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    Blu-ray-Player

    Sony UBP-X700K (Test)

    15. Juni 20266 Minuten Lesezeit

    Nach sechs Jahren hat Sony mit dem UBP-X700K einen neuen 4K-Blu-ray-Player auf den Markt gebracht. Warum sich unsere Begeisterung in Grenzen hält, zeigt unser Test.

    Keine Vorstellung im Rahmen eines Produkt-Launch-Events, keine Pressemitteilung, kein gar nichts. Die PR-Behandlung, die Sony seinem neuen Blu-ray-Player UBP-X700K zum Marktstart zukommen ließ, tendiert gegen Null. Sogar unserer Testanfrage erteilte man mit den Worten „wir bekommen leider keine Samples zu dem neuen Blu-ray-Player“ eine Absage. Zwar änderte Sony ein paar Wochen später seine Meinung („wir können den gewünschten Blu-ray-Player nun für einen Test zur Verfügung stellen“), doch in der Zwischenzeit hatte uns der Fachhändler Heimkinoraum (siehe Kasten) mit einem Exemplar ausgeholfen.

    Der eingeschränkte Enthusiasmus seitens Sony könnte daran liegen, dass es sich beim UBP-X700K nicht um ein Modell mit innovativen Features handelt. Vielmehr entpuppt sich der 4K-Scheibendreher als eine Sparversion des sieben Jahre alten Vorgängers UBP-X700 – was auch die fast identische Produktbezeichnung erahnen lässt. Auf den Preis wirkt sich dieser Umstand allerdings nicht aus, ganz im Gegenteil. Kostete der UBP-X700 bei seiner Markteinführung 270 Euro, schlägt sein Nachfolger UBP-X700K mit 300 Euro zu Buche.

    Von vorne gibt es nicht den kleinsten Unterschied, was auch daran liegt, dass sich die Produktbezeichnung nur hinten am Gerät befindet. Statt einer klassischen Hifi-Breite von 43 bringt es der UBP-X700K nur auf 32 Zentimeter, auch die Tiefe fällt mit 21,7 Zentimetern nicht sonderlich üppig aus. Platz für das Netzteil fanden die Japaner auf jeden Fall nicht mehr, so muss die Stromversorgung eine externe 220V-Einheit mit 12V-Ausgang übernehmen. Die Materialanmutung fällt im Vergleich zum großen Bruder UBP-X800M2 (Test in 7-2019) minderwertiger aus. So wirkt das mit einer Klavierlack-Front versehene Kunststoffgehäuse nicht sonderlich robust, auf eine Metallschienen-Verstrebung zur Minderung der Vibrationen wurde ebenfalls verzichtet. Genauso wie auf ein Display (ein Schicksal, dass der UBP-X700K mit dem UBP-X800M2 teilt), lediglich eine LED-Leuchte gibt Auskunft darüber, ob das Gerät in Betrieb ist. Wie beim Vorgänger und dem kleinen Bruder UBP-X500 (Test in 11-2018) ist die USB-Öffnung vorne rechts offen.

    Die Fernbedienung fällt nicht sonderlich hochwertig aus, hat aber alle wichtigen Tasten an Bord. Auch dank einer Ausbuchtung auf der Rückseite für den Zeigefinger liegt sie gut in der Hand. Im Vergleich mit dem UBP-X700-Geber fehlen die Buttons für Favoriten und Netflix, dafür gibt es Skip-Tasten, mit denen man im Film 10 Sekunden zurück bzw. 15 Sekunden nach vorne springen kann. Neu ist die Fernbedienung trotzdem nicht, liegt sie doch in identischer Form dem kleinsten Sony-Blu-ray-Player UBP-X500 bei.

    Vorbildlich informiert der UBP-X700K über die AV-Codecs samt den entsprechenden Bitraten.
    Ausschließlich digital: Bild und Ton werden über zwei HDMI- oder einen koaxialen Ausgang an den Receiver beziehungsweise das Display geschickt. Für die Netzwerkanbindung steht ein Ethernetport zur Verfügung. Die gelbe Buchse ganz links ist für das externe Netzteil. Einen USB-Port gibt es nur auf der Vorderseite.
    Das ist Heimkinoraum
    Heimkinoraum ist – wie der Name schon suggeriert – ein auf das Heimkino spezialisierter Hifi-Fachhändler. Neben vier Standorten in Deutschland (München, Nürnberg, Köln und Regensburg) gibt es eine große Online-Präsenz auf www.heimkinoraum.de.

    Statt Massenware bekommt man beim Heimkinoraum Lösungen, die auf die individuellen Wünsche des Kunden zugeschnitten sind. In Vor-Ort-Ausstellungen lässt sich zudem alles live erleben und vergleichen. Neben der Beratung bietet Heimkinoraum zudem eine fachgerechte Installation an – damit aus dem Wohnzimmer das hauseigene Lichtspielhaus entsteht – mit Bild und Ton, die begeistern.

    Von der Bild- und Tonqualität einzelner AV-Komponenten können sich die „Heimkinoraum“-Kunden in einem Vorführraum wie diesem überzeugen.

    Ausstattung und Technik
    Apropos Betrieb, der UBP-X700K verfügt über eine Abschaltautomatik, die ihn nach 20 Minuten in den Standby-Modus versetzt, der 0,35 Watt aus der Steckdose zieht. Das ist beachtlich, kommt die eher schlicht gelagerte Disc-Lade bei Betätigung der Auswurf-Taste (neben der An/Aus-Taste die einzige am Gerät) doch unmittelbar zum Vorschein. Das Laufwerk verrichtet seine Tätigkeit meist angenehm leise, lediglich zu Beginn einiger UHD-Scheiben kann es schon mal etwas lauter werden. Auch scheint die Fehlerkorrektur bei 4K-Discs weniger effektiv zu arbeiten als bei normalen Blu-rays oder DVDs – ein Fettfleck oder Staub führte zumindest in unseren Tests schneller zu Aussetzern.

    Der UBP-X700K verfügt über zwei HDMI-Ausgänge (einer davon nur für den Ton) sowie einen koaxialen Digitalausgang und einen LAN-Anschluss. Die WLAN-Option des UBP-X700 wurde hingegen gestrichen. Das ist allerdings nicht tragisch, denn die Netzwerkfähigkeit begrenzt sich auf den heimischen NAS-Server. Blue tooth wird nicht unterstützt, auch das App-Angebot des UBP-X700 sucht man vergebens.

    In Sachen mediale Vielfalt macht der UBP-X700K hingegen eine gute Figur. Er kann nicht nur UHD-Blu-rays, normale Blu-rays (2D und 3D), DVDs und CDs wiedergeben, sondern spielt auch Super Audio CDs ab. Wer DVD-Audio-Scheiben wiedergeben möchte, muss zum X800M2 greifen. Auch die High-Resolution-Audio-Zertifizierung bleibt dem großen Bruder vorbehalten. An Lossless-Codecs werden DSD (bis 11,2 MHz), FLAC, ALAC und WAV abgespielt, an verlustbehafteten Formaten stehen unter anderem AAC und MP3 zur Verfügung.

    Die Bedienung sowie die Einrichtung erfolgt dank übersichtlicher Menüs selbsterklärend. Die Fernbedienung macht optisch wie haptisch zwar nicht viel her und hat auch keinen Ziffernblock, liegt aber gut in der Hand und verfügt über Schnellwahltasten für Audio und Untertitel. Sehr gut gefällt das flotte Vorspulen, inklusive (und das ist gegenüber dem Vorgänger neu) einer 10- bzw. 15-sekündigen Skip-Funktion. Ebenfalls lobenswert ist die detaillierte Informationsanzeige über AV-Codecs.

    Der Menüpunkt HDR-Konvertierung wird erst sichtbar, wenn die HDR-Wiedergabe auf „aus“ steht oder kein HDR-Display angeschlossen ist. Die Anpassung des Dynamikbereichs fällt mit 5 Schritten weniger engmaschig aus als bei den Panasonic-Modellen.
    Bei HDR-Material stehen die Modi „Heller Raum“ und „Dunkler Raum“ nicht zur Verfügung.

    Bild- und Tonqualität
    Die wichtigste Disziplin für einen UHD-Blu-ray-Player ist natürlich die Wiedergabe von UHD-Blu-rays. Hier liefert der UBP-X700K hervorragende Ergebnisse, die mit bloßem Auge nicht von denen der teureren Sony-Modelle zu unterscheiden sind. Vorzeige-Videos wie „Postcards from Stockholm“ von der „Best of 4K“-Disc sehen gestochen scharf und feinauflösend aus. Auch eher düsteres Material wie in „Batman v Superman“ meistert der Sony bravourös. Auf Wunsch wird die 4:2:0-Farbauflösung des 4K-Disc-Formats auf bis zu YCbCr 4:4:4 konvertiert. Apropos konvertiert. Ein eigens entwickelter Algorithmus soll für eine bestmögliche Bildqualität auf SDR-Geräten sorgen. Über eine Dynamikbereichanpassung für lichtschwache HDR-Fernseher oder Projektoren, wie sie unter anderem die Panasonic-Modelle bieten, verfügt der UBP-X700K allerdings nicht – Punktabzug.

    Dafür unterstützt er neben HDR10 auch Dolby Vision. Allerdings muss man Dolby Vision bei entsprechenden Inhalten manuell im Menü „Video-Einstellungen“ aktivieren, eine „Auto“-Funktion wie bei der regulären HDR10-Ausgabe ist nicht vorhanden. Auf keinen Fall sollte man die „Dolby Vision Ausgabe“ immer auf „Ein“ lassen, sonst werden auch normale Blu-rays fälschlicherweise mit HDR ausgegeben (zumindest war das in unserer Testkette der Fall). HDR10+ wird nicht unterstützt.

    Neben den drei Rauschfiltern FNR (Frame Noise Reduction), BNR (Blockrauschfilter) und MNR (Moskitorauschfilter) lassen sich Kontrast, Helligkeit, Farbe und Farbton regeln – und in zwei „Custom“-Plätzen speichern. Bei aktivierter „Dolby Vision Ausgabe“ hat man übrigens keinen Zugriff auf die Video-Equalizer-Funktionen. Blu-rays und DVDs können sauber auf bis zu 4K/60p-Auflösung skaliert werden, die Ausgabe der Original-Auflösung ist hingegen nicht möglich.

    Der Testbericht Sony UBP-X700K (Gesamtwertung: 72, Preis/UVP: 300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 8-2025 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • SONY UBP-X700K (audiovision 8-2025)In den Warenkorb

      SONY UBP-X700K (audiovision 8-2025)

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    AV-Fazit

    72 Gut

    Der UBP-X700K liefert eine tolle Bild- und Tonqualität und lässt sich komfortabel bedienen. Allerdings ist die Ausstattung schlechter als beim Vorgänger, trotz gestiegenem Preis.

    Christoph Steinecke

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