Dampf ab“ (7:18), Trailer. Die Wertung  Film 5 von 6 Punkten Bildqualität 3 von 6…

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