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    Mitsubishi HC 1500 (Test)

    1. August 20085 Minuten Lesezeit

    Mitsubishi HC 1500 – DLP-Projektor für 900 Euro

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €Mit Blick auf das ereignisreiche Sportjahr 2008 legte Mitsubishi einen lichtstarken DLP-Projektor auf: in limitierter Edition und zum günstigen Preis.

    Mit dem DLP-Projektor HC 1500 hat es Mitsubishi auf die derzeitige Fußball-Party abgesehen: Rund um die EM gibt es den Beamer in limi­tierter Auflage einschließlich Trillerpfeife für 899 Euro. Im Vergleich zum direkten DLP-Vorgänger HC 1100 setzt der HC 1500 mehr auf Helligkeit als auf Kontrast.

    Ausstattung

    Mit seinem 1,2-fachen Zoom wirft der Projektor aus kurzer Distanz große Bilder auf die Leinwand. Zoom und Fokus lassen sich akkurat einstellen, ein Gittertestbildgenerator und die jus­tierbaren hinteren Standfüße erleichtern das Set‑up. Anstelle eines optischen Lens-Shifts bietet der HC 1500 eine vertikale Bildverschiebung für 2,35:1-Filme. Per Blanking-Funktion kann man die Bildseiten maskieren, der Overscan lässt sich fein justieren. Der VGA-Eingang akzeptiert auch Scart-RGB-Signale.
    Im Kino-Modus verfügt der Projektor über vernünftige Voreinstellungen und Farben. Mitsubishi setzt beim HC1500 auf ein 7-Segment-Farbrad mit zusätzlichen Mischfarben (C,M,Y) und separatem Weißfeld. Mit Hilfe der einstellbaren "Brilliant Color"-Technologie bündelt der Projektor mehr Licht der Lampe, um neben Mischfarben sogar Grundfarben wie Rot intensiver darzustellen. Zur weiteren Feinanpassung stehen regelbare Gammakurven und getrennte RGB-Regler für Kontrast und Helligkeit parat. Damit lassen sich die leicht rosa- und magentafarbenen Abweichungen der Farbtemperatur im unteren Graubereich optimieren, während helle Graustufen bereits in der Werkseinstellung "Warm" exakt die gewünschten 6.500 Kelvin liefern. Alle Funktionen lassen sich dank der beleuchteten Fernbedienung auch im dunklen Heimkino problemlos steuern.

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €

    Übersichtlich: Alle wichtigen Buchsen sind vorhanden, der VGA-Eingang kann auch
    Scart-RGB-Bilder verarbeiten. Der nötige Adapter liegt allerdings nicht bei.

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €

    Einfach und praktisch:
    Die kompakte Fernbedienung verfügt über beleuchtete Tasten.

    Bildqualität Standard-Signale

    Der HC 1500 verfügt über eine eigene De-Interlacing-Technik, die allerdings nur für analoge Bilder zur Verfügung steht. Digitales HDMI-Video im Format 576i wird nicht erkannt, auch das HDTV-Format 1080i zeigt ohne Vollbildkonvertierung ein leichtes Zeilenflimmern. Bei HDMI-Zuspielung gelingen daher vor allem in den progressiven Varianten 720p und 1080p scharfe und flimmerfreie Details.
    Der Projektor liefert sehr helle und harmonische Bilder. Die gut gesättigten roten Farben sorgen für einen angenehm warmen Bildeindruck, der zu Kinofilmen passt. So treten in "Gladiator" die Kämpfer plastisch hervor, Hauttöne wirken differenziert und natürlich. Dunkle und helle Szenen werden ohne störenden Wechsel der Farbtemperatur abgebildet, die hellen Schriften im Abspann erscheinen neutral weiß auf der Leinwand. Allerdings wirkt der schwarze Bildhintergrund selbst im Eco-Modus zu hell. Mit einem Bildkontrast von maximal 1000:1 reizt der HC 1500 nicht alle Möglichkeiten des Dark Chip 2 aus und lässt seitlich ein wenig Streulicht durch das Objektiv entkommen. Dafür stehen bei voller Lampenleistung mit fast 600 Lumen sehr helle Bilder zur Verfügung, so dass tagsüber eine leichte Abdunklung des Wohnzimmers reicht, um Fußballspiele oder die bevorstehenden Olympischen Spiele in XXL zu genießen.
    Viele Sat-Receiver und DVB-T-Tuner haben noch analoge Schnittstellen; an ihnen zeigt der Mitsubishi Schwächen. Vor allem die Farbauflösung präsentiert mit 0,5 MHz bei Composite- oder S-Video schwache Werte. Per YUV oder RGB ergeben sich trotz gut funktionierender Vollbildwandlung Probleme bei der Skalierung sowie sichtbare Säume. Bessere Resultate brachte eine Settop-Box mit HDMI-Technik. Allerdings ist bei HD-Zuspielung  via HDMI die Bildformat-Umschaltung außer Kraft gesetzt. Dies kann bei 4:3-Sendungen oder Letterbox-Filmen zu optisch ungünstigen Ergebnissen führen.

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €
     

    Bildqualität HDTV

    Bei HDTV-Zuspielung empfiehlt sich der Eco-Mode, damit sehen dunkle Inhalte besser aus. Filme von Blu-ray zeigt der Projektor bei 24p-Zuspielung leider stets ruckelnd mit 60 Hertz. Dabei gibt das Farbrad gelegentlich leichte Pfeiftöne von sich, die bei PAL-Bildern mit 50 Hertz kaum auftreten. Das gemessene Lüftergeräusch liegt mit 33 Dezibel deutlich über der Herstellerangabe von 25 Dezibel.

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €

    Kino kompakt: Mitsubishis DLP-Projektor HC 1500 präsentiert sich handlich
    und mit hellem Bild, eignet sich für HDTV und ist erschwinglich.

    Die Bildqualität beeindruckt, nicht zuletzt dank des guten ANSI-Kontrasts. Der HC 1500 schafft bessere Farben als etwa der 720p-Kollege Optoma HD 70 (audiovision 10-07). Gerade helle Szenen vor farbenprächtiger Kulisse wie am Genfer See in "Casino Royale" wirken brillant und natürlich. Anders als bei vielen LCD-Projektoren mit 720p stört dank DLP-Chip kein grobes Pixelraster den filmischen Eindruck. Zum vollends überzeugenden HD-Bild fehlt natürlich die Full-HD-Auflösung.

    Mit dem Tierfilm "Antarctica Dreaming", produziert in 1080i mit 60 Bildern pro Sekunde, punktet der HC 1500 ebenfalls: Schnelle Schwenks über die Eisfelder oder wildes Schneegestöber zeigt er mit wenig Regenbogenblitzern und sehr guter Bewegungsschärfe.

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €

    Flexibles Gamma: Presets für Kino, Video und Sport sind vorhanden, zusätzlich
    kann man das Gamma auch noch in drei Bereichen feinstufig einstellen.

    Fazit

    Der Mitsubishi HC 1500 kann zwar nicht alles, liefert per HDMI für seine Preisklasse aber eine sehr ordentliche Leistung. Gute Farben und helle Bilder machen ihn zu einem vielseitigen Projektor für ein großes Publikum. Anspruchsvolle Heim-Cineasten sollten aber eher zum HC 4900 greifen.

    Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €
       

     

    Technische Ausstattung und Bewertung

     

     

     

    Der Testbericht Mitsubishi HC 1500 (Gesamtwertung: 60, Preis/UVP: 900 Euro) ist in audiovision Ausgabe 8-2008 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Mitsubishi HC 1500 (audiovision 8/2008)In den Warenkorb

      Mitsubishi HC 1500 (audiovision 8/2008)

      PDF-Download €1,99

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