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    av-Test

    Yamaha SRT-1500 (Test)

    14. November 20153 Minuten Lesezeit

    Er ist flach wie ein Blu-ray-Player, aber mit einer Breite von 78 und einer Tiefe von 37 Zentimetern trotzdem eine Nummer größer: Beim 700 Euro teuren SRT-1500 von Yamaha handelt es sich zwar auch um ein Sound-Deck, doch der in Silber und Schwarz erhältliche Lautsprecher entpuppt sich als klangliches Universaltalent, das in der drahtlosen Kommunikation seinesgleichen sucht.

    AirPlay, WLAN, Bluetooth

    yamaha-pcSo kann sich der SRT-1500 per Bluetooth, WLAN oder AirPlay unter anderem mit Smartphones und Tablets für kabelloses Musik-Streaming verbinden. Wer will, kann die Box mit der Steuerungs-App HT Controller (erhältlich für iOS und Android) fernbedienen. Über MusicCast bindet sich der Yamaha in ein komplettes Musik-Netzwerk ein (siehe Kasten „Musiccast: Yamahas Musik-Netzwerk“).

    Um der Funktionsfülle gerecht zu werden, ist die Oberfläche der handlichen Fernbedienung mit 33 Tasten überzogen. Zudem kann das Sounddeck über Fronttasten am Gehäuse bedient werden, Status-LEDs informieren über den Betriebszustand. Die Rückseite zieren HDMI-Ein- und -Ausgang (mit Audio Return Channel), optischer Digitaleingang, Miniklinke und eine Anschlussoption für einen externen Subwoofer. Unterstützt werden sogar 4K-Auflösungen mit bis zu 60 Vollbildern.

    Eine kleine Antenne auf der Gehäuserückseite verrät, dass das Yamaha-Sounddeck auch per WLAN eingebunden werden kann. Zudem beherrscht die Box AirPlay.
    Eine kleine Antenne auf der Gehäuserückseite verrät, dass das Yamaha-Sounddeck auch per WLAN eingebunden werden kann. Zudem beherrscht die Box AirPlay.

    Acht Beamlautsprecher

    Besonderheit des SRT-1500: Als Sound-Projektor für echten 5.1-Surround-Klang arbeiten im Gehäuse acht Beamlautsprecher, dazu gesellen sich zwei Subwoofer. Über den Steuerstab oder auch per App lassen sich die Hörzonen effektiv festlegen, damit die Schallwellen optimal über die Wände zum Zuhörer projiziert werden. In der Realität gelingt dies überraschend gut. Die Klangfülle ist merklich größer, als man es dem flachen Yamaha-Gerät zugetraut hätte. Besonders große akustische Unterschiede produzieren zudem die fünf Soundprogramme „Movie“, „Music“, Sports“, „Game“ und „TV Program“. Schaut man Nachrichten, eine Spielshow oder einen Krimi, so hat das Klang-szenario des SRT-1500 nicht mehr das Geringste gemeinsam mit dem tonalen Rinnsal, das die Lautsprecher des Flachbildfernsehers in der Regel erzeugen. Stimmen sind so präsent, dass es eine Freude ist. Aktiviert man die Funktion „Clear Voice“, wird das menschliche Organ noch dominanter. Der reine Stereo-Modus gefällt durch seine Wärme und nochmals höhere Präzision.

    Musiccast: Yamahas Musik-Netzwerk
    Auf den Namen „MusicCast“ hat Yamaha ein komplettes System getauft, das es ermöglicht, unterschiedlichste Geräte wie das Sound-Deck SRT-1500, Netzwerklautsprecher, AV-Receiver und sonstige HiFi-Komponenten untereinander zu vernetzen und über eine App zu steuern. So ist es beispielsweise möglich, Musikstücke vom Computer, einer Netzwerkfestplatte, dem Tablet oder Smartphone auf ausgewählte Komponenten zu streamen. Ebenso gelingt der Zugriff auf Online-Musikdienste und Internetradio-Sender.

    Der Startbildschirm der App ist individualisierbar und zeigt alle eingebundenen MusicCast-Geräte und deren aktuellen Status an. Unterstützt werden HD-Audioformate mit bis zu 192 kHz und 24 Bit. Sind die System-Komponenten auf einzelne Zimmer verteilt, so können diese auch in der Anwendung in unterschiedliche Räume gruppiert werden.

    Die MusicCast-App gestattet den Zugriff auf unterschiedliche Yamaha-Geräte per Smartphone und Tablet.
    Die MusicCast-App gestattet den Zugriff auf unterschiedliche Yamaha-Geräte per Smartphone und Tablet.

    An Bassfundament geizt der Yamaha mit einer Gesamtleistung von 140 Watt nicht – über die Fernbedienung kann man das Potenzial der Subwoofer den persönlichen Vorlieben anpassen, mehr Bass als verfügbar wird man aber nicht benötigen. Hinzu gesellt sich eine breite Klang-bühne, von der auch seitlich neben dem Fernseher sitzende Zuschauer profitieren. Die Canton DM 90.3 spielt im Vergleich zwar eine Nuance homogener, kostet allerdings auch 500 Euro mehr.

    Hinter der Front des Yamaha SRT-1500 verbergen sich gleich acht Beamlautsprecher. Die Bedienung erfolgt entweder über die Tasten am Gerät oder eine Fernbedienung. Anstelle eines Displays gibt es verschiedene Status-LEDs.
    Hinter der Front des Yamaha SRT-1500 verbergen sich gleich acht Beamlautsprecher. Die Bedienung erfolgt entweder über die Tasten am Gerät oder eine Fernbedienung. Anstelle eines Displays gibt es verschiedene Status-LEDs.

    yamaha-wertung

    AuVi_AWARD-Highlight

    Der Testbericht Yamaha SRT-1500 (Gesamtwertung: 83, Preis/UVP: 700 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2015 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    AV-Fazit

    83 sehr gut

    Mit seinen Streaming-Fähigkeiten ist Yamahas SRT-1500 für uns ganz klar ein Highlight am Sound-Deck-Himmel. Auch in Sachen Klangqualität gehört es zu den besten.

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