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    av-Test

    Philips Fidelio Sound Sphere (Test)

    25. Mai 20163 Minuten Lesezeit

    Schreibtischlampe? Objektkunst? Erst auf den zweiten Blick offenbart sich, dass es sich bei den bauchigen, mit einer Art starren Schwanenhals versehenen Skulpturen um Aktiv-Lautsprecher aus der Fidelio-Serie von Philips handelt. Sie sind auf die kabellose Audioverbindung via AirPlay und Spotify Connect spezialisiert. Mit 800 Euro sind die „Sound Sphere“-Lautsprecher nicht gerade günstig, bestechen dafür mit exquisiter Verarbeitung.

    Fertigung von Hand

    Das 12 Kilogramm schwere Gehäuse besteht aus Holz und ist laut Hersteller von Hand gefertigt. Die Oberflächenbeschichtung aus kratzfestem, hochglänzendem Kunststoff sorgt für eine moderne Optik. Im Kontrast dazu steht die Einfassung aus gebürstetem Aluminium, die den 12,5-Zentimeter-Tieftöner umrahmt. Ein besonderer Blickfang ist der zwei Millimeter große Gewebe-Hochtöner, der sozusagen freischwebend in einem nach vorne gebogenen, verchromten Korpus sitzt. Der 2 x 50 Watt starke Verstärker ist in der linken Box untergebracht; die rechte Box dockt über ein sechs Meter langes Lautsprecherkabel an.

    Per SoundStudio-App für das iPhone kann man den Klang anpassen. Verschiebt man den Cursor zu den Ecken, wird er kraftvoller, heller oder dünner.
    Per SoundStudio-App für das iPhone kann man den Klang anpassen. Verschiebt man den Cursor zu den Ecken, wird er kraftvoller, heller oder dünner.

    Prädestiniert für Apple    

    Von so teuren Multimedia-Lautsprechern hätten wir eigentlich Digitalaudio-Eingänge und Blue-tooth erwartet, stattdessen gibt es nur einen analogen Miniklinken-Eingang. Nutzer von iOS-Geräten können Musik per iTunes bzw. AirPlay kabellos abspielen und den Klang mit der iPhone/iPad-App SoundStudio anpassen. Spotify-Nutzer kommen über die App Spotify Connect ebenfalls in den Genuss kabellosen Musik-Streamings. Wenig interessant sind die „Sound Sphere“-Boxen mangels App und Bluetooth hingegen für Besitzer von Android- und Windows-Geräten.

    Grundsätzlich lassen sich die hübschen Schall-skulpturen mit der beiliegenden Fernbedienung kinderleicht bedienen, allerdings könnte Philips den Komfort verbessern: Zum einen informiert nur eine hinten angebrachte LED, ob die Box angeschaltet ist. Welcher Eingang (AirPlay oder Miniklinke) gewählt ist und ob Fernbedienungs-befehle ankommen, bleibt mangels Anzeige unsichtbar. In unserem Test zickte die Elektronik, wiederholt setzte der Ton über AirPlay wie Kabel aus.    

    Mager: An der Aktivbox kann man neben AirPlay- Geräten nur eine analoge Audioquelle anschließen.
    Mager: An der Aktivbox kann man neben AirPlay-
    Geräten nur eine analoge Audioquelle anschließen.

    Himmlischer Klang

    Diese Schwierigkeiten waren aber sofort vergessen, als wir der Philips-Kombi zuhören durften: Nur wenige Aktiv-Boxen dieser Größenklasse geben Livingston Taylors audiophil aufgenommene Ballade „Isn‘t She Lovely?“ so mitreißend wieder: Feinauflösend, klangneutral und dynamisch musiziert das Philips-Duo. Selbst bei hohen Pegeln verzerren die Lautsprecher kaum, was zu einem stressfreien Klangempfinden führt.

    Die seidigen, transparenten, nie schneidenden und offenen Höhen sind eine besondere Stärke, aber auch die Mitten empfanden wir selbst nach längerem Hören als neutral. Die Bässe erklingen sonor und trocken, könnten höchstens etwas mehr Tiefgang vertragen. Frequenzen unterhalb von 50 Hertz geben die Fidelios zunehmend leiser wieder, obwohl die Bedienungsanleitung eine Übertragungsgrenze von 20 Hertz verspricht. Doch so tiefe Töne lassen sich aus so kleinen Schallwandlern beim besten Willen nicht kitzeln. Die betont räumliche Wiedergabe ist Geschmackssache: Mono-Quellen wie trocken aufgenommene Sprecherstimmen sollten wie festgenagelt wahrnehmbar sein, während sie hier etwas diffus erklingen. Dafür baut Musik im ganzen Raum eine fantastische Luftigkeit auf. fg

    Extravagant: Die AirPlay-Boxen von Philips haben zwar die Ausmaße eines Regal-Lautsprechers, ihr ausgefallenes Design erinnert aber mehr an moderne Kunstobjekte, denn an Schallwandler. Die handliche Fernbedienung sieht dagegen schon fast konventionell aus.
    Extravagant: Die AirPlay-Boxen von Philips haben zwar die Ausmaße eines Regal-Lautsprechers, ihr ausgefallenes Design erinnert aber mehr an moderne Kunstobjekte, denn an Schallwandler. Die handliche Fernbedienung sieht dagegen schon fast konventionell aus.

    Philips_Fidelio-Wertung

    Der Testbericht Philips Fidelio Sound Sphere (Gesamtwertung: , Preis/UVP: 800 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2014 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Philips Fidelio Sound Sphere (audiovision 12/2014)In den Warenkorb

      Philips Fidelio Sound Sphere (audiovision 12/2014)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    0 gut

    Die Aktiv-Lautsprecher von Philips bestechen sowohl durch ihr extravagantes Design als auch ihren audiophilen Klang. Eine bessere Unterstützung für Android-Geräte wäre aber wünschenswert.

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