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    av-Test

    Elac SUB 2070 (Test)

    17. Dezember 20153 Minuten Lesezeit

    elac-pcGleich zwei Treiber mit je 25 Zentimetern Durchmesser setzt Elac in seinem neuen Bass-Bombast Sub 2070 ein. Das Membran-Pärchen ordneten die Entwickler nicht nebeneinander, sondern gegenüber in Boden und Deckel an. Diese sogenannte impulskompensierte Bauweise sorgt dafür, dass auf das Gehäuse so gut wie keine durch Membranbewegungen ausgelösten Kräfte wirken. Bewegt sich nämlich bei einem Lautsprecher-Chassis die Membran nach vorn, versucht der Chassis-Korb – und damit eben auch das Gehäuse, in welches das Chassis eingebaut ist – nach hinten auszuweichen. Die dabei entstehenden Kräfte sind nicht zu unterschätzen, selbst gewichtige Tiefton-Gehäuse bewegen sich bei hohen Pegeln manchmal um mehrere Millimeter im Takt des wiedergegebenen Signals. Sitzen sich zwei gleiche Chassis im Gehäuse genau gegenüber, heben sich diese Kräfte jedoch gegenseitig auf. Um auch noch die letzten Vibrationen durch eventuell nachgebende Gehäusewände zu minimieren, haben die Entwickler die Magneten der beiden Basstreiber über eine massive Stange miteinander verschraubt, so dass Bewegungen zwischen den Chassis vollständig unterbunden sind.

    Ober- und unterhalb der Membranen sitzt jeweils noch eine massive, über vier Distanzstücke mit dem Gehäuse verschraubte Platte. Das zwischen ihnen und den Schwingeinheiten befind-liche Luftvolumen wirkt als Druckkammer, die im oberen Bassbereich die Ankopplung an den Raum verbessern soll. Durch diese Maßnahme wirkt der Elac-Subwoofer zudem optisch eher wie ein Lifestyle-Möbel denn wie ein Stück Technik. Dazu trägt auch die edle Klavierlack-Oberfläche ihren Teil bei.

    Justage übers Smartphone

    Recht leer wirkt das Anschlussfeld des Sub 2070, weil hier keinerlei Einstellregler oder -schalter untergebracht sind. Denn sämtliche manuellen Eingriffe erfolgen ausschließlich über die Smartphone-App „Sub Control“, die für iOS und Android erhältlich ist (Details im Bild „Klangtuning per App“).

    app-klangtuning

    Da die App die nötigen Daten über das Protokoll „Bluetooth Low Energy“ sendet und empfängt, kommen zur Bedienung allerdings ausschließlich Geräte mit integriertem Bluetooth 4.0 in Frage (u.a. iPhone ab 4s).  Vor dem Kauf eines Sub 2070 sollte also sichergestellt sein, dass ein kompatibles Smartphone vorhanden ist, weil ohne dieses keinerlei Klangbeeinflussung möglich ist.

    Auf der Rückseite finden sich keinerlei Regler, sondern nur der Ein-/Ausschalter sowie die Cinch- und Hochpegel-Eingangsbuchsen.
    Auf der Rückseite finden sich keinerlei Regler, sondern nur der Ein-/Ausschalter sowie die Cinch- und Hochpegel-Eingangsbuchsen.

    Definierter Tiefbass

    Schon die durchweg positiven Ergebnisse aus unserem Messlabor ließen auf guten Klang hoffen, mit unteren Grenzfrequenzen von 24,7 und 21,4 Hertz bei maximaler und minimaler Tiefpass-Einstellung wagt der Elac sich beachtlich weit in den Basskeller. Und 109 respektive 108 Dezibel Maximalpegel bedeuten eine respektable Pegelfestigkeit.

    Die stellt er im Hörtest definitiv unter Beweis: In der Minenfeldszene aus „Ice Age – Jetzt taut‘s“ verliert er auch bei strammen Pegeln nie die Übersicht und bleibt sehr definiert. Was er dabei an Tiefstton-Energie in den Hörraum schiebt, lässt Zwerchfelle freudig mitschwingen. Nicht ganz so abgehärteten Naturen könnte es dabei schon unheimlich werden.

    Die beiden gegenüberliegenden Chassis sind über eine massive Metallstange starr miteinander verbunden.
    Die beiden gegenüberliegenden Chassis sind über eine massive Metallstange starr miteinander verbunden.

    Musikalische Talente legt der Elac ebenfalls an den Tag, rockte er zum Beispiel bei „Away From The Sun“ von 3 Doors Down mit knackiger, durchsetzungskräftiger Bassdrum und treibender Bassgitarre. Den feineren Ton trifft er aber ebenfalls sehr genau, den Kontrabass bei „They can´t Take That Away From Me“ mit Jane Monheit und John Pizarelli unterlegt er mit genau der richtigen Basis, ohne zu übertreiben oder etwas wegzulassen. Dabei integriert er sich sauber ins Gesamtklangbild und ist nicht ortbar und unterstützt sogar die räumliche Abbildung von Satelliten-Lautsprechern.

    ELAC_SUB-2070_Black-High-Gloss_Prototype-1_20140509_cGW_7D_23138_RGB-8bit-free-comp6

    elac-wertung

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    AuVi_AWARD-Highlight

    AuVi_AWARD-Innovation

    Der Testbericht Elac SUB 2070 (Gesamtwertung: 87, Preis/UVP: 1500 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2015 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Paradigm Monitor Sub 12, Teufel S 8000 SW, Elac Sub 2070, Sunfi re XTEQ 8, Velodyne EQ Max 15 (audiovision 6/2015)In den Warenkorb

      Paradigm Monitor Sub 12, Teufel S 8000 SW, Elac Sub 2070, Sunfi re XTEQ 8, Velodyne EQ Max 15 (audiovision 6/2015)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    87 sehr gut

    Mit moderner Smartphone-App einjustiert glänzt der Elac mit Präzision, Dynamik und Tiefgang – und sichert sich so den Testsieg. Zudem ist er wirklich edel verarbeitet und schön anzusehen.

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