Autor: Andreas Oswald

Um in den USA das familienfreundliche PG-13-Rating (entspricht unserer FSK-12-Freigabe) zu bekommen, musste "300"-Regisseur Zack Snyder sein jüngstes Werk fürs Kino massiv entschärfen. Die gute Nachricht: Die Blu-ray birgt neben der 110-minütigen Leinwandfassung den 127-minütigen Extended Cut. Die schlechte Nachricht: Auch in der Langfassung kann man kaum einen Bezug zu den Charakteren herstellen, da man von der bildgewaltigen Actionfantasy, die komplett aus dem Computer stammt und oft mehr nach Video­spiel als nach Kinofilm aussieht, erschlagen wird. Nach dem Tod ihrer Mutter landet die süße Baby Doll (Emily Browning) in einer psychiatrischen Anstalt. Um der grausamen Klinikwirklichkeit zu entfliehen, träumt sich…

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Film: Eigentlich erledigt Killer Arthur Bishop (Jason Statham) seine Aufträge ohne fremde Hilfe. Doch dann entschließt sich der alternde "Mechaniker" dem Sohn seines Mentors das tödliche Handwerk beizubringen. Kurzweiliges Remake des Charles-Bronson-Klassikers "Kalter Hauch". Bild: Der überkontrastierte und farbgefilterte (meist Orange- und Goldtöne) Cinemascope-Transfer bietet ein gutes bis sehr gutes Schärfe- und Detailniveau. Nur selten beeinträchtigt die für den beabsichtigten Schmuddel-Look ("Gritty") eingesetzte Körnung die Detailzeichnung. Ton: Der treibende Score klingt voluminös und räumlich, auch die Schießereien lassen aufhorchen. Den maximalen Rums gibt’s aber erst beim explosiven Finale. Extras: "Tools of the Trade: Inside the Action" (7:49), entfallene Szenen (10:54),…

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Bestatter Michael Kovak (Colin O’Donoghue) steht kurz vor der Pries­terweihe, doch zweifelt er an seinem Glauben. Ein Exorzismus-Seminar im Vatikan soll den Skeptiker umstimmen. Unter der Führung von Pater Lucas (Sir Anthony Hopkins) macht Michael die Bekanntschaft mit dem Leibhaftigen. Der stark gespielte Horrorthriller krankt an abgedroschenen Teufel-Klischees und fehlenden Gänsehautmomenten. Bild: In hellen Szenen ist der Transfer scharf und detailreich (17:33), in dunklen Szenen nimmt die Schärfe etwas ab, Details gehen im dominanten Schwarz verloren (98:10). Ton: Die Exorzismen erfreuen mit kräftigem Tiefbass, heftiger Dynamik und direktionalen Surroundeffekten (auch Stimmen 76:03). Die Musik klingt ebenfalls klasse. Extras: "Ein Soldat…

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140 nach Christus schleichen sich Centurio Marcus Aquila (Channing Tatum) und Sklave Esca (Jamie Bell) in den wilden Norden des von Rom besetzten Britannien, um dort das Verschwinden der neunten römischen Legion zu klären. Temporeicher Abenteuerfilm über Pflicht und Ehre. Bild: Bei Tagesszenen wirkt der Cinemascope-Transfer meist scharf und detailreich (48:48). In dunklen Einstellungen lässt die Durchzeichnung hingegen nach, hier und da macht sich etwas zu starkes Grießeln breit (48:21). Ton: Die Kämpfe brechen mit explosiver Dynamik los (52:20), Pferdehufe donnern mit grollendem Tiefbass (21:20). Die Folk­lore-Musik erklingt transparent, räumlich und präzise. Extras: Audiokommentar, alternatives Ende (4:28), entfallene Szenen (6:11),…

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Nach einem One-Night-Stand beschließen die Beziehungsgeschädigten Adam (Ashton Kutcher) und Emma (Natalie Portman) Sexfreunde zu werden. Doch aus dem Liebesexperiment droht eine ernste Sache zu werden. Nettes "Harry und Sally"-Update von Komödienspezialist Ivan Reitman. Bild: Von einigen wenigen Aufnahmen abgesehen wirkt das Cinemascope-Bild scharf und detailreich mit teils beachtlicher Tiefenwirkung. Auch die kräftigen Farben und der dynamische Kontrast gefallen. Artefakte: Fehlanzeige. Ton: Der 5.1-Mix fällt zwar recht frontlastig aus, dafür klingt die Musik (vor allem Songs) voluminös und dynamisch. Extras: Audiokommentar, "Sex Freunde: Die Zusammenkunft" (20:46), "In den schicken Hallen der Secret High" (11:23), "Moderne Liebe: Die Verhaltensregeln" (8:48), entfallene…

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Bereits 1969 wurde der gleichnamige Roman von Charles Portis mit John Wayne unter dem Titel "Der Marshall" auf die Leinwand gebracht, 2010 machten sich die Brüder Joel und Ethan Coen ("No Country for Old Men") an eine Neuverfilmung des Stoffes: mit Erfolg! Der für zehn Oscars nominierte Western besticht mit tollen Bildern, cleverem Drehbuch und großartigen Darstellern. Jeff Bridges gibt seine Rolle als übellauniger Marshall mit Bravour und Neuentdeckung Hailee Steinfeld behauptet sich tapfer zwischen den harten Kerlen. Als 14-Jährige engagiert sie den schießfreudigen Marshall Rooster Cogburn (Bridges), um den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen. Bild: Die erdigen…

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Der informative Doku-Dreiteiler der BBC begleitet ein Team von Wissenschaftlern und Naturfilmern auf der Suche nach Tigern im Königreich Bhutan am Fuße des Himalaja-Gebirges. Die Bildqualität variiert leicht, zwischen die vielen knackscharfen Szenen (Tigerkopf, 9:50) mischen sich mal weiche (35:58) und etwas verrauschte Einstellungen. Bei Szenen mit vielen Details (Urwaldüberflug, 1:30) schwächelt die Kompression. Die Musik spielt räumlich und lebendig, die fortwährenden Naturgeräusche (Gewitter bei 13:40) sprechen auch die Rears an. Keine Extras. Die Wertung Serie 4 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 0 von 6 Punkten Die technischen…

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Größer, stärker, gefährlicher! Mit modernster Technik und Forensik geben sachkundige Paläontolgen in 12 Episoden einen spannenden Einblick in die raffinierten Kampftechniken der Urzeitmonster. Das Bild der Interviews und Animationen ist meist scharf und detailreich, die teils stark verfremdeten Dino-Szenen (u.a. mit Rauschen) fallen in der Qualität jedoch ab. Musik sowie Effekte klingen räumlich und bedienen auch die Rears, die Dynamik bleibt leider auf TV-Niveau. Die deutsche Sprecherstimme dröhnt zudem etwas. Extras: 15 Mini-Featurettes (ca. 23 Minuten). Die Wertung Serie 5 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 2 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten …

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Sherlock Holmes und Dr. Watson ermitteln wieder. Die erfolgreiche BBC-Produktion verlagert die Verbrecherjagd ins 21. Jahrhundert, die erste Staffel fesselt mit spannenden Geschichten, brillanten Dialogen und einer guten Portion Zynismus. Das Bild ist scharf und plastisch, in dunklen Szenen rauscht es auch mal stärker (54:27). Dem 5.1-Track fehlt es an Räumlichkeit. Während Musik auch mal die Rears anspricht, tönen Effekte meist von vorne (3:55). Extras: Zwei Audiokommentare, Making-of (32:38), alternative Pilotepisode (55:15, nur englischer Ton). Die Wertung Film 6 von 6 Punkten Bildqualität 4 von 6 Punkten Tonqualität 3 von 6 Punkten Bonusmaterial 3 von 6 Punkten …

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…und sie rocken bis heute. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum feiert AC/DCs legendärer Konzertfilm über ihren Auftritt in Paris 1979 seine HD-Premiere – mit Abstrichen bei Bild und Ton. Trotz Res­tauration sieht man dem 4:3-Bild sein Alter an, es mangelt erheblich an Schärfe und Details, meist wird nur DVD-Niveau erreicht. Der DTS-HD-5.1-Upmix (Coverangabe Dolby Digital ist falsch) klingt undifferenziert und flach, die sperrigen Gitarren preschen nur von vorne, die Rears begnügen sich mit etwas Hall. Drums und Bass fehlt es an Durchschlagskraft – kein Vergleich zu aktuellen Aufnahmen. Extras: "Die Rituale des Rock" (8:38), "Urgestein des Gitarrenriffs" (11:10), "Angus Young" (11:50),…

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