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    Blu-ray-Player

    Sony Playstation 5 Pro (Test)

    12. Juni 202611 Minuten Lesezeit

    Die Playstation 5 Pro ist Sonys neueste Ausbaustufe seiner beliebten Spielkonsole. Im Huckepack mit einem Laufwerk kann sie auch UHD-Blu-rays abspielen. Daher stellt sich die Frage: Wie macht sich das Gaming-Accessoire im Heimkino?

    Als wir vor einigen Jahren der Playstation 5 unter den Deckel schauten, lautete unser Fazit: „Als Blu-ray-Player-Ersatz schlägt sie sich bild- und tontechnisch gut, allerdings fehlen Video-Optimierer sowie die Unterstützung von Dolby Vision und 3D-Discs.“

    Was sich seitdem getan hat, klären wir auf den folgenden Seiten. Dabei lag unser Fokus natürlich auf den Heimkino-spezifischen Unterschieden zwischen der normalen PS5 und der neuen Pro-Version.

    Spielen auf der Playstation 5 Pro
    Bahnbrechende Neuerungen auf spielerischer Seite finden sich bei der Playstation 5 Pro wenig überraschend nicht – es handelt sich doch primär „nur“ um ein neues Modell mit mehr Leistung unter der Haube.

    In erster Linie fällt die aufgemotzte Technik bei einer Reihe ältere Titel auf, die bisher schon mal mit instabilen Bildraten oder reduzierter Auflösung daherkamen, nun aber häufig die angepeilten 60 oder gar 120 fps sowie 4K-Auflösung wiedergeben können. Eine Kuriosität am Rande ist, dass Sony diesmal bei der Verpackung auf das 8K-Logo verzichtet, obwohl die PS5 Pro im Gegensatz zur Vorgängerin tatsächlich bei einer Handvoll Spielen in der Lage ist, diese mit 7.680 x 4.320 bei 60 Bildern pro Sekunde anzuzeigen. Im tätsächlichen Einsatz gelingt das dem Vorzeigerennspiel „Gran Turismo 7“ sowie den Formel-1-Simulationen „F1 24“ und „F1 25“ am überzeugendsten, obwohl sich die Wiedergabe in der Praxis nur minimal vom 4K-Bild abhebt.

    Auch die Playstation 5 Pro beherbergt von Haus aus eine schnelle SSD, die mit netto 1,89 Terabyte nun auch über ein solides Maß an Platz für Installationen verfügt. Im Spielbetrieb ist die Konsole teils etwas deutlicher hörbar als das Standardmodell und Laufwerksgeräusche bei eingelegten Discs im Spielbetrieb bleiben nicht aus, Klagen über Spulenfiepen haben sich beim neuen Modell aber erfreulich wenige gefunden.

    Das Alleinstellungsmerkmal der Playstation 5 Pro ist der Dual-Sense-Controller, der „Force Feedback“-Effekte beim Spielen generiert. Die Vibration wirkt feinfühliger und direkter als bei den Vorgängern. So lassen sich virtuelle Untergründe und sogar Regentropfen haptisch simulieren. Dieser Immersionseffekt wird vom eingebauten Lautsprecher verstärkt. Daneben besitzen die Schultertasten R2 und L2 einen dynamischen Widerstand beim Eindrücken – je nach Spielsituation. Dadurch kann der Widerstand beim Abzug einer virtuellen Waffe oder auch der Bremsdruck bei Rennspielen simuliert werden. Kurzum, der Dual-Sense sorgt für ein neues Spielgefühl.

    „Gran Turismo 7“ und „F1 25“ gehören zu den wenigen Spielen, die 8K unterstützen. In der Praxis wirkt sich das auf die wahrgenommene Bildqualität aber kaum aus.

    Die größte Hürde legt Sony gleich zu Anfang dem Disc-Fan ins Nest: Das UHD-Blu-ray-Laufwerk gehört bei der Pro-Version der Playstation nicht zum Lieferumfang, sondern muss separat für 80 Euro erworben werden.

    Wer nun aber glaubt, das Weglassen des Laufwerks würde sich positiv auf den Preis auswirken, den müssen wir enttäuschen. Bereits als „Digital Edition“ ohne Blu-ray-Abspielmöglichkeit kostet die Playstation 5 Pro satte 800 Euro. Zum Vergleich: die „Disc-Edition“ der PS5 kostete bei ihrer Einführung 500 Euro, mittlerweile sind es 550 Euro. Wer noch mehr Geld auf das Sony-Firmenkonto überweisen möchte, kann die optionale Medienfernbedienung für 30 Euro (Kasten nächste Doppelseite) und einen Standfuß für ebenfalls 30 Euro erwerben; Letzterer gehörte bei der PS5 zum Lieferumfang.

    Den satten Aufpreis rechtfertigt Sony mit besserer Technik. So verfügt die Pro-Version über eine kräftigere CPU (3,85 GHz statt 3,5 GHz) sowie eine stärkere Grafikeinheit für eine erhöhte Rechenleistung. Zudem wurde das Upscaling-Verfahren für Spiele von AMD FSR auf PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution) mit einer von Künstlicher Intelligenz unterstützten Skalierung umgerüstet, damit Spiele schärfer aussehen. Apropos scharf: Games laufen in 4K mit 120 Frames (ALLM und VRR sind an Bord) und selbst 8K-Spiele unterstützt die neue Konsole. Ferner steckt mehr Speicherplatz für Games und Medien drin, 2 Terabyte statt 825 Gigabyte. Zudem kann das Betriebssystem nun auf zwei eigene Gigabyte RAM zurückgreifen, für CPU und GPU stehen 16 Gigabyte RAM auf dem Datenblatt.

    Das alles mag für Gamer eine Kaufüberlegung wert sein, im Heimkino spielen solche Leistungs-Updates aber keine Rolle. Denn 8K-Inhalte gibt es fast ausschließlich und nur selten auf Youtube, bei Blu-rays oder Streaming-Diensten ist 4K/60p das Höchste der Gefühle – was schon die PS5 beherrschte. Äußerlich hat sich hingegen nicht viel getan: Seitliche schwarze Lamellen (siehe Foto) sind schon das markanteste Unterscheidungsmerkmal, zudem ist die Pro 4 Zentimeter weniger tief als die PS5, womit man bei Abmessungen von 38,8 x 10,6 x 21,6 (H/B/T) Zentimetern landet.

    Über die Einstellungen der Player-App erhält man wichtige Steuerungs-Settings für Bild und Ton.
    Drückt man die Options-Taste, offeriert der Player einige Infos zu den Bild- und Tonformaten der Blu-ray.
    Die HDR-Wiedergabe kann im Hauptmenu der PS5 Pro gesteuert werden.
    Nur mit dem Nötigsten bestückt: Zu einem HDMI-Ausgang gesellen sich vier (zwei vorne) USB-Schnittstellen sowie eine Buchse für Ethernet. WLAN und Bluetooth sind integriert. Digitaltonbuchsen und analoge Eingänge fehlen.
    Im Hauptmenü unter „Bildschirm und Video“ kann man die Auflösung der Videoausgabe einstellen.
    4K-Upscaling: Beim Hochrechnen von 1080p-Bildern auf UHD-Auflösung zeigte die PS5 Pro (linkes Bild) keine Doppelkonturen. Die PS5 (Mitte) hatte mit ganz leichten Doppelkonturen (heller Leuchtschimmer) an Kanten zu kämpfen, die aus üblichen Sitzabständen aber nicht auffallen. Der zum Vergleich herangezogene Oppo UDP-203 (rechts) verkniff sich ebenfalls sämtliche Doppelkanten.
    Das Hauptmenü wirkt aufgeräumt. Oben trennen die Hauptreiter „Spiele“ und „Medien“ (hier UHD-Disc, Youtube, AppleTV) die App-Vorschau.
    Unter Apps kann man seine bevorzugten Streaming-Dienste abonnieren, mit dabei sind unter anderem Disney+, Netflix, Amazon Prime, AppleTV und Joyn.
    Der für das Gaming optimierte Dual-Sense Wireless-Controller gehört zum Lieferumfang der PS5 Pro (1 Stück), ist für das Heimkino aber nicht übermäßig praktisch, denn hier verdrückt man sich gerne mal.
    Die Medienfernbedienung
    Trotz „sexy“ Dual-Sense-Vibrationsfunktion ist der Controller der PS5 Pro im Heimkino eher unpraktisch, bei den vielen Knöpfen verdrückt man sich gerne mal und legt man ihn zu schnell auf die Couch, ist die Gefahr gegeben, dass unfreiwillig ein paar Tasten betätigt werden. Für den TV-Betrieb hat Sony daher eine 30 Euro teure Multimedia-Fernbedienung im Angebot, welche die wichtigsten Funktionen des Controllers bietet, in der Formgebung aber an einen klassischen TV-Geber erinnert.

    Für die Benutzung muss sie von der Playstation aktiviert bzw. erkannt werden, im Menü „Zubehör“ wird das Pairing vorgenommen. Der Einrichtungsprozess ermöglicht auch die Nutzung der Fernbedienung als Steuerung des TV-Geräts. Der mittelgroße Geber verfügt über separate Buttons für den Start der Apps Spotify, YouTube, Netflix und Disney+. Der Playstation-Button führt wie gewohnt ins Hauptmenü. Steuerungstasten Play/Pause, Vor-/Zurückspulen, Back, Menü und ein Steuerkreuz sind für die Mediensteuerung vorhanden; Tasten für Kapitelsprünge fehlen aber.

    Praktisch: Die Medienfernbedienung ersetzt den Controller unter anderem bei der Wiedergabe von Blu-rays und Streaming-Apps.

    Ausstattung & Technik
    Für unseren Test stehen die Fähigkeiten als UHD-Blu-ray-Player im Fokus. Wer mehr über ihre Videospielqualitäten erfahren will, dem sei unsere Schwesterzeitschrift M! Games sowie deren Webseite www.maniac.de ans Herz gelegt. Die Basisinfos zum Gaming-Aspekt erfahren Sie im Kasten oben. Wie bei der PS5 offeriert die Pro-Version einen HDMI-Ausgang nach dem 2.1-Standard, der die Konsole zur Wiedergabe von Auflösungen von 4K/120fps befähigt. Schlechte Nachrichten gibt es für HDR-Fans, denn Dolby Vision und HDR10+ werden noch immer nicht unterstützt, HDR10 hingegen schon.

    Das Slot-in-Laufwerk sitzt nach dessen Installation seitlich in einer Ausbuchtung und erkennt UHD-Scheiben, Blu-rays sowie DVDs. 3D-Blu-rays und CDs können hingegen nicht abgespielt werden, was uns nicht wirklich überrascht, denn dieses „Kunststück“ beherrscht die PS5 ebenfalls nicht. Ärgerlich ist es natürlich trotzdem. Positiv: Der Layer-Wechsel bei DVDs klappt jetzt ohne Zwangsunterbrechung.

    Auch bei der Geschwindigkeit gibt es Verbesserungen zu vermelden, so las die PS5 Pro im Test die 4K-Disc „Mad Max: Fury Road“ in rund 31 Sekunden ein, die Blu-ray des Endzeit-Actioners in ca. 21 Sekunden. Zum Vergleich: Die PS5 benötigte dafür noch 42 bzw. 26 Sekunden. Der Geräuschpegel des Laufwerks machte beim Einlesen mit Positionierungsgeräuschen auf sich aufmerksam. Das Laufwerksrauschen war selbst aus einem Abstand von zwei Metern beim Start eines Films zu vernehmen, ließ aber nach wenigen Kapiteln hörbar nach, als die Disc langsamer drehte. Der Gehäuselüfter unseres Testexemplars machte beim Filmegucken hingegen nicht auf sich aufmerksam.

    Multimedia-Dateien nimmt die Konsole per USB-Ports entgegen, von denen es 4 Stück gibt. Ansonsten sind Anschlüsse rar gesät: Ein HDMI-2.1-Eingang, Ethernet, drahtlos funktioniert der Datentransfer via WLAN (WiFi 7), zudem lässt sich diverse Hardware mit Bluetooth koppeln. Auf der Front findet man Tasten für Power und den Disc-Auswurf.

    Praxis & Bedienung
    Die Steuerung der PS5 Pro funktioniert über den beiliegenden Controller, mit etwas Eingewöhnung kommen damit auch Konsolen-Neulinge gut zurecht. Wer es lieber klassisch mag, kann zu Sonys PlayStation Media Remote greifen (siehe Kasten rechte Seite). An den Menüs hat sich nichts geändert: Die Hauptleiste mit häufig benutzten Apps und Spielen verläuft oben, drückt man kurz die Playstation-Taste, poppt an der Unterseite ein Zusatzmenü auf; die Navigation gelingt schön flott.

    Der Stromverbrauch liegt bei rund 73 Watt im Leerlauf und damit ähnlich hoch wie bei der PS5, die dafür 70 Watt aus dem Netz zog. Falls sich auf dem Bildschirm nur wenig tut (etwa in der Menükonfiguration), sank der Wert auch mal auf rund 55 Watt. Im Blu-ray-Betrieb fiel der Verbrauch zur Überraschung auf rund 59 Watt, bei der PS5 maßen wir noch ca. 83 Watt. Mit den in der Regel 10 bis 20 Watt eines regulären Blu-ray-Players können aber beide nicht mithalten.

    Falls 3D-Ton über TV-Lautsprecher gehört wird, kann der Sound mithilfe einer Kalibrierung auf die Raumakustik abgestimmt werden.

    Multimedia und Streaming
    YouTube-Clips spielte die Sony-Zentrale auch in 4K/60p-Auflösung inklusive HDR10 ab. Mit dabei sind beliebte Streaming-Dienste wie Disney+, Netflix, Sky, Amazon Prime, Apple TV, Paramount+, Joyn, WOW, DAZN, Crunchyroll sowie eine Reihe weniger bekannter Vertreter. Der kostenpflichtige „Sony Pictures Core“ mit Filmen des hauseigenen Studios darf natürlich nicht fehlen. Das Datei-Streaming von einem Server ist ohne Zusatzsoftware wie PLEX nicht möglich.

    Einen klassischen Media-Player besitzt die PS5 Pro nicht, alternativ kann man aber Fotos auf USB-Sticks in der Mediengalerie anschauen, die zur Verwaltung der aus Spielen erstellten Screenshots und Videos gedacht ist. Im Test erkannte der Browser allerdings nur die Bildformate JPG und PNG. Videos wurden nur in den Formaten MKV und MP4 akzeptiert, immerhin liefen die Clips in 4K-Auflösung. Audiodateien spielte die Mediengalerie nicht ab, hierfür muss man den Audio-Player im Hauptmenü nutzen, der im Test die Dateiformate ALAC, FLAC, MP3 schluckte. Wer sich bei Bild, Audio und Video nicht einschränken lassen möchte, sollte sich den PLEX Media-Player installieren, der allerdings nicht gerade einfach zu konfigurieren ist.

    Bildqualität
    Die Wiedergabe von Blu-rays und UHD-Blu-rays war bestens, selbst feinste Details wie bei „Postcards from Stockholm“ von der UHD-Disc „Best of 4K“ zeichnete die Konsole sauber durch. Filme, Serien und Konzerte wurden von der Blu-ray-Player-App korrekt als SDR oder HDR wiedergegeben; im Menü kann man HDR auch ganz abschalten. Die Ausgabe-Auflösung lässt sich ebenfalls einstellen, bei Option „Automatisch“ passt die PS5 Pro die Auflösung an den Fernseher an. Auf Wunsch kann die Ausgabe auch auf 720p, 1080i, 1080p, 1440p sowie 2160p erzwungen werden. Eine Ausgabe der nativen Auflösung („Source Direct“) ist nach wie vor nicht möglich. Die Deep-Color-Ausgabe darf zwischen „Automatisch“ für 12 Bit und „Aus“ mit 8 Bit regeln. Der RGB-Farbraum sollte am besten auf „Automatik“ belassen werden, dann wird die Ausgabe-Helligkeit (0-255 oder 16-235) der aktiven App automatisch den Fähigkeiten des Bildschirms angepasst.

    Die 4K-Vollbildwandlung von Interlaced-Bildern (576i) unseres DVD-Testklassiker „Sechs Tage, sieben Nächte“ (Kapitel 9 und 10) führte leider zu deutlichen Aliasing-Effekten bzw. Zeilenflimmern – das machte auch schon der PS5 zu schaffen; viele Blu-ray-Player können das besser, so dass für DVD-Gucker die PS5 Pro nicht die beste Wahl ist.

    Blu-rays skalierte die PS5 Pro hingegen einwandfrei auf 4K-Auflösung, sogar besser als die PS5, die noch leichte Doppelkonturen verursachte (siehe Bildvergleich linke Seite). Der Video-Equalizer bietet nur eine Rauschunterdrückung, zudem fehlt eine HDR-Kalibrierung und eine regelbare HDR-SDR-Konvertierung. All das kostet Punkte und führt in Kombination mit der lückenhaften HDR-Unterstützung zu einem „befriedigend“ in der Bildqualität – trotz starkem Sehtest.

    Auf Audioseite sucht man Klangregler vergebens, es gibt nur eine Dynamik-Reduktion. Für 3D-Ton mit Dolby Atmos und DTS:X muss man in der Blu-ray-Player-App unter den Optionen das Audioformat von PCM auf „Bitstream“ stellen.

    Der Testbericht Sony Playstation 5 Pro (Gesamtwertung: 66, Preis/UVP: 880 Euro) ist in audiovision Ausgabe 8-2025 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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    AV-Fazit

    66 Befriedigend

    Dank optionalem UHD-Laufwerk ist die Playstation 5 Pro ein solider Ersatz für einen regulären Blu-ray-Player mit einigen Einschränkungen – es fehlen Video-Optimierer sowie die Unterstützung von Dolby Vision-HDR, 3D-Discs und CDs.

    Andreas Oswald

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