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    av-Test

    Teufel CINEBASE (Test)

    1. November 20144 Minuten Lesezeit

    Teufel Cinebase – Sounddeck für600 €

    Teufel Cinebase – Sounddeck für 600 €Mit der Cinebar-Serie hat Teufel drei Soundbars im Programm. In Gestalt der Cinebase kommt nun das erste Sounddeck des Berliner Direktversenders. Die 600-Euro-Box soll laut Werbeversprechen das „derzeit klangstärkste Sounddeck“ sein – ob das stimmt, zeigt unser Test.

     

    Solide konstruiert

    Der erste Eindruck lässt durchaus darauf hoffen: Das Gehäuse besteht aus MDF, wiegt fast 12 Kilogramm und macht beim Draufklopfen einen stabilen Eindruck. Bis zu 60 Kilogramm schwere Fernseher dürfen auf der mattschwarz folierten Oberseite abgestellt werden. Rechnet man einen Knickradius für die Kabel mit ein, braucht das Sounddeck etwa einen halben Meter Platz in der Tiefe, womit es zu den größeren Vertretern zählt. An der Rückseite finden sich neben einem Netzschalter die Anschlüsse: Dies sind ein HDMI-Eingang und -Ausgang mit Audio­rückkanal für den TV sowie ein optischer und analoger Eingang. Durch den Bluetooth-Empfänger lässt sich Musik aus dem Smartphone drahtlos und mit aptX-Codec-Unterstützung in bester Qualität einspeisen. Dank des integrierten Netzteils kann man ein längeres Stromkabel anschließen, wenn sich das mitgelieferte 130-Zentimeter-Exemplar als zu kurz erweisen sollte. Bedient wird das Sounddeck über eine kompakte Fernbedienung; im TV-Betrieb via HDMI-ARC und -CEC lässt sich die Lautstärke zudem mit der TV-Fernbedienung regeln. Die Lautstärke ist feinstufig einstellbar, allerdings vermissen wir eine Lautstärke-Anzeige. Wer gern im Dunkeln fernsieht, könnte sich an der nicht abschaltbaren LED stören, die orange aufleuchtet, wenn Dolby oder DTS wiedergegeben wird.

    Teufel Cinebase – Sounddeck für 600 €
    Zusammen mit dem Raumfeld Connector 2 kann man die Cinebase
    auch als Streaming-Edition bestellen.
    Gegenüber den Einzelpreisen spart man so 50 Euro.

     

    6.1-Anordnung

    Teufel bezeichnet die Cinebase als 6.1-Sounddeck, weil jeder der sechs Breitband-Lautsprecher mit einem eigenen Signal gespeist wird. Vorne sind links und rechts je zwei Sieben-Zentimeter-Treiber nebeneinander angeordnet; seitlich schräg nach vorn strahlt je ein weiterer Breitbänder ab. Die Bässe steuern zwei 13er-Downfire-Chassis bei, die von einem Bassreflex-Port unterstützt werden. Für die Signalaufbereitung ist neben Dolbys „Virtual Speaker“ das DSP-Verfahren „Absolute 3D“ von Sonic Emotion zuständig. Die Schweizer Firma verbessert mit ihren Signalprozessoren den Klang großer Lautsprecher-Installationen in Clubs (siehe Kasten). Als Verstärker agiert eine energieeffiziente Klasse-D-Endstufe, die sich bei Zimmerlautstärke nur 14 Watt genehmigt, den Lautsprechern aber mit bis zu 250 Watt Maximalleistung einheizt.  

    Teufel Cinebase – Sounddeck für 600 €
    Das Sounddeck verfügt über genug Anschlüsse. Mit dem Schiebeschalter
    ganz links kann man die Funktionen ARC und CEC abschalten, falls sie Probleme machen.

     

     

    Kräftiger Sound

    Den Hörtest starteten wir mit Nachrichtenton: Hier überzeugt das Sounddeck bei frontaler Hörposition besonders bei abgeschalteter Sonic-Klangverbesserung: Dröhnfrei, sonor und ohne Zischeln ist der Sprecher bestens verständlich. Ob man sitzt oder steht, spielt kaum eine Rolle. Seitlich des Sounddecks verschlechtert sich die Sprachverständlichkeit jedoch. Schaltet man den dreistufigen Sonic-Effekt hinzu, erklingt der Sprecher diffuser, ist aber nun im ganzen Raum gut zu verstehen. Mehr als Sprache profitiert Musik durch Sonic: Sie verteilt sich füllig, offen und breit im Raum, wie man das sonst nur von echten Stereo-Boxen gewohnt ist. Der Klang ist dabei kräftig und durchsetzungsstark: Das Sounddeck liefert ab etwa 45 Hertz druckvolle Bässe, satten Grundton und recht ausgewogene Mitten. Nur die Höhen wirkten bei höheren Lautstärken etwas schneidend, weshalb es nicht für die Hörtestnote „sehr gut“ langt, die bislang aber auch noch kein Sounddeck erzielte. Die Herstellerangabe des Maximalpegels von 102 Dezibel in einem Meter Abstand konnten wir in unserem Hörraum mit Bassrauschen (93 Dezibel) und einem 400-Hertz-Ton (95 Dezibel) zwar nicht bestätigen, nichtsdestotrotz ist die Cinebase nach Quadrals Magique (audiovision 12-2013) das lauteste von uns getestete Sounddeck. Die Paradedisziplin für die Klangbase ist aber actionreicher Filmton: Wenn Hagret im vierten Kapitel von Harry Potter (Teil 1) mit sattem Basswumms die Tür eintritt, steht der Klang einem kompakten Sub-Sat-Set kaum nach. Auch die breite Stereowirkung ist immer wieder verblüffend. Nur die Surroundwirkung könnte besser sein: Zumindest in unserem Hörraum konnten wir Signale von hinten links und rechts kaum von frontalen Klängen unterscheiden.        

    Teufel Cinebase – Sounddeck für 600 €

     Kraftpaket: Die 71 x 38 Zentimeter große Standfläche der Cinebase
    trägt bis zu 60 Kilogramm schwere Fernseher. Der nicht abnehmbare
    Loch­metallgrill schützt die vorderen und seitlich
    angeordneten Lautsprecher vor Beschädigung.

     

     

    Fazit:

    AV-Fazit: Teufels erstes Sounddeck ist ein Volltreffer. Es spielt dynamisch wie räumlich auf und lässt die meisten Fernseher wie Küchenradios klingen – das ist uns eine Highlight-Auszeichnung wert.   Florian Goisl

    Technische Ausstattung und Bewertung 

    Teufel Cinebase – Sounddeck für 400 € - Seite 3

    Teufel Cinebase – Sounddeck für 400 € - Seite 3

     

     

     

     

     

    Der Testbericht Teufel CINEBASE (Gesamtwertung: 75, Preis/UVP: 600 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2014 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Teufel Cinebase, Nubert nuPro AS-250, Onkyo LS-T 30 HT-XT 1, Yamaha SRT-1000 (audiovision 11/2014)In den Warenkorb

      Teufel Cinebase, Nubert nuPro AS-250, Onkyo LS-T 30 HT-XT 1, Yamaha SRT-1000 (audiovision 11/2014)

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