Sony VPL-VW870 (Test)

0

Sony kann auch konservativ: Seit rund 10 Jahren hat sich der Infrarotgeber in Design und Struktur kaum geändert. Zahlreiche Direkttasten der beleuchtbaren Fernbedienung ermöglichen das schnelle Umschalten zwischen wichtigen Bildfunktionen. Für die „Reality Creation“ stellt Sony eine Demo-Funktion bereit.

Bereits letztes Jahr setzte Sony dank nativer 4K-Auflösung und Laserlichtquelle Maßstäbe bei Heimkino-Projektoren. Dies war den Ingenieuren aber offenbar nicht genug, denn mit dem neuen VPL-VW870 setzt man noch einen drauf – auch preislich.

Vor knapp einem Jahr bescheinigten wir Sony, mit dem Modell VPL-VW760 in vielerlei Hinsicht einen Referenzstatus unter den Heimkinoprojektoren entwickelt zu haben: Bis heute verbindet kein anderes Modell technische Innovationen mit einer so kompromisslosen 4K-Bildqualität wie Sonys High-End-Modell. Trotz des stolzen Preises von rund 15.000 Euro hat sich der VW760 (Test in audiovision 5-2018) zu einem erfolgreichen Modell entwickelt. Obwohl der 760er weiter produziert wird, bekommt er mit dem neuen VPL-VW870 einen großen Bruder, der für 25.000 Euro tatsächlich noch mehr Qualität bieten und die Lücke zum über 50.000 Euro teuren VPL-VW5000 schließen soll. Doch ist der neue 870er tatsächlich seinen Aufpreis wert?

Ausstattung und Praxis

Auch wenn sich das Grundchassis gegenüber dem „kleinen“ Bruder VW760 nicht geändert hat, sieht man dem neuen VPL-VW870 seine technische Neuerung auf den ersten Blick an: Statt des eher einfachen Kunststoff-Objektives ziert ihn das mächtigere Vollglas-Objektiv, das er von den ersten Sony UHD-Modellen VW1000 (Test in audiovision 4-2012) und VW1100 geerbt hat. Ursprünglich hat dieses Objektiv seine Wurzeln im Profi-Bereich: Rund 10.000 Euro kostet die optische Präzision und erklärt das entsprechend höhere Preisschild des VW870. Das Objektv soll vor allem die Randschärfe verbessern, weshalb der Hersteller es „All Range Crisp Focus“, kurz „ARC-F“, getauft hat. Unterstützt wird es von einem neuen Schärfe-algorithmus in der Signalelektronik namens „Digital Focus Optimizer“.

Mit dieser Kombination aus verbesserter Hardware und Software soll der 870er in neue Schärfe-Dimensionen aufsteigen, was in Anbetracht des schon sehr fein auflösenden 760ers keine einfache Aufgabe ist.

Auch im Inneren des Objektives gibt es Neuerungen zu vermelden: Während der VW760 den nativen Kontrast ausschließlich durch ein Laserdimming erhöhte, arbeitet im VW870 zusätzlich eine dynamische Iris, wie man sie seit Jahren von Modellen mit klassischer Lampenbeleuchtung kennt. In Kombination mit dem weiterhin vorhandenem Dimming sollen Schwarzwert und Kontrast gegenüber dem VW760 gesteigert werden, auch wenn Sony selbige in den technischen Daten nicht genau beziffert.

Das Objektiv der Begierde: Die aufwändige Vollglas­optik sorgt für mehr Randschärfe. Optional kann es gegen eine Ultrakurzprojektions-Variante getauscht werden.

Nicht nur beim Schwarzwert, auch bei der Helligkeit will Sony noch einen drauflegen: Durch effektivere Laserdioden verfügt der VW870 um eine rund zehn Prozent höhere Lichtleistung als der VW760. Die nun gebotenen 2.200 Lumen sollen HDR-Inhalte noch realistischer erscheinen lassen.

Die Anschlussseite blieb ebenfalls unverändert, beide HDMI-Schnittstellen verfügen über die volle HDMI-Bandbreite von 18 Gbps, so dass der VW870 auch bei 50/60-Hz-Frequenzen die gesamte Farbtiefe und Farbauflösung verarbeiten kann.

Alle anderen technischen Errungenschaften wurden vom 760er-Modell hingegen unverändert übernommen: native 4K-Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten mittels Sonys eigenen SXRD-Panels, Laserlichtquelle mit einer wartungsfreien Lebensdauer von mindestens 20.000 Stunden, 120-Hz-Zwischenbildberechnung auch bei UHD-Zuspielung, 18-Gbps-Bandbreite der HDMI-Schnittstellen, HDR-Unterstützung sowie eine Kinofarbraum-Abdeckung von über 90 Prozent. Selbstverständlich ist auch das neue Objektiv voll motorisiert und mit einem „Lens-Memory“ ausgestattet, welches das Speichern verschiedener Bildformate gestattet, die auf Knopfdruck mechanisch angefahren werden. Ebenfalls einzigartig: Wie kleinere Modelle der VW-Reihe verfügt der 870er über einen internen Messsensor, der auf Knopfdruck für eine farbliche Neukalibrierung des Gerätes sorgt.

Licht und Farbe

Entscheidend für die Bildcharakteristik eines Heimkinoprojektors sind die Helligkeit und der Kontrast, die er bei einer präzisen Farbreproduktion zu erreichen vermag. Im UHD/HDR-Zeitalter ist dies umso schwieriger, da mit dem DCI-P3-Farbraum wesentlich kräftigere Farben erzeugt werden müssen als zu sRGB/SDR-Zeiten. Unsere Messungen bestätigten zunächst die Werksangabe von 2.200 Lumen brutto, die unser Testgerät mit 2.280 Lumen sogar leicht übertraf. Durch den Weißabgleich auf die von der Videonorm verlangte Farbtemperatur von 6500K (D65) gingen rund 15 Prozent verloren, so dass der VW870 letztendlich 1.900 Lumen bei bestmöglicher Farbgebung erreicht. Dies ist ein hervorragender Wert, der auch bei HDR-Inhalten genügend Lichtreserven für Bildbreiten jenseits der 3 Meter bereithält. Als lobenswert erachten wir zudem die Möglichkeit, die Lichtleistung in 100 Stufen an die individuellen Bedürfnisse vor Ort anpassen zu können. Noch beeindruckender ist die Helligkeit des Projektors, wenn man die Farbraumabdeckung mit berücksichtigt: Mit nur leichten Defiziten in Rot und Grün gelingt dem VPL-VW870 eine nahezu komplette Abdeckung des Kinofarbraums, ganz ohne zusätzliche Farbfilterung.

So gehört sich das: Der Sony VW870 informiert seinen Besitzer darüber, welche Auflösung, welcher Farbraum und welches Farbformat bei ihm ankommen – und wie viele Stunden die Laser-Lichtquelle auf dem Buckel hat.

Keine Steigerung ist hingegen beim nativen Kontrast zu verzeichnen, was auf die Verwendung derselben Panelgeneration zurückzuführen ist. Er variiert zwischen 15.000:1 und 22.000:1 (je nach Zoom), wovon nach der Kalibrierung 13.000:1 bis 19.000:1 verbleiben. Das Duo aus dynamischer Blende und Laserdimmung steigert den Dynamik-umfang um das 2,5-Fache, so dass sich der sequentielle Kontrast zwischen Schwarz und Weiß zwischen 30.000 und 50.000:1 bewegt. Innerhalb eines Bildes erreicht der VW870 einen Kontrast von 360:1 aufwärts, hier kann das High-End-Objektiv keine Steigerung bewirken.

Schärfe & Videoverarbeitung

Das vermeintlich größte Kaufargument für Kunden mit dem nötigen Kleingeld soll zweifelsohne die erhöhte optische Schärfe dank des aufwändigen Objektivs darstellen. Und tatsächlich: Obwohl schon das Objektiv des VW760 eine hervorragende Schärfe und einen hohen Pixelkontrast erreichte, gelingt es dem VW870, diese Leistung zu überbieten: In der Bildmitte identisch, schafft er es, den Randbereich nahezu ohne Schärfeverlust ebenso perfekt abzubilden, Sonys Versprechen von dem „All Range Crisp Focus“ wird tatsächlich eingehalten. In Kombination mit der leistungsfähigen Reality Creation und der 120-Hz-Zwischenbildberechnung „PureMotion“ bietet der VPL-VW870 ein bislang einzigar-tiges Schärfeniveau im Heimkino-Segment.

Das Herzstück des VW870 stellt das Objektiv dar, das von den früheren High-End-Modellen VPL-VW1000/1100 übernommen wurde. 18 Vollglaselemente sollen hier für eine noch höhere optische Schärfe sorgen als beim (ebenfalls sehr guten) Kunststoff-Objektiv der anderen Modelle der VW-Reihe. Besondere Beachtung fand hierbei die Randschärfe, die durch spezielle Elemente gesteigert wurde. Ihnen verdankt das Objektiv seinen Namen „ARC-F“ (All Range Clear Focus)
Im Direktvergleich wird das ARC-F Objektiv tatsächlich den höchsten Ansprüchen gerecht. Vor allem im Randbereich zeigt es so gut wie keinen Schärfeabfall und kann sich so von anderen Objektiven absetzen.

Spezielle Glaselemente (hier rot markiert) sorgen für eine besonders hoher Randschärfe.

Tatsächlich ist uns noch kein „schärferes“ Objektiv begegnet. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Differenzen gering sind und die absolute Auflösung des VW870 nicht höher ist als die des 760ers. Nur bei sehr gutem Quellmaterial werden Unterschiede sichtbar.

Das Objektiv des VPL-VW870 besteht aus 18 Vollglaselementen.

Unsere Fotos beweisen: In der Randschärfe kann sich der 870er (rechts) sichtbar vom 760er (links) absetzen.

Doch offensichtlich hat dieses eindrucksvolle Ergebnis den Ingenieuren nicht gereicht und sie haben versucht, dem Projektor mit Hilfe des „Digital Focus Optimizers“ auch auf digitaler Ebene einen weiteren „Wow-Effekt“ in Sache Bildschärfe zu verleihen. Aktiviert man die Funktion im Untermenü der Reality Creation, wird man auf den ersten Blick tatsächlich von einem Schärfe-Boost überrascht. Auf den zweiten werden allerdings auch Nebeneffekte in Form von Artefakten sichtbar.

Die optische Schärfe soll auf Signalebene von dem neuen „Digital Focus Optimizer“ unterstützt werden. Der Algorithmus, der als Zusatzfunktion des Reality Creation Prozessors abrufbar ist, schießt aber über das Ziel hinaus: Nach Super-Resolution-Prinzip erhöht er den Pixelkontrast und sorgt so für eine subjektiv höhere Bildschärfe, aber gleichzeitig werden Bildfehler im Film verstärkt. Vor allem das Bildrauschen von nicht perfekt gemasterten Filmen wird so hervorgehoben, dass es über das tolerable Filmkorn hinausgeht.

Filmrauschen wird bei aktiviertem Digital Focus Optimizer (linkes Bild) verstärkt, gleichzeitig werden Farbreduktionen provoziert.

Selbst bei fehlerfreien Bildquellen werden in Bereichen, die nicht im Fokus stehen, Artefakte erzeugt, die die Bildqualität eher verschlechtern als aufwerten. Vor allem ist aber zu bemängeln, dass die Bildkomposition, sprich die Fokusebenen der Aufnahmen, teilweise durch zu hohes Nachschärfen verloren geht. Das Bild verliert dadurch an Tiefe.

Der Hintergrund soll im Original bewusst unscharf sein. Durch die digitale Nachschärfung (linkes Bild) gehen Fokusebene und damit Bildtiefe verloren

Leider ist der Digital-Focus-Enhancer nicht dosierbar, so dass man ihn aus unserer Sicht gänzlich deaktivieren sollte. Dank der hervorragenden Güte des Objektives tut dies der Schärfe keinen Abbruch. Kurz gesagt: Der Sony VW870 ist von sich aus so scharf, dass er derart künstliche Bildverbesserer wie den Digital Focus Optimizer eigentlich nicht nötig hat.

In Bildbereichen, die gar nicht scharf sein sollen, erzeugt der Digital Focus Optimizer ungewollte Artefakte und digitale Überschärfungen (linkes Bild).

Der Digital Focus Optimizer wird im Untermenü der Reality Creation aktiviert. Eine Dosierung der Stärke ist nicht möglich.

Bildqualität in der Praxis 

Unsere Bildanalysen haben bestätigt, dass der VW870 tatsächlich in Schärfe, Schwarzwert, Kontrast und Helligkeit zugelegt hat. Doch sieht man das auch im Heimkino-Alltag?

Füttert man den Projektor mit herkömmlichem HD/SDR-Material, so liefert er zwar ein Referenz-Bild auf der Leinwand wie kaum ein anderes Modell auf dem Markt, den Schärfevorteil des Objektivs kann er allerdings kaum ausspielen. Was bleibt, ist eine höhere Helligkeit (die man ohne HDR nicht benötigt), ein besserer Schwarzwert sowie eine höhere Durchzeichnung, die dunkle Szenen aufwerten. Kurzum: Mit herkömmlicher HD-Auflösung ist der VW870 unterfordert und kann sich von seinen kleineren Brüdern nicht wirklich absetzen.

Die Laserlichtquelle wird bei Projektoren immer beliebter, da sie eine hohe Lichtausbeute mit einer langen Lebens­dauer und geringen Wartungskosten verbindet.

Durch effektivere Laseroptimierung gelingt dem VW870 eine etwas bessere Lichtausbeute als dem VW760. Die Unterschiede sind mit rund 10 Prozent aber überschaubar.

Die alleinige Umschreibung „Laser“ ist dabei allerdings irreführend, denn tatsächlich wird von den im Gerät befindlichen Laserdioden ausschließlich blaues Licht erzeugt. Die anderen zwei Grundfarben Grün und Rot werden hingegen aus gelbem Phosphor gewonnen, der als Farbrad von dem blauen Laserlicht parallel zum Leuchten angeregt wird. Das sich ergebende Spektrum ist in Blau besonders rein, zeigt aber in Grün und Rot die typische Glockenform. Daraus resultieren auch die leichten Schwächen in Bezug zum originalen Kinofarb­raum.

Die Laserlichtquelle ist als tauschbares Modul im VW870 verbaut. Genau genommen handelt es sich um eine Laser/Phosphor-Lichtquelle, im Bild sieht man das gelbe Phosphorrad am unteren Rand des Moduls.

Anders sieht es aus, wenn man auf UHD-Quellen umsteigt: Vor allem im Randbereich bildet das Objektiv klarer ab und erreicht je nach Material auch bei größeren Diagonalen eine fast schon surreal anmutende Schärfe. Zu Hochform läuft der VW870 bei hochwertigen Landschaftsaufnahmen und Tierfilmen wie „Planet Erde“ auf: Die Detailauflösung in Verbindung mit seiner natürlichen Schärfeabbildung ohne digitale Artefakte (bei abgeschaltetem Focus Optimizer) verleihen dem Bild eine Struktur und Plastizität, die wir so bisher nur beim mehr als doppelt so teuren Profi-Bruder VW5000 gesehen haben. Hierbei hilft auch der hohe In-Bild-Kontrast, der dunkle Partien auch in überwiegend hellen Bildern deutlich abgrenzen kann, sofern der verwendete Projektionsraum kein Streulicht erzeugt.

Kommen zur UHD-Auflösung noch HDR und originaler Kinofarbraum hinzu, wie auf UHD-Blu-ray-Scheiben, dann gesellt sich zu der grandiosen Schärfe eine hervorragende Plastizität und Farbenpracht. Neben dem erweiterten Farbraum macht sich auch die gesteigerte Lichtleistung bezahlt:  Da die Helligkeit ebenfalls auf das Farbempfinden des Auges einwirkt, zeigen sich Rot, Grün, Blau & Co. subjektiv noch kräftiger und im wahrsten Sinne des Wortes „strahlender“ als bei Projektoren, die aufgrund von DCI-Farbfiltern einen Teil ihrer Lichtleistung verlieren. Auch HDR-Highlights werden bis zu einem Signal-Pegel von 1.000 Nits glaubwürdig reproduziert. Allein im Schwarzwert zeigt sich das größte Verbesserungspotenzial, denn wenn der VW870 auch einen UHD-Premium-tauglichen Kontrast aufweist – sein Schwarz ist nach wie vor eher ein dunkles Grau, was vor allem in düsteren und kontrastarmen Szenen augenfällig  wird.

Das Prinzip der adaptiven Iris ist nicht neu, seit Geräte-Generationen erhöht sie den Dynamikumfang von lampenbasierten Projektoren, indem sie den Lichtstrom in Abhängigkeit vom Bildinhalt regelt: Bei überwiegend dunklen Filmszenen schließt sie sich und verbessert so den Schwarzwert. Bei hellen Filmszenen öffnet sie sich und ermöglicht so den vollen Lichtstrom.

Im Bildmenü des VW870 können Laserdimming und adaptive Iris dosiert werden, allerdings nicht unabhängig voneinander.

Auch bei dem lampenbasiertem Modell VW-270 (Test in audiovision 12-2018) kommt solch eine Iris zum Einsatz. Beim laser­basierten VPL-VW760 hatte man auf sie zugunsten des schnelleren Laserdimmings verzichtet. Nun hat sie im VW870 ihr Comeback und unterstützt das Laserdimming zusätzlich. Durch ihre Positionierung im Brennpunkt des Objektivs filtert sie in dunklen Szenen Streulicht und erhöht so zusätzlich den nativen Kontrastumfang dunkler Szenen. Mit den so gewonnenen Reserven wird die Durchzeichnung von HDR-Inhalten verbessert.

Die Mechanik ist ähnlich zu der Blende einer Fotokamera. Sie befindet sich im Brennpunkt des Objektivs.

Ebenfalls wird bei unseren Sichttests etlicher Filme deutlich: Die Qualität des Ausgangsmaterials entscheidet maßgeblich, wie sehr sich der VW870 von den günstigeren Sony-Modellen absetzen kann. Nur bei visuellen Top-Titeln wie „Lucy“, „The Revenant“ oder „Passenger“ wird der Schärfe- und Kontrastvorteil deutlich – zu subtil sind die Unterschiede, um bei mittelmäßigem Material ins Auge zu fallen.

Doch nicht nur zum Filmeschauen ist der VW870 der perfekte Partner, auch Gamer werden mit ihm viel Freude haben: Denn dank eines Inputlags von nur 21 Millisekunden bei Full-HD und 28 Millisekunden bei UHD sowie einer Panel-Umschaltzeit von 3 Millisekunden erreicht er Top-Ergebnisse in puncto Reaktionszeit und Bewegungsschärfe, zwei der wichtigsten Aspekte für jeden Videospieler. Und dank der Laserlichtquelle muss man auch nach stundenlangem Zocken kein schlechtes Gewissen in Hinblick auf den Lampenverschleiß haben.

Bleibt der Einsatz als TV-Ersatz bei Sport und Show: Hier profitiert der 870er ebenfalls von dem schnellen Ansprechverhalten der SXRD-Panels, so dass er auch mit 50-Hz-Videomaterial bestens zurechtkommt: Selbst die schnellen Kameraschwenks beim Eishockey oder Basketball bringen ihn nicht in Verlegenheit, auch auf diesem Gebiet macht ihm derzeit keiner etwas vor.            

               

Der Testbericht Sony VPL-VW870 (Gesamtwertung: 96, Preis/UVP: 25000 Euro) ist in audiovision Ausgabe 2-2019 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

96 sehr gut

Schärfer, kontrastreicher und heller: Sony ist es tatsächlich gelungen, mit dem VPL-VW870 in neue Bild-Sphären vorzustoßen. Der optische Aufwand und der damit verbundene Aufpreis für das letzte bisschen Mehr an Bildqualität ist allerdings so immens, dass er nur für absolut kompromisslose und zahlungskräftige Großbildfans attraktiv sein dürfte.
Ekki Schmitt

    Antworten