Was ist ein Giallo?

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Unter „Giallo“ versteht man ein italienisches Subgenre des Thrillers, in dessen Zentrum die Aufklärung von Kriminalfällen steht. Das Wort „giallo“ (übersetzt: gelb) hat seinen Ursprung in den italienischen Pulp-Romanen (letteratura gialla: gelbe Literatur), die ab den 1930ern in auffällig gelben Umschlägen veröffentlicht wurden.

Als cineastischer Urvater des Giallo gilt Regiemeister Mario Bava, dessen Werke „Das Mädchen, das zuviel wusste“ (1963) und „Blutige Seide“ (1964) die Blaupause formten. Für das Genre stilprägend sind eine extravagante Licht- und Farbdramaturgie, experimentelle Schnitt-Techniken sowie die ästhetische Kameraführung in Verbindung mit stilvollen Sets und eindringlicher Musik.

Nicht zuletzt inspirierten die kunstvoll wie blutig inszenierten Morde Dario Argento und Sergio Martino, deren frühe Werke den Weg für das Slasher-Kino der 1980er frei machten. Heute ist der Giallo ein rares Gut, zuletzt ließen „Der Tod weint rote Tränen“ oder „Francesca“ (unser Test) das Genre wieder aufflackern.

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